publiziert: 13.06.2011 18:03 Uhr
aktualisiert: 13.06.2011 19:07 Uhr
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Waldbüttelbrunn verzichtet auf einen Vorteil

Handball-D-Jugend spielt mit einem Akteur weniger und verliert knapp

Ein Tor trennte am Ende die beiden Rivalen. Mit 19:18 siegte die Handball-D-Jugend des TSV Partenstein gegen die DJK Waldbüttelbrunn im Spiel der Bezirksliga Südwest. Ein Resultat, das sicher anders ausgefallen wäre, hätten die Waldbüttelbrunner Nachwuchs-Handballer nicht auch noch dann auf freiwillig auf einen Akteur verzichtet, als die Partie längst schon auf Messers Schneide stand.

Mit lediglich fünf Akteuren war Partenstein nämlich angetreten. Zwei Spieler fehlten zu einem vollständigen Team. Da ging es den Waldbüttelbrunnern schon vergleichsweise gut. „Ich hatte zehn Feldspieler zur Verfügung“, erzählt DJK-Trainer Wolfgang Rieger, der sich spontan und unaufgefordert entschied, sein Team statt zu siebt lediglich zu sechst spielen zu lassen. An sich schon ein fairer Zug gegenüber den dezimierten Partensteinern. „Wir hatten aber trotzdem immer noch einen Akteur mehr auf dem Feld“, räumt Rieger ein, der das Spiel zu sechst als besondere Übungseinheit für sein Team verstand.

Wirklich bemerkenswert ist das Verhalten der Waldbüttelbrunner in der Schlussphase. Da nämlich holten die Rieger-Schützlinge gegen die lange deutlich in Führung liegenden Partensteiner Tor um Tor auf. Doch auch als sich für die Waldbüttelbrunner die Möglichkeit ergab, das Spiel noch zu wenden, verzichtete Rieger darauf, für die Schlusssekunden einen siebten Akteur aufs Feld zu schicken. „Zugegeben: Natürlich denkt man als Trainer – wenn das Spiel dann so knapp ist – mal einen kurzen Augenblick darüber nach. Aber ich habe diesen Gedanken schnell wieder verworfen. Das wäre in dieser Situation einfach unfair gewesen. Und für meine Mannschaft auch kein gutes Vorbild“, erzählt Trainer Rieger.

Fair ist mehr

Die Aktion ist eine ständige Einrichtung Ihrer Zeitung und wird unterstützt vom Bayerischen Landessportverband. Schirmherr der Aktion ist der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds Thomas Bach. Eine Jury berwertet alljährlich alle veröffentlichten Aktionen und zeichnet die Sieger aus. Um den Blick und das Gefühl für Fairness zu stärken, hat Ihre Zeitung die Aktion "Fair ist mehr" ins Leben gerufen. Die Rechtsanwaltskanzlei "Bendel & Partner" tritt als Sponsor auf und hat Preisgelder für die Gewinner ausgelobt. Der Sieger erhält als Anerkennung für seine Fairness 2000 Euro Preisgeld. Der Zweitplatzierte erhält 1000 Euro, für den Drittplatzierten gibt es 500 Euro.

Faire Gesten melden Sie bitte an: Sportredaktion Main-Post Berner Straße 2 97 084 Würzburg Tel. (09 31) 60 01 - 237 Fax: (09 31) 60 01 - 368 E-Mail: red@mainpost.de

Von unserem Redaktionsmitglied Frank Kranewitter
    
    

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