aktualisiert: 03.04.2011 19:58 Uhr
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FUSSBALL: Landesliga Nord
Für Rimpar ist es auswärts weiter wie verhext
In Selbitz verliert der ASV mit dem Schlusspfiff und muss weiter auf den ersten Punkt in der Fremde warten
Fußball
Landesliga Nord
SpVgg Selbitz – ASV Rimpar 2:1 (1:0)
Es ist wie verhext. Zwölfmal sind Rimpars Landesliga-Fußballer bislang auswärts angetreten, zwölfmal standen sie am Ende mit gänzlich leeren Händen da. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht müsste man den Rimparern die Auswärtsfahrten streichen, weil Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis zueinanderstehen. Eine solch rigorose Maßnahme lassen die Spielstatuten nicht zu. Sie wäre auch die falsche Antwort auf den samstäglichen Auftritt der Rimparer in Selbitz gewesen, wo die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste mit dem Schlusspfiff einen Freistoßtreffer kassierten (90.+3). „Da sieht man mal, wie bitter und ungerecht Fußball sein kann“, konstatierte ASV-Trainer René Grimm nach der 1:2-Niederlage.
Natürlich waren die spielstarken Selbitzer, die nunmehr acht Punkte Vorsprung auf den dritten Platz haben, optisch überlegen gewesen. „Aber das war auch der Plan“, sagte Grimm, „wir wollten die Selbitzer kommen lassen, um nicht ins offene Messer zu laufen.“ Das Vorhaben hatte sich als richtig erwiesen, auch wenn der ASV nach einem Treffer von SpVgg-Stürmer Christian Klein in Rückstand geraten waren (34.).
Dass die Rimparer ausgerechnet nach dem unnötigen Platzverweis von René Laschzok – der Routinier hatte erst gefoult und im gleichen Atemzug gemeckert (56.) – passte irgendwie ins Bild. Patrick Röder und Andreas Hetterich gingen in der Spitze weite Wege, was sich schließlich auszahlte. Hetterich stand dort, wo ein Stürmer stehen sollte und fälschte einen Distanzschuss zum 1:1-Ausgleich ab (69.). Es war die beste Phase der Rimparer, die beinahe sogar die Führung brachte. Nach einer flotten Kombination prüfte ASV-Verteidiger Tobias Jäger den reaktionsschnellen SpVgg-Torwart Sascha Prell (75.). Nun war es offener Schlagabtausch. Grimm ging vermeintlich auf Nummer sicher, um den ersten Auswärtspunkt der Saison einzutüten und brachte in der Schlussphase drei eher defensiv orientierte Spieler.
Als die ASVler dem Abpfiff entgegensehnten, unterlief dem eingewechselten Manuel Wolf ein folgenschweres Foul. André Keilwerth schoss den ruhenden Ball ins Netz, hernach wurde das Spiel nicht mal mehr angepfiffen. „Wir haben heute wirklich alles probiert und einen enormen Aufwand betrieben“, sagte Grimm, der am Boden zerstörte Spieler vorfand, „in dieser Woche werden wir viel psychologische Aufbauarbeit leisten müssen. Aber ich habe ja mal gehört, dass sich Glück und Pech über eine ganze Saison ausgleichen. Wenn dem so ist, dann stehen uns erfolgreiche Woche bevor.“
Selbitz: Prell – Geupel, Gabler, Keilwerth, Rauh – Schmidt, Gedik (71. Wanner), Öz (71. Hermann), Busse, Hohberger (77. Frank) – Klein.
Rimpar: Nöth – Kapaun, Betzel, Dierl, Jäger – Schnepf (88. Köhler), Laschzok, Heck, Eisenbacher (80. Wolf) – Röder (90. Wegmann), Hetterich.
Tore: 1:0 Klein (34.), 1:1 Hetterich (69.), 2:1 Keilwerth (90.+3). Gelb-Rot: Laschzok (56., Rimpar, Foulspiel und Meckern). Schiedsrichter: Wutz (Dieterskirchen). Zuschauer: 250.
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