aktualisiert: 25.01.2012 19:42 Uhr
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Hallenfußball:
Unterhaltsamer Budenzauber in Kürnach
Zehntes U-15-Hallenturnier besticht durch erstklassige Teilnehmer und familiäre Atmosphäre
Reisefreudig sind sie, die U-15-Junioren von Slavia Prag. Vor zwei Wochen traten die Tschechen in Österreich zum internationalen Hallenturnier an, nächste Woche reist der Nachwuchs des Traditionsvereins nach Frankreich. Aktuelle Zwischenstation der Reise durch Europa war am Sonntag die Kürnacher Höllberghalle.
Dort waren die tschechischen Junioren erstmals bei der zehnten Auflage des alljährlichen Jugendturniers zu Gast. Und dass man auch im nächsten Jahr wieder kommt, steht für Trainer Daniel Kristof, dessen Team bereits am Vortag anreiste und in einem örtlichen Gasthof untergebracht war, außer Frage: „Wir sind hier toll aufgenommen worden, die Organisation war sehr gut. Auch die Atmosphäre und die Zuschauer sind klasse. Nächstes Mal kommen wir gerne wieder.“
Die Atmosphäre in der Kürnacher Sporthalle ist es auch, die für Organisator Helmut Bolldorf wichtigstes Merkmal des Turniers ist. „Die teilnehmenden Mannschaften schätzen die familiäre Atmosphäre hier, bei uns gibt es nicht viel Ablenkendes. Die Teams kommen gerne zu uns, um zu sehen wo sie stehen und um sich sportlich zu vergleichen“, sagt der Abteilungsleiter des Post SV Sieboldshöhe, der wie seit vielen Jahren traditionell das Turnier gemeinsam mit dem SV Kürnach ausrichtet.
Aus der ganzen Republik
„Wir achten darauf, hochklassige Teilnehmer aus der ganzen Republik zu verpflichten. Die Zuschauer sehen schnellen, attraktiven Fußball und auch die Vereine haben was davon, nämlich Abwechslung. Schließlich kennen sich regionale Teams sonst oft schon aus dem regulären Spielbetrieb.“
Trotz der Konkurrenz anderer namhafter Turniere konnten viele Nachwuchsmannschaften der deutschen Profiklubs – alle Teilnehmer spielen derzeit in der höchsten Liga der U-15-Altersklasse, der Regionalliga – gewonnen werden. Aus Deutschlands Süden waren zum Beispiel der 1.FC Nürnberg, Greuther Fürth, der SC Freiburg und die Stuttgarter Kickers dabei.
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22.01.2012
Dieses spiegelte sich auch auf der Tribüne wider: Gut 400 Zuschauer verfolgten die 33, jeweils zwölf Minuten dauernden Spiele. Darunter fanden sich vor allem viele Eltern der Kicker: Die Fürther Mütter und Väter nutzen den Sonntag beispielsweise zum Familienausflug und feuerten ihre Söhne lautstark an. Diese dankten es ihnen mit Platz zwei ihrer Zwischenrundengruppe, welcher das Spiel um Platz 3 gegen die Stuttgarter Kickers bedeutete. Dort setzten sich die Kleeblätter, die seit einigen Jahren im Nachwuchsbereich einen hervorragenden Ruf genießen und mainfränkische Junioren wie Stephan Schröck oder Torhüter Max Grün zu Profis machten, mit 4:3 durch. Die Stuttgarter ihrerseits sind diese Saison erst in die Regionalliga Süd aufgestiegen und belegen dort nach der Vorrunde einen respektablen sechsten Rang. Im vorausgegangenen Spiel um Platz fünf, hatte Slavia Prag das Glück auf seiner Seite und gewann knapp mit 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach.
Freiburger Triumph
Als beste Mannschaften der Zwischenrunde trafen im Finale dann der 1.FC Nürnberg und der SC Freiburg aufeinander. Die Nürnberger waren am Sonntag bereits zum fünften Mal in Kürnach zu Gast, letztes Jahr holten sich die Franken den Titel. Gegen die Titelverteidigung hatte der SC Freiburg, ein Pionier in Sachen Ausbildung und Talentförderung in Deutschland, jedoch etwas einzuwenden. In der Vorrunde gingen die Badener bereits mit 3:2 gegen Nürnberg vom Parkett. Und auch im Finale ließen die Kicker aus dem Breisgau, im Vorjahr Dritter, dem Club keine Chance. Mit einem deutlichen 5:0 holten sie sich den Turniersieg. Überragender Akteur war dabei Andreas Fischbach, der mit drei Treffern den Finaltriumph fast im Alleingang sicher stellte.
Zum Titel des Spielers des Turniers hat es für ihn dennoch nicht ganz gereicht: Während der Siegerehrung, bei der jeder angetretene Spieler ein T-Shirt bekam, zeichnete die Turnierleitung den Stuttgarter Arianit Ferati aus. Dieser stach im Laufe des Tages vor allem durch seine Technik und sein Ballgefühl heraus.
Bester Torhüter des Turniers wurde dagegen ein Freiburger. Der 14-jährige Niklas Schindler musste im gesamten Turnier nur fünf mal hinter sich greifen und blieb im Finale makellos.
Am 5. Februar kommt es in der Kürnacher Höllberghalle zur zweiten Hälfte des Turniers: Es messen sich ab 9.15 Uhr die U13-Nachwuchsmannschaften namhafter Teams wie Borussia Dortmund, Werder Bremen oder Bayer Leverkusen. Auch Zuschauermagnet FC Bayern München, 2002 beispielsweise mit Thomas Müller und Diego Contento in Kürnach zu Gast, tritt zum vierzehnten Mal bei der vierzehnten Auflage des Turniers an.
Kürnacher Jugendturnier in Zahlen
Vorrunde
1. Borussia Mönchengladbach 20:3 9 2. SpVgg Greuther Fürth 14:6 6 3. Eintracht Frankfurt 16:6 3 4. SV Kürnach 0:35 0
1. SC Freiburg 15:4 9 2. 1. FC Nürnberg 13:3 6 3. Carl Zeiss Jena 14:7 3 4. JFG Mainfranken Würzburg 0:28 0
1. Stuttgarter Kickers 9:3 7 2. Slavia Prag 8:5 7 3. 1. FC Kaiserslautern 4:8 3 4. Karlsruher SC 5:10 0
Zwischenrunde
1. 1. FC Nürnberg 8:4 6 2. Stuttgarter Kickers 4:4 3 3. Borussia Mönchengladbach 3:7 0
1. SC Freiburg 7:1 6 2. SpVgg Greuther Fürth 5:4 3 3. Slavia Prag 2:9 0
1. Eintracht Frankfurt 8:4 7 2. Karlsruher SC 9:8 4 3. 1. FC Kaiserslautern 6:10 3 4. Carl Zeiss Jena 6:7 2
Endrunde
1. FC Nürnberg – SC Freiburg 0:5
Stuttgarter Kickers – SpVgg Greuther Fürth 3:4
Borussia M'gladbach – Slavia Prag 1:2
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