publiziert: 22.05.2011 18:33 Uhr
aktualisiert: 22.05.2011 18:44 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Fußball: Landesliga
Rimpar muss weiter um den Klassenerhalt bangen

Der ASV geht trotz des Sieges gegen Coburg auf einem Abstiegsplatz liegend in die letzte Runde
  • Durchgesetzt: Rimpar (rechts Simon Schnepf) bezwang Coburg (links Rene Sollmann), muss aber weiter um den Klassenerhalt bangen.
    Foto: Jörg Rieger
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Landesliga Nord ASV Rimpar – DVV Coburg 3:1 (3:1)

Es war ausgeschlossen, dass Rimpars Igor Mikic zum Zeitpunkt seiner Auswechslung die Ergebnisse von den anderen Plätzen gewusst hatte. Selbst wenn, so wäre seine Reaktion nicht entschuldbar gewesen. Der im Sommer nach Sand wechselnde Torjäger demolierte in seinem letzten ASV-Heimspiel vielmehr mit der blanken Hand eine gläserne Türscheibe zum Kabinentrakt, weil er sich darüber ärgerte, dass er nur zehn Minuten mitgespielt hatte.

Es war schon irgendwie eine groteske Situation nach dem Kellerduell. Denn auch der Rest der Rimparer Mannschaft war, wenn nicht gefrustet, so zumindest enttäuscht, obgleich man nach einer sehenswerten ersten Halbzeit verdient mit 3:1 gewonnen und damit die Coburger zum ersten Absteiger der Landesliga Nord gemacht hatte. „Mehr konnten wir nicht tun. Jetzt müssen wir es nehmen, wie es kommt“, sagte ASV-Trainer René Grimm. Sportplatz-Sprecher Harald Wenzel hatte Augenblicke zuvor die anderen Resultate verlesen, womit feststand, dass die Rimparer den letzten Spieltag auf einem Abstiegsplatz angehen werden. „Wir sind möglicherweise zu spät aufgewacht“, konstatierte Außenspieler Marcel Heck, der zu Beginn ordentlich Dampf gemacht hatte und an fast allen gefährlichen Rimparer Szenen beteiligt gewesen war. So fand seine Flanke in der achten Minute mit Maximilian Wunder, der zum 1:0 einnetzte, einen Abnehmer. Nach dem 1:1-Ausgleich durch David Reich (12.) zeigten die Hausherren erneut eine für ein Kellerkind eher ungewöhnliche Ballstafette, die wiederum durch Wunder vollendet wurde. Eine Vollendung, wenn nicht gar ein Genuss, war der Kunstschuss des Routiniers René Laschzok zum 3:1 (37.). „Da sieht man, was möglich ist, wenn man befreit aufspielen kann“, sagte Heck. Erst im zweiten Durchgang spielte man gegen die harmlosen und dezimierten Coburger reservierter, wohl auch deshalb, weil man zuletzt daheim gegen die Kickers zwei späte Gegentreffer kassiert und noch 3:4 verloren hatte.

Nun kommt es am letzten Spieltag zu einem packenden Saisonfinale. Dass Mikic daran beteiligt ist, dürfte eher unwahrscheinlich sein. „Für die Reaktion habe ich absolut kein Verständnis. Im Abstiegskampf brauche ich elf fitte Spieler. Aber Igor hatte sich kurz vor seiner Auswechslung verletzt“, sagte Grimm.

Rimpar: Bayer – Betzel – Kapaun, Moskwiak – Heck, Laschzok (74. Köhler), Jäger, Röder, Dörschner – Schnepf (66. Mikic, 76. Wegmann), Wunder.
Coburg: Volk – Stahnke, Leffer, Simitqi, Sollmann (28. Pawellek) – Bischoff, Schmidt, Schuberth, Giller (46. Hartmann) – Yesilyurt (76. Sener), Reich.
Tore: 1:0 Wunder (8.), 1:1 Reich (12.), 2:1 Wunder (23.), 3:1 Laschzok (37.). Gelb-Rot: Schuberth (74.), Simitqi (90., beide wdh. Foulspiel, beide Coburg). Schiedsrichter: Doneff (Weingarts). Zuschauer: 250.

Von unserem Mitarbeiter Jörg Rieger
    
    

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