publiziert: 30.01.2011 12:25 Uhr
aktualisiert: 30.01.2011 15:38 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text WASSERBALL: Bundesliga
Würzburger Musketiere halten Weiden in Schach

SV-05-Wasserballer gewinnen das schön anzusehende bayerische Bundesliga-Duell.
  • Einer für alle, alle für einen: Mario Ringelmann und seine Teamkollegen vom SV 05 mussten sich gegen Weiden mächtig strecken, um die zwei Punkte einzufahren.
    Foto: Jörg Rieger
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Wasserball

Bundesliga Gruppe A Männer

SGW Hannover – SSV Esslingen 9:6  
WF Spandau – SC Wedding 23:6  
SV Würzburg 05 – SV Weiden 10:8  

1. (2.) WF Spandau 9 8 0 1 142 : 52 16 : 2  
2. (1.) ASC Duisburg 8 8 0 0 118 : 56 16 : 0  
3. (4.) SV Würzburg 05 8 5 0 3 68 : 77 10 : 6  
4. (3.) SGW Hannover 9 5 0 4 77 : 73 10 : 8  
5. (5.) SC Wedding 9 4 0 5 85 : 100 8 : 10  
6. (6.) SV Weiden 8 2 0 6 63 : 85 4 : 12  
7. (7.) SSV Esslingen 9 2 0 7 76 : 103 4 : 14  
8. (8.) Bay. Uerdingen 8 0 0 8 46 : 129 0 : 16  

SV Würzburg 05 – SV Weiden 10:8 (1:2, 4:1, 1:3, 4:2)

Einer für alle, alle für einen. Das Motto der drei Musketiere sollte auch jedem Sportler ein Begriff sein. Als der Würzburger Wasserballer Mario Ringelmann in einer Auszeit seine Hände auf die der Teamkollegen vom SV 05 legte, konnte er noch nicht ahnen, dass ihm im letzten Viertel der vielleicht wichtigste Treffer des bayerischen Vergleichs gegen den SV Weiden gelingen sollte. Kurz vor Ende des dritten Abschnitts hatte SV-05-Trainer Jürgen Helmschrott das Spiel unterbrochen und seine weiße Kappen tragende Mannschaft um sich versammelt. Ein letztes Kräfte- und Gedankensammeln, ehe die Werbeveranstaltung für den Wasserball im Wolfgang-Adami-Bad dem Höhepunkt zusteuerte. „Ein schöneres Spiel hätte man sich nicht wünschen können. Das Niveau war in fast jeder Phase hoch“, sagte Gäste-Trainer Irek Luczak, dessen Team wie bislang in jedem Pflichtspiel gegen Würzburg unterlegen war und dadurch den Kontakt zu seinem samstäglichen Kontrahenten in der Hauptgruppe verlor.

Nur mit den beiden Schiedsrichtern wollte Luczak nicht so recht auf das unterhaltsame und einzige bayerische Duell in der Wasserball-Bundesliga anstoßen. Gleich vier Hinausstellungen mussten seine Weidener im letzten Viertel hinnehmen, davon die Hälfte nach missglückten Offensivversuchen, in denen „sich meine Stürmer plötzlich verteidigen mussten.“ Eine dieser Würzburger Überzahl-Situationen nutzte Musketier Ringelmann, eines der jüngsten im SV-05-Kader, zur 9:7-Führung. Ein weiterer Treffer von Dominik Fries durchbrach den Bann der von zahlreichen mitgereisten Fans angestachelten Weidener.

„Wir haben heute sehr ruhig und konzentriert gespielt. Das war wohl der Schlüssel zum Erfolg“, sagte ein zufriedener Helmschrott, der auch dem verhaltenen Beginn seiner Wasserballer positives abgewinnen konnte: „Die Weidener leben von ihren Emotionen. Von dieser Hektik haben wir uns in einem Vorbereitungsspiel anstecken lassen und wurden anschließend auf bittere Weise ausgekontert.“ Als „Lotterie“ hatte Helmschrott deshalb allzu forsche Ballstafetten gegen diesen Gegner in Erinnerung. „Entweder man macht nach einem Angriff vorne das Tor oder fängt sich sofort im Gegenzug einen Gegentreffer. Genau das wollten wir diesmal vermeiden.“

Das zaghafte Anrennen funktionierte vor allem im zweiten und letzten Viertel, als die Würzburger angetrieben von einem stark aufspielenden Center Julian Fleck (3 Tore) je viermal erfolgreich waren. Durch den hart umkämpften 10:8-Sieg im Nachholspiel rücken sie als Belohnung auf den dritten Platz vor. „Jetzt wollen wir unter die ersten Vier, um uns für das internationale Geschäft zu qualifizieren“, so Helmschrott. Über Weiden nach Europa – wenn das mal keine schönen Aussichten sind . . .

Spielfilm, 1. V.: 0:1 Kick, 1:1 Urkiaga, 1:2 Schäfer. 2. V.: 2:2 Fleck, 3:2 Fleck, 4:2 Müller, 5:2 Stier. 3. V.: 5:3 Waller, 5:4 King, 6:4 Stier, 6:5 Kick, 6:6 Bronold. 4. V.: 7:6 Müller, 8:6 Fleck, 8:7 Dogdu, 9:7 Ringelmann, 10:7 Fries, 10:8 Kick. Schiedsrichter: Sonnenfeld, Ahlers (Hannover, Hude). Zuschauer: 250.

Von unserem Mitarbeiter Jörg Rieger
    
    

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