s.Oliver Baskets Würzburg

aktualisiert: 03.02.2012 21:53 Uhr
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Basketball: Bundesliga
Eine positive Zwischenbilanz von Klub und Liga
Zum Auftakt der Würzburger „Heimspiel-Wochen“ in der Basketball-Bundesliga ist Phoenix Hagen zu Gast beim Team von John Patrick
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Spielt er, oder spielt er nicht, das ist hier die Frage: Noch ist offen, ob Ricky Harris zum Heimspiel gegen Hagen ins Team der s. Oliver Baskets zurückkehrt. Zwischen ihm und Neuzugang Jermaine Bucknor muss sich Trainer John Patrick nach dem Abschlusstraining am Samstagvormittag entscheiden.Foto: Fabian Frühwirth
Februar ist Zeugnis-Monat: Nicht nur bei Schülern wird da zum Halbjahr ein erste Bilanz gezogen. Auch die Basketball-Bundesliga (BBL) hat dies vor dem dritten Spieltag der Rückrunde auf ihrer Internet-Seite (www.beko-bbl.de) getan. Statt der üblichen Noten von eins bis sechs hat die BBL fünf eigene Zensuren festgelegt. Aufsteiger s. Oliver Baskets (6. Platz/22:16 Punkte) erscheint als einer von nur vier Klubs der 18er-Liga – die anderen drei sind Meister und Spitzenreiter Bamberg, der Überraschungszweite Ulm sowie die auch international erfolgreichen Artland Dragons aus Quakenbrück – in der besten Wertungsklasse. Deren salopper Titel: „Uns scheint die Sonne aus dem Hintern.“
Baskets-Geschäftsführer Steffen Liebler entlockt diese Kategorisierung ein Schmunzeln, wenngleich er die Einschätzung unter sportlichen Gesichtspunkten vollauf teilt: „Diesbezüglich trifft sie sicher hundertprozentig auf uns zu. Wir stehen auf dem sechsten Platz, damit viel besser als im Vorfeld der Saison erwartet. Wir dürfen sogar mit einem Auge in Richtung der Play-off-Runde schielen.“ Neben der Tatsache, dass bislang sämtliche zehn Heimspiele bereits schon im Vorverkauf ausverkauft waren, bleibt dem 27-Jährigen vor allem der 84:65-Coup gegen Vize-Meister ALBA Berlin gleich zu Beginn des Jahres 2012 haften. „Das war sicher der bisherige Höhepunkt und unsere beste Saisonleistung. Mit 19 Punkten Differenz gegen so ein starkes Team zu gewinnen ist eine Sensation für Würzburg“, schwärmt Liebler. Die Erinnerungen an zwei Auswärtspartien würde er hingegen nur allzu gerne löschen: „In Bremerhaven haben wir eine 17-Punkte-Führung noch verschenkt. Und in Hagen haben wir einfach schlecht gespielt.“
Alles in allem aber dürfen Würzburgs Erstliga-Korbjäger angesichts des bisherigen Saisonverlaufs ein zufriedenes Grinsen verbreiten, und die Spielplan-Ansetzung für die kommenden Aufgaben könnte das Strahlen sogar noch verstärken: Vier der nächsten fünf Partien finden in der heimischen s. Oliver Arena statt, zum Auftakt der „Heimspiel-Wochen“ gastiert Phoenix Hagen (15./4:24) an diesem Samstag um 19 Uhr in der abermals rappelvollen Halle. „Dieser Monat wird zeigen, ob wir realistische Play-off-Chancen haben. Mit vier Siegen wären wir auf einem guten Weg“, sagt Baskets-Chefrainer John Patrick.
Ein Sieg gegen die Westfalen – Liga-Arbeitszeugnis Kategorie 3, „Wir sehen uns als Wechselspiel von Licht und Schatten“ – ist da fast schon Pflicht. „Wir müssen unsere Heimspiele gewinnen, denn auswärts kommen die Kracher mit Bayern, Berlin, Bamberg und Ulm in der Endphase der Hauptrunde“, weiß auch Liebler.
Aus dem Hinspiel in Hagen haben die Baskets (siehe oben!) noch eine Rechnung offen. Dort unterlagen die Würzburger durch einen Dreier wenige Sekunden vor Schluss mit 70:73. „Wir haben vor allem auf den großen Positionen nicht gut ausgehen, da hat uns Hagen dominiert“, erinnert sich Patrick. Dieses Mal erwartet der Sportdirektor und Trainer nicht nur von seinen langen Leuten eine Steigerung, auch im Angriffsspiel fordert der 43-Jährige ein selbstbewussteres Auftreten seiner Schützlinge als beim letzten, offensiv arg mauen Heimauftritt gegen Frankfurt (51:56): „Keiner der Jungs braucht sich auf dem Feld zu verstecken. Gegen Hagen müssen wir mehr punkten.“
Schlimmstenfalls droht dem Aufsteiger das Abrutschen in Kategorie 2, doch auch damit könnten die Baskets notfalls sicher gut auskommen. Denn diese lautet: „Unser Leben ist schön.“
s. Oliver Baskets – Phoenix Hagen (Samstag, 19 Uhr)
Ein Platz im Zwölfer-Kader der s Oliver Baskets ist für das Heimspiel in der s. Oliver Arena gegen Hagen noch unbesetzt. Denn offen ist, ob Neuzugang Jermaine Bucknor sein Debüt vor eigenem Anhang feiern wird oder der zuletzt angeschlagene Ricky Harris wieder ins Team zurückkehrt. Das Abschlusstraining an diesem Samstagvormittag soll letzte Aufschlüsse geben. „Ricky ist fast wieder bei 100 Prozent. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen“, sagt Baskets-Trainer John Patrick.
ONLINE-TIPP
Vom Heimspiel der s. Oliver Baskets gegen Hagen berichten wir wie gewohnt wieder per Live-Ticker im Internet. Bereits jetzt gibt es dort alles Wissenswerte rund um die Partie zu lesen:
Hier geht's zum Live-Ticker
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