aktualisiert: 21.06.2011 18:40 Uhr
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Einwurf: Eine Frage des Vertrauens
Vertrauen ist das (Un-)Wort dieser Tage beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Der Herr Löw hat's Michael Ballack genommen, der Herr Zwanziger hat's Silvia Neid gegeben. Und zwar lange, bevor sie selbst die Vertrauensfrage hätte stellen können. Fünf Tage vor Beginn der Frauenfußball-WM in Deutschland gab der DFB bekannt, dass er den Vertrag mit der Trainerin der Nationalmannschaft vorzeitig um drei Jahre bis 2016 verlängert. Damit, so betonte Präsident Theo Zwanziger, will er „ihr und dem gesamten Team vor der WM noch einmal signalisieren, dass wir hundertprozentig von der Bundestrainerin überzeugt sind und uns auch in Zukunft keine bessere vorstellen können“.
Silvia Neid selbst sagte nach der Bekanntgabe der Vertragsverlängerung, dass es für sie „nichts Schöneres gibt, als Bundestrainerin zu sein“. Sie wisse das blinde Vertrauen, das man unabhängig vom Abschneiden ihres Teams bei der WM in ihre Arbeit setzt, „sehr zu schätzen“. Der Vorschuss zeigt zugleich, wie viel Vertrauen die Fußballbosse auch in die Mission Titelverteidigung haben. Und vielleicht hoffen sie nach dem merkwürdigen Misstrauensvotum gegen Ex-Männer-Kapitän Michael Ballack dadurch auch, in der Öffentlichkeit wieder vertrauenswürdiger dazustehen.

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