aktualisiert: 19.09.2011 18:18 Uhr
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Fußball: Landesliga Nord
Thomas Karls anspruchsvolle Aufgabe
Höchbergs neuer Trainer soll die TG in die neue zweigleisige Fußball-Bayernliga führen
Der Neue ist in der Szene ein alter Bekannter: Der mit elf Punkten aus zwölf Spielen weit unter Plan in die Saison gestartete Fußball-Landesligist TG Höchberg hat Thomas Karl als Trainer verpflichtet. Der 42-jährige Würzburger, von 2004 bis 2009 Coach des ASV Rimpar, den er seinerzeit von der Bezirksliga bis in die Landesliga führte, und seit zwei Jahren auf eigenen Wunsch ohne Fußball-Job, leitete am gestrigen Abend erstmals das Training in Höchberg. Übrigens zusammen mit Johannes Väth. Der 27-jährige Erlenbacher hatte zwei Spiele lang den zurückgetretenen Horst Gensler als Chef an der Seitenlinie ersetzt, tritt jetzt aber wieder ins zweite Glied zurück. Er fungiert weiter als Coach der in der Kreisliga beheimateten zweiten Mannschaft und unterstützt Karl beim Landesliga-Team als Co-Trainer.
Eigentlich hatte Karl schon zu Beginn der Saison wieder als Coach arbeiten wollen. Es hatte auch einige Anfragen gegeben, „aber etwas wirklich Reizvolles“, so Karl, sei nicht dabei gewesen. Das sei jetzt bei der „interessanten Adresse“ (Karl) TG Höchberg anders. „Eine anspruchsvolle Aufgabe“, sieht der 42-jährige Kaufmann im Außendienst in seinem neuen Fußball-Job.
Elf Punkte nach zwölf Spielen
Gerade mal elf Punkte haben die Höchberger nach zwölf Spielen auf ihrem Konto. Als Tabellen-15. fehlen ihnen damit derzeit sieben Zähler auf Platz acht und damit jenen Rang, der gerade noch den direkten Sprung in die neue zweigleisige Bayernliga garantieren würde. Dies ist und bleibt das Ziel der TG Höchberg – und laut Karl ist es auch nach wie vor zu schaffen. „Die Mannschaft ist gut bestückt, das Potenzial ist da“, sagt der 42-Jährige. Beim 0:2 in Sand hat er die Mannschaft beobachtet und „viele gute Ansätze“ gesehen. Er werde nun zahlreiche Einzelgespräche führen und versuchen im Team „kurzfristig den Schalter umzulegen“. Die Mannschaft sei gefordert. „Jeder fängt bei Null an, jeder hat die Chance, sich zu zeigen“, heizt Karl schon mal den internen Konkurrenzkampf an. Der externe muss nicht weiter befeuert werden, er ist bereits extrem heiß. In den nächsten vier Partien treffen die Höchberger auf die ersten Drei der Tabelle, als erstes am Freitag um 17.45 Uhr am Waldsportplatz auf Spitzenreiter FC Würzburger Kickers.
Vertrag bis zum Saisonende
„Danach wissen wir, ob wir unser Saisonziel ändern müssen“, sagt Sportleiter Klaus Conrad. Er hofft darauf, dass dies nicht der Fall sein wird. „Wir setzen auf einen Schub durch Thomas Karl. Vielleicht wirkt er ja Wunder und wir starten eine Erfolgsserie“, sagt Conrad. Überhaupt hält der Sportleiter sehr viel vom neuen Trainer. „Thomas ist ein umgänglicher Mensch, der seine Linie verfolgt. Was er damals in Rimpar geleistet hat, imponiert mir. Er kennt die Liga und 80 Prozent unserer Spieler. Wir haben auch mit anderen Kandidaten gesprochen, aber ich war mir mit meinen Vorstandskollegen schnell einig, dass er am besten zu uns passt und uns am besten helfen kann“, sagt Conrad. Der Vertrag mit Karl gilt zunächst bis Saisonende, angestrebt wird aber eine längerfristige Zusammenarbeit.
Übrigens auch mit Johannes Väth. „Er macht seinen Job sehr, sehr ordentlich, arbeitet hervorragend mit unseren jungen Spielern“, sagt Conrad über den 27-Jährigen. Vor allem seiner fehlender Erfahrung sei es geschuldet, dass er nun wieder ins zweite Glied zurücktreten müsse. „Schade, aber bei den arrivierten Spielern wurde vieles hinterfragt, gab es einfach Vorbehalte“, sagt Conrad, „doch der Johannes hat viel Ahnung vom Fußball, der macht schon seinen Weg.“ Zunächst einmal als hauptverantwortlicher Trainer des jungen Kreisliga-Teams und Thomas Karls Assistent.
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