aktualisiert: 08.05.2011 19:52 Uhr
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Fußball: Landesliga Nord
Rimpar hilft nur noch ein Wunder
Im Derby gegen die Kickers unterliegt der ASV nach zwei späten Gegentoren mit 3:4
Fußball
Landesliga Nord
ASV Rimpar – FC Würzburger Kickers 3:4 (2:2)
Marcel Heck hat die Unnachsichtigkeit des Abstiegskampfes vielleicht am wenigsten von allen Rimparer Spielern verdient. Der emsige Flügelspieler, im Sommer gemeinsam mit Trainer René Grimm aus Margetshöchheim an die Pleichach gewechselt, hat in dieser Saison noch kein einziges Match verpasst und wurde nur zweimal ausgewechselt. An die 2757. gespielte Saisonminute dürfte sich Heck noch lange zurückerinnern. Ein rasch ausgeführter Freistoß von Markus Köhler, ein blitzartiger Pass von René Laschzok und ein schneller Antritt von Heck, der zum 3:2-Führungstreffer gegen die Würzburger Kickers einnetzte (61.). Das Schlusslicht aus Rimpar hatte zeitweise den Anschluss an die Konkurrenz wiederhergestellt. Nach dem Schlusspfiff war Heck genau wie der Rest der Mannschaft hingegen völlig am Boden zerstört. Grimm lief immer wieder im Kreis und war einfach zu keinem Statement in der Lage.
Zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt liegen im Fußball manchmal nur Minuten oder eine Auswechslung. Denn ausgerechnet Heck hatte wegen eines Sonnenstichs vom Feld gemusst (69.). Es war der dritte verletzungsbedingte Rimparer Austausch an diesem heißen Tag gewesen, darunter auch der Wechsel von Torwart René Bayer zu Ersatzkeeper Florian Nöth zur Halbzeit. Schließlich musste der ASV kurz vor Schluss in Überzahl – Gäste-Spieler Andreas Bauer hatte nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot gesehen (53.) – noch zwei Gegentore gegen die kecken Kickers hinnehmen und sich mit 3:4 geschlagen geben. „Wir haben in diesem Spiel alles, was möglich war, investiert“, sagte Rimpars Co-Trainer Thomas Redelberger, „aber am Ende ist uns die Luft ausgegangen. Das ist bitter.“ Rimpar hilft bei fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz und drei ausstehenden Spielen jetzt nur noch ein Wunder. Dabei hätte es soweit nicht kommen müssen: Andreas Hetterich (64.), der sich bei diesem Schuss verletzte, und der wiedergenesene Igor Mikic (76.) hatten in Überzahl das 4:2 auf dem Fuß, vergaben aber. „Wir erspielen uns Chancen und machen nichts draus. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison“, konstatierte Redelberger.
Bei den Kickers war indes eitel Sonnenschein angesagt. Auch mit zehn Mann hatten die Rothosen nie aufgesteckt und wurden durch zwei späte Treffer des eingewechselten Stürmers Christian Dan (87., 90.) mit drei Punkten belohnt. Auch sonst bewies Kickers-Trainer Dieter Wirsching bei seinen Wechseln ein glückliches Händchen, was ihn hernach strahlen ließ: „Ohne Druck spielen vor allem die jüngeren Spieler befreit auf. Solche Erfolgserlebnisse bringen die Mannschaft auch im Hinblick auf nächste Saison unheimlich weiter.“ In der ersten Halbzeit hatten Zimin per Strafstoß (1:0, 28.) und Bauer (2:2, 39.) getroffen, für Rimpar waren zunächst Christian Betzel ebenfalls per Foulelfmeter (1:1, 32.) und Hetterich mit einem Hammerschuss (2:1, 35.) erfolgreich gewesen.
Die Statistik zum Spiel
ASV Rimpar Würzburger Kickers 3:4 (2:2)
Rimpar: Bayer (46. Nöth) – Betzel – Kapaun, Moskwiak – Heck (69. Wegmann), Köhler, Laschzok, Röder Schnepf, Dörschner – Hetterich (65. Mikic).
Würzburg: Tsiflidis – Suchy, Popp, Eichler, Bauer – Nicolas Wirsching (65. Hamond), Graf, Frank Wirsching, Azizi (85. Duczek) – Borba (46. Dan), Zimin.
Tore: 0:1 Zimin (28., Foulelfmeter), 1:1 Betzel (32., Foulelfmeter), 2:1 Hetterich (35.), 2:2 Bauer (39.), 3:2 Heck (61.), 3:3, 3:4 Dan (87., 90.). Gelb-Rot: Bauer (53., Würzburg, wiederholtes Foulspiel). Schiedsrichter: Mäusbacher (Fürth am Berg). Zuschauer: 220.
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