publiziert: 10.05.2011 15:25 Uhr
aktualisiert: 10.05.2011 15:30 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Wasserball: Bundesliga
Würzburger Wasserballer wollen auf die europäische Bühne

Die Nullfünfer starten im heimischen Wolfgang-Adami-Bad in die Serie um Platz drei gegen WaSpo Hannover
  • SV-05-Coach Jürgen Helmschrott. Foto: Uwe Beck
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Wasserball

Bundesliga Männer, Spiel um Platz drei, 1. Spiel
SV Würzburg 05 – WaSpo Hannover
(Mittwoch, 20 Uhr, Wolfgang-Adami-Bad)

Die Wasserballer des SV Würzburg 05 wollen nach Europa. Mit einem Sieg in der „best-of-three“-Serie um Platz drei könnte das Team von Trainer Jürgen Helmschrott nicht nur die erfolgreichste Bundesligaplatzierung seit über 13 Jahren erreichen, sondern hätte auch die Qualifikation für den LEN-Cupwettbewerb (vergleichbar mit der Euro-League im Fußball) in der Tasche. Voraussetzung dafür aber dürfte ein Heimsieg in Spiel eins an diesem Mittwochabend sein. Mit WaSpo Hannover wartet allerdings ein schwerer Brocken, gegen den es in der regulären Saison bereits zwei Niederlagen gab, auf den SV 05.

„Es ist ein besonderes Spiel, keine Frage“, sagt Helmschrott vor dem ersten Duell beider Teams. Und nach einem kurzen Moment schiebt er nach: „Es ist sogar der Saisonhöhepunkt.“ Auch wenn auf die Nullfünfer in knapp zwei Wochen noch das Final-Four-Endturnier um den deutschen Pokal ansteht. „Aber da waren wir in den letzten Jahren so oft dabei. Eine Medaille in der Liga, das wäre schon etwas ganz anderes, etwas Außergewöhnliches.“ Als dies in Würzburg zuletzt gelang, da war Helmschrott noch Spieler. Mitte, Ende der 90er Jahre war das. Zuletzt standen die Würzburger 1998 im „kleinen deutschen Finale“, verloren dort aber gegen den SV Cannstatt, nachdem sie in den Jahren zuvor dreimal Dritter geworden waren.

„1998 hat uns das Spiel nicht so richtig interessiert. Einige aus der Klassemannschaft hatten schon aufgehört, auch wenn etwa Alex Chigir noch im Tor stand. Ich kann mich erinnern, dass die Luft irgendwie raus war.“ Das ist heute ganz anders. „Die Mauer“, wie der damals vielleicht weltbeste Torhüter genannt wurde, steht in diesem Jahr übrigens mit Spandau Berlin im Finale. Für seinen Ex-Teamkollegen Helmschrott ist das Spiel um Platz drei angesichts der Dominanz des Hauptstadtklubs und des ASC Duisburg, bereits das Optimum.

Die Verlockung ist groß

„Dass wir soweit gekommen sind, ist für mich als Trainer schon jetzt der größte Erfolg meiner Karriere. Aber Platz drei wäre natürlich noch Mal ein Sprung höher. Es ist eben ein großer Unterschied, ob du am Ende eine Medaille hast – oder nicht“, gesteht Helmschrott ein. Und die Verlockung Europa thront über allem. „Das ist schon eine tolle Erfahrung und Chance, auch wenn deutsche Teams international zuletzt wenig gerissen haben. Vielleicht haben wir ja sogar die erste Runde hier zu Hause.“ Die wird in Turnierform mit vier bis sechs Teams gespielt. „Das wäre auch für Nachwuchs noch ein zusätzlicher Ansporn und würde Würzburg als Adresse im deutschen Wasserball wieder attraktiver machen“, blickt Helmschrott voraus und verrät: „In den letzten Wochen haben mich schon einige Spieler von sich aus angerufen und gefragt, ob sie bei uns spielen können.

Entschieden ist freilich noch nichts. Alle Konzentration gilt derzeit nur dem Duell um Platz drei. Für das hofft Helmschrott, der noch um den Einsatz von Center Inaki Urkiaga (Rückenprobleme) bangen muss, nicht zuletzt auf die Unterstützung der Zuschauer. „Ein Heimsieg ist die Basis für den möglichen Erfolg. Es wird sicher ein enges Spiel, aber wir können es gewinnen, wenn alles passt.“ Und dann könnte Würzburg endgültig wieder zu einer der besten Adressen im nationalen Wasserball werden.

Von unserem Mitarbeiter Kai Dunkel
    
    

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