publiziert: 13.02.2011 17:35 Uhr
aktualisiert: 13.02.2011 18:17 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text WASSERBALL: Bundesliga Männer
Souveräne Würzburger Wasserballer besiegen Uerdingen ohne Probleme

Der SV 05 demonstriert derzeit eine breite Brust und entledigt sich seiner Pflichtaufgabe gegen das Erstliga-Schlusslicht ganz sicher
  • Gleich schlägt's ein: Würzburgs Sven Kristandt (links) kann in dieser Szene das Gegentor durch Uerdingens Tim Wollthan zwar nicht verhindern, am Ende aber siegten die Nullfünfer ungefährdet.
    Foto: Patrick Wötzel
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Wasserball

Bundesliga Männer Gruppe A

SSV Esslingen – SC Wedding 14:10  
SGW Hannover – WF Spandau 9:15  
SV Würzburg 05 – Bay. Uerdingen 14:9  
ASC Duisburg – SV Weiden abges.  

1. (2.) WF Spandau 11 10 0 1 171 : 67 20 : 2  
2. (1.) ASC Duisburg 9 9 0 0 131 : 65 18 : 0  
3. (4.) SV Würzburg 05 10 6 0 4 91 : 99 12 : 8  
4. (3.) SGW Hannover 11 6 0 5 94 : 93 12 : 10  
5. (5.) SC Wedding 11 4 0 7 100 : 122 8 : 14  
6. (6.) SV Weiden 9 3 0 6 73 : 90 6 : 12  
7. (7.) SSV Esslingen 11 3 0 8 96 : 127 6 : 16  
8. (8.) Bay. Uerdingen 10 0 0 10 60 : 153 0 : 20  

SV Würzburg 05 – Bayer Uerdingen 14:9 (4:3, 4:2, 4:2, 2:2)

Die Wasserballer des SV Würzburg 05 schwimmen in der Bundesliga weiter auf einer Erfolgswelle. Im Wolfgang-Adami-Bad wurde das Team von Trainer Jürgen Helmschrott im Duell mit Bayer Uerdingen seiner Favoritenrolle gerecht und besiegte den Tabellenletzten letztlich ungefährdet und klar mit 14:9. Damit kletterten die Nullfünfer in der Tabelle um eine Position auf Rang drei.

Gelassen nahmen die Nullfünfer nach der Partie die Glückwünsche des Gegners und der eigenen Fans entgegen. Es herrschte Zufriedenheit. Die Pflichtaufgabe war erfüllt, dem Druck standgehalten worden. Erstmals in dieser Spielzeit waren die Gastgeber als glasklarer Favorit in eine Partie gegangen – und hatten sie letztlich souverän gewonnen. „Wir haben sicher schon besser gespielt und hätten höher gewinnen können. Aber ich habe schon am Montag vor dem Spiel gewarnt. Jeder hat nur darüber spekuliert, wie hoch wir gewinnen“, bilanzierte Helmschrott und wollte einem möglichen höheren Sieg nicht nachtrauern: „Solche Spiele können auch mal schnell in einem Desaster enden.“

Ein solches blieb freilich aus, vor allem, da die Gäste nicht in der Lage waren, die Würzburger ernsthaft zu fordern. Die Nullfünfer, spielerisch wie schwimmerisch klar das bessere Team, hatten nur in den ersten acht Minuten etwas Mühe mit den Uerdingern, die bis vor zwei Jahren noch als dritte Kraft hinter Spandau und Duisburg im nationalen Wasserball gegolten hatten. Schon im zweiten Viertel setzte sich der SV 05 ab und versuchte immer wieder, den Fans auch spielerisch das eine oder andere Glanzlicht zu präsentieren. Das gelang oft, jedoch nicht so oft, dass am Ende Entscheidendes für die Aufbesserung der Tordifferenz heraussprang. Sowohl in der Defensive als auch im Angriff gab es Nachlässigkeiten. Von Außen hatte es den Anschein, dass der eine oder andere auch Kraft sparen wollte, weil schnell zu merken war, dass Bayer nicht zu einer ernsthaften Gefahr werden würde. „Die letzten zehn Prozent haben vielleicht in einigen Situationen gefehlt“, befand Helmschrott: „Besonders im dritten Viertel wollten wir immer noch einen Pass spielen, anstatt routiniert noch drei, vier weitere Male ein Tor zu schießen. Da wäre der Käse früher gegessen gewesen.“ So wirkte es ab und an so, als spiele man eher mit dem Gegner als gegen ihn.

Immerhin machte das Spiel der Nullfünfer Appetit auf mehr. „Wir haben jetzt zwölf Punkte. Wenn wir in den beiden nächsten Auswärtsspielen punkten, stehen wir sehr, sehr gut da“, blickte Helmschrott voraus. Mit Banalitäten wie dem Sieg gegen das Liga-Schlusslicht wollen sie sich in Würzburg längst nicht mehr groß aufhalten – und sie müssen es auch nicht. Zu gut ist aktuell die Leistung des Teams. Allein sieben Spieler trugen sich am Samstag in die Torschützenliste ein. Zudem konnte Helmschrott fleißig durchwechseln. Die Bank bietet längst mehr als nur Alternativen. „Ich kann jeden ohne Risiko bringen“, so Helmschrott. Und das nicht nur gegen Gegner wie Uerdingen.

Die Statistik zum Spiel

SV Würzburg 05 – Bayer Uerdingen 14:9 (4:3, 4:2, 4:2, 2:2)

Würzburg: M. Försch, Kraus – Fries, Ringelmann, Urkiaga, Langguth, Stier, Kristandt, Quast, Krüger, Müller, Fleck, Kalinka. Uerdingen: Schweihoff, Packenius – Pape, Eggert, Gorgs, Glüder, Wollthan, Luczak, Fabich, Janzen, Schroers. Tore, 1. V.: 1:0 Kristandt, 1:1, 1:2 Wollthan, 2:2 Fries, 3:2 Ringelmann, 3:3 Wollthan, 4:3 Quast. 2. V.: 5:3 Müller, 6:3 Urkiaga, 6:4 Luczak, 7:4 Müller, 8:4 Quast, 8:5 Luczak. 3. V.: 8:6 Wollthan, 9:6 Quast, 10:6, 11:6 Müller, 11:7 Eggert, 12:7 Urkiaga. 4. V.: 13:7 Krüger, 13:8, 13:9 Fabich, 14:9 Krüger. Schiedsrichter: Hoffmann (Gera), Fester (Cottbus). Zuschauer: 110.

Von unserem Mitarbeiter Kai Dunkel
    
    

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