aktualisiert: 16.01.2012 16:16 Uhr
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Fußball: Landesliga
Stillschweigen im Fall Borba
Kickers wollen Lizenz-Antrag stellen
Fußball-Landesligist FC Würzburger Kickers wartet dieser Tage auf ein Urteil gegen seinen Offensivakteur Ricardo Borba. Der 28-Jährige soll – so berichten Augenzeugen – bei einem Hallenturnier im baden-württembergischen Königshofen dem Schiedsrichter eine Ohrfeige verpasst haben. Borba hatte gegenüber Kickers-Verantwortlichen bestritten, den Unparteiischen absichtlich geschlagen zu haben. In der Zwischenzeit ist der Bericht des Schiedsrichters aus Baden beim Bayerischen Fußballverband eingetroffen. „Es gibt einen Bericht des Schiedsrichters und einen Gegenbericht unsererseits“, bestätigt Kickers-Trainer und -Sportleiter Dieter Wirsching. Über den Inhalt mögen weder Wirsching noch der Vorsitzende des Bayernliga-Sportgerichts Heinz Ferber (Nürnberg) reden. „Die Kickers haben mich gebeten, diesen speziellen Fall zunächst intern zu behandeln“, teilte Ferber auf Anfrage dieser Zeitung mit.
Mit einer Sperre für Borba rechnet man aber wohl auch bei den Kickers. Zumindest herrscht dort große Erleichterung, dass sich die Knieverletzung von Borbas Sturmkollegen Sergey Zimin nicht als so schwer herausgestellt hat wie noch vor wenigen Tagen befürchtet. „Das Knie ist schon ziemlich stabil. Er wird bald wieder trainieren können,“ sagt Wirsching. Eigentlich hatten die Rothosen auf eine mögliche Borba-Sperre mit der Verpflichtung eines Angreifers reagieren wollen. Diese scheiterte aber an der fehlenden Freigabe durch den abgebenden Verein. Nun hofft Wirsching auf Verstärkungen aus den eigenen Reihen. Bereits am gestrigen Montag starteten gleich mehrere von Verletzungen genesene Akteure, darunter auch der knapp ein Jahr ausgefallene Marc Reitmaier, in die Vorbereitung auf die Restsaison.
Unterdessen ist man sich am Dallenberg, laut Wirsching, einig darüber, die Lizenz für die neue Regionalliga Bayern zu beantragen. Als Landesliga-Zweiter würden die Rothosen nach derzeitigem Stand in die Relegation um einen Platz in der vierten Liga gehen. „Was die Infrastruktur und die Finanzen angeht, können wir die Auflagen erfüllen“, so Wirsching: „Ob dieser Schritt sportlich für uns nicht etwas zu früh kommen würde, ist eine andere Sache.“ Die Chance auf die Entscheidungsspiele um den Aufstieg will man sich am Dallenberg jedoch in jedem Fall erhalten. Anders wohl als der Tabellenführer SpVgg Selbitz. Deren Trainer Michael Voigt hatte kürzlich gegenüber dem Internetportal fupa geäußert: „Eigentlich ist die Regionalliga für uns utopisch.“
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