aktualisiert: 22.04.2011 21:18 Uhr
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Wasserball: Bundesliga, Play-off, Halbfinale
Nullfünfer wollen sich ordentlich verkaufen
Würzburgs Wasserballer treffen im Halbfinale auf das übermächtige Team aus Spandau
Wasserball
Bundesliga Männer, Play-off-Halbfinale, 1. Spiel
SV Würzburg 05 – Wasserfreunde Spandau 04 Berlin
(Samstag, 16 Uhr, Wolfgang-Adami-Bad)
13 Jahre ist es her, dass die Wasserballer des SV Würzburg 05 zuletzt in einem Halbfinale um die deutsche Meisterschaft standen. Dass sich das Team von SV-05-Trainer Jürgen Helmschrott, der damals selbst noch als Spieler dabei war, in diesem Jahr gar noch einen Schritt weitergeht und ins Endspiel einzieht, ist aber höchstunwahrscheinlich. Mit Rekordmeister Spandau Berlin wartet ein schier übermächtiger Gegner auf die Würzburger. „Der Fokus liegt natürlich klar auf dem Spiel um Platz drei und dem Pokal-Endturnier“, ordnet Helmschrott denn auch die erste der maximal fünf Play-off-Partien gegen den Hauptstadtklub ein, wahrscheinlich wird die „best-of-five“-Serie aber bereits nach drei Spielen entschieden sein. „Alles andere wäre schon eine dicke Überraschung“, sagt der Nullfünfer-Trainer, der von seinem Team, in dem am Samstag Mario Ringelmann (beruflich verhindert) und Holger Quast (privat verhindert) fehlen werden, trotzdem eine konzentrierte Leistung erwartet: „Es ist natürlich schwierig, wenn klar ist, dass du wenig Siegchancen hast, alles zu geben. Aber wir wollen auch versuchen, das Ergebnis des letzten Spiels gegen Spandau wieder zurechtzurücken.“
3:23 verloren die Würzburger im letzten Ligaspiel, was damals die Verlust des vierten Platzes und damit den Gang durch die Relegation bedeutete, die die Würzburger nach fünf Spielen letztlich im Fünfmeter-Werfen gegen Cannstatt für sich entscheiden konnten. „Daraus haben wir sehr viel Kraft gezogen. Zu Hause haben wir uns zudem oft auf einem besseren Niveau bewegt. Ein Ergebnis wie im letzten Heimspiel gegen Spandau wäre schon okay“ 3:10 verlor Helmschrotts Team damals, nach gutem Spiel wohlgemerkt. „Letztlich ist es eine Chance, sich für die kommenden Aufgaben vorzubereiten“, blickt Helmschrott voraus: „Ich bin zwar Optimist, aber auch Realist. Und Wunder gibt es auch im Wasserball eher selten.“ Um den Berlinern eine zeitige Rückfahrt mit der Bahn zu ermöglichen, wurde die Partie übrigens um eine halbe Stunde auf 16 Uhr vorverlegt.
Deutscher Wasserball-Pokal
Während die Würzburger Wasserballer am Samstag ihr erstes Halbfinalspiel daheim gegen Spandau austragen, wartet auf die Nullfünfer am Wochenende des 20. und 21. Mai noch die Endrunde um den deutschen Pokal. Dabei steht der Deutsche Schwimmverband (DSV) aber noch ohne Ausrichter da. Schon im Jahr 2009 hatte sich kein Verein gefunden, der das Aufeinandertreffen der besten vier Pokalmannschaften der Republik organisiert. Bewerbungsschluss ist nun der 27. März. Sollte sich bis dahin kein Klub gefunden haben, würde der deutsche Pokalsieger in Hin- und Rückspielen (Halbfinale, Finale, Spiel um Platz drei) ermittelt.
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