aktualisiert: 22.05.2011 18:50 Uhr
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Wasserball: TURBO-Cup, Final-Four-Turnier
SV 05 verpasst Bronze
Pokal-Niederlage gegen Cannstadt
WASSERBALL (dunk)
TURBO-Cup, Spiel um Platz drei
SV Würzburg 05 – SV Cannstatt 7:8 (3:2, 2:1, 1:4, 1:1)
Der SV Würzburg hat die ersehnte Bronzemedaille im deutschen Wasserballpokal verpasst. Das Team von Trainer Jürgen Helmschrott unterlag im letzten Saisonspiel dem SV Cannstatt trotz zwischenzeitlicher und mehrmaliger Zwei-Tore-Führung mit 7:8 und beendet die Spielzeit damit im Pokal wie auch in der Bundesliga als Vierter. Den entscheidenden Treffer für die Schwaben erzielte Jovan Radijevic 73 Sekunden vor Spielende. Für Cannstatt war es nach fünfjähriger Abstinenz die Rückkehr aufs Podest, auf dem nach einem spannenden Finale die Wasserfreunde Spandau Berlin nach einem knappen 11:10 über Titelverteidiger ASC Duisburg standen.
Die Enttäuschung war groß. Nachdem nach der 4:17-Klatsche im Halbfinale gegen Duisburg, in das man nur mit neun Spieler gegangen war, vier Akteure am Samstag nach Berlin nachgereist waren, wollten die Nullfünfer unbedingt, wie im letzten Jahr, Edelmetall zum Saisonfinale mit nach Hause nehmen. „Obwohl es meine erfolgreichste Saison als Trainer war, bin ich schwer enttäuscht. Es ist blöd, zweimal mit der Holzmedaille nach Hause zu kommen“, sagte Helmschrott. Dabei war Bronze für sein Team drin: „Für den einen oder anderen der jungen Spieler, die am Freitag wegen unserer engen Personallage gespielt hat, war die Belastung wohl zu hoch, so dass zwischenzeitlich etwas die Luft gefehlt hat.“ So gelang es den Nullfünfern nicht, den guten Beginn zu einem größeren als einem Zwei-Tore-Vorsprung auszubauen. „Wenn wir mal drei, vier Tore weggezogen wären, hätten wir sicher Bronze geholt“, mutmaßte Helmschrott, der nun schlicht „genervt“ sei. „Auch weil der Verband zwei völlig unerfahrene Schiris eingesetzt hat und die Veranstaltung lieblos organisiert war.“ In Wasserball-Kreisen gilt das Final-Four, weil als Turnierform gespielt, als Saisonhöhepunkt. „Es gab aber nicht mal einen Players-Party. Berlin hat das wohl nur gebraucht, um sich selbst zu feiern.“ Erstmal wollen Helmschrott und sein Team nun den Frust mit zwei wasserball-freien Wochen vertreiben. Vielleicht stellt sich danach die Freude über die erfolgreichste Saison seit 1998 ein.
Würzburg: M. Försch, Krauss – Fries, Gäbler, Urkiaga, Langguth, Stier, Kristandt, Quast, Krüger, Müller, S. Försch, Fleck. Cannstatt: Pirzer – Baum, Schubert, M. Thran, Ambrus, Christoph, Aleksic, J. Thran, Glaser, van der Bosch, Stoicic, Radijevic, Vorphal. Spielfilm: 1.V.: 1:0, 2:0 Müller, 2:1 Aleksic, 2:2 Glaser, 3:2 Krüger. 2.V.: 4:2 Stier, 4:3 Radijevic, 5:3 S. Försch. 3.V.: 5:4 Aleksic, 6:4 Müller, 6:5 Ambrus, 6:6 Glaser, 6:7 M. Thran. 4.V.: 7:7 Müller, 7:8 Radijevic. Schiedsrichter: Ohme (Berlin), Glathe (Rostock). Zuschauer: 100.
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