publiziert: 07.05.2010 21:23 Uhr
aktualisiert: 07.05.2010 21:26 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text FUSSBALL: Landesliga Nord
Leinach siegt mit Leidenschaft

Der FC Blau-Weiß feiert einen verdienten 2:0-Derby-Erfolg bei der TG Höchberg
  • Halt, hier geblieben: Auch wenn Timo Rappel (rechts) von der TG Höchberg seinen Leinacher Widersacher Alexander Weidner hier an der Hose festhält, packte der Aufsteiger die TGH mit 2:0.
    Foto: Frank Kranewitter
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Am 33. Spieltag kann in der Fußball-Landesliga an diesem Wochenende die erste Entscheidung fallen. Seit dem 2:0 (0:1)-Derby-Erfolg des FC Blau-Weiß Leinach bei der TG Höchberg am gestrigen Freitagabend steht fest: Gewinnt der Würzburger FV am heutigen Samstag sein Heimspiel gegen Selbitz, ist dem Klub aus der Zellerau der Relegationsrang nicht mehr zu nehmen. Denn Herbstmeister Höchberg kann den WFV nicht mehr überflügeln. Ganz anders sieht die Lage am anderen Ende der Tabelle aus: Dort haben die Leinacher mit dem Sieg beim Landkreis-Rivalen neue Hoffnung geschöpft und können sich in der Verfassung vom Freitagabend durchaus noch gute Chancen im Kampf um den Liga-Verbleib, der wohl bis zum letzten Spieltag andauern wird, ausrechnen.

Leinachs Spielertrainer Berthold Göbel betrachtete die Jubelszenen aus sicherem Abstand. Während sich die Gäste nach dem Derby-Sieg noch von ihrem lautstarken Anhang feiern ließen, dachte der Übungsleiter bereits einen Schritt voraus: „Wir brauchen noch fünf, ja, mindestens vier Siege. Das war der erste,“ sagte er. Und was für einer. Leinachs Erfolg beim Tabellendritten war nicht etwa ein Zufallsprodukt oder das Resultat einer sturen Abwehrleistung, sondern der logische Lohn für einen mutigen Auftritt. „Leinach hat hier absolut verdient gewonnen und gezeigt, wie man spielen muss, wenn man unbedingt gewinnen muss“, kannte Höchbergs Trainer Martin Stöhr die Leistung der Gäste an.

Mit spielerischen Mitteln hatten die Gastgeber versucht, sich der ständigen FC-Angriffe zu erwehren, waren letztlich aber chancenlos gegen Leinachs Leidenschaft. Beinahe überrascht wirkten die TGH-Kicker ob des Tempos und der Entschlossenheit, die die Blau-Weißen an den Tag legten. Nach 24 Minuten hätte diese durchaus unterhaltsame Partie freilich auch eine andere Wendung nehmen können. Nach einem Foulspiel von Mathias Weißenseel am von Mathias Kurz hervorragend freigespielten Leinacher Alexander Weidner gab es Strafstoß für die Gäste. Daniel Bufe trat an, TGH-Keeper Michael Bätz parierte. Doch statt nun die Köpfe und Schultern hängen zu lassen, machte das Göbel-Team einfach weiter und wurde in der 34. Minute für seinen Offensivgeist belohnt: Johannes Reuchlein köpfte den FC nach einer Freistoßflanke in Führung.

Kaum einmal mussten die Gäste danach um ihren Vorsprung bangen. Viel zu harmlos waren die Versuche der Hausherren. „Wir wussten, dass wir Höchberg keinen Platz geben durften. Erst, als bei uns in der Schlussphase die Kraft etwas nachließ, wurde es ab und an etwas brenzlig“, erklärte FC-Coach Göbel sein taktisches Konzept. Ab der 61. Minute führte Leinach mit 2:0: Der enorm emsige Bufe hatte mit seinem 26. Saisontreffer das zweite Tor für die Gäste erzielt. Hernach hätte Bufe alleine den Höchbergern bei zahleichen Konterchancen noch eine richtige Packung verpassen können, doch Höchbergs Bester, Torhüter Michael Bätz, verhinderte mit einigen starken Paraden einen höheren Erfolg der Gäste.

Das Spiel in Zahlen

TG Höchberg – FC Blau-Weiß Leinach 0:2 (0:1)

Höchberg: Bätz – Pickel (71. Stumpf), Hügelschäffer, Weißenseel (78. Grünewald), Schiebel – Rappl, Kirchner, Christ, Grieb – Höppner, Halbig (46. Ullrich).
Leinach: Ruffert – Göbel – Michael Kurz, Plawky – Weidner, Pertler, Reuchlein (64. Fuchs), Ankenbrand, Schmitt (78. Andreas Kurz) – Mathias Kurz (88. Q. Begu), Bufe.
Tore: 0:1 Reuchlein (34.), 0:2 Bufe (61.).
Schiedsrichter: Burkard (Schleerieth).
Zuschauer: 380.

Von unserem Redaktionsmitglied Frank Kranewitter
    
    

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Die neuesten Kommentare

Mono (6 Kommentare) am 08.05.2010 11:04

Armer TGH

Man haette vermuten koennen, dass die Hoechberger den Leinachern einen Freundschatdienst erweisen. Dem war aber nicht so, die TGH hat einfach nicht mehr drauf.
Vier Heimniederlagen ohne ein Tor zu schiessen.Eine Zumutung fuer die wenigen Aufrechten, die noch zu denn Heimspielen kommen.
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