Einwurf (Kolumnen)
EINWURF
Wie Blatter bis 2015 Boss bleibt
Zum 70. Geburtstag im Jahr 2006 sang der Fußball-Weltverband FIFA seinem Chef Joseph Blatter ein Loblied sondergleichen. Blatter, so stand damals in der FIFA-Hauspostille zu lesen, gebiete über ein Reich, in dem die Sonne niemals untergehe. Das Imperium des Fußballs sei weltumspannender als das größte Reich, das je von einem Heerführer erobert wurde. Der Geburtstagsgruß schloss mit einem Gedicht des Griechen Pindaros: „Es sei dir noch lange vergönnt, auf solchen Höhen zu wandeln.“ »mehr
Einwurf: Blödsinniges aus dem Internet
Nun, rund ums Profifußballgeschäft gibt es ja nichts, was es nicht gibt. Und doch entlockt einem eine zufällige Entdeckung auf der Internetseite des Fernsehsenders Eurosport (http://de.eurosport.yahoo.com) zumindest ein Kopfschütteln: Da gibt es ernsthaft einen Liveticker für Spielertransfers. Kleine Kostprobe? »mehr
EINWURF
Es lebe der Sport!
Eigentlich schaue ich mir schon lange nicht mehr Skispringen an: Es macht wenig Laune, diese Österreicher ständig siegen zu sehen. »mehr
Einwurf: Die Sünden der Vergangenheit
Einwurf Vor einem Jahrzehnt, da war Skispringen bekanntlich eine höchst emotionale Angelegenheit hierzulande. Die Schanzen-Heroen Sven Hannawald und Martin Schmitt eroberten die Herzen im Sturm. »mehrEinwurf: Überzüchteter Spitzensport
Einwurf Wenn all das, was wir uns dieser Tage locker ungläubig wünschen und vorsingen, doch zumindest ein bisschen wahr wäre oder wahr würde. An irgendetwas zu glauben aber fällt um so schwerer, je mehr man weiß. »mehrEinwurf: Der Mann auf Dirks Poster
Es ist ein Wert, der eine konstante Leistung belegt – eine Leistung, die mit zum Besten gehört, was jemals ein deutscher Profisportler erbracht hat: Mit nunmehr 21 791 Zählern gehört Dirk Nowitzki zu den 25 Top-Werfern der Basketball- Geschichte nicht nur in den Staaten, wo er in der Profiliga NBA spielt, sondern weltweit. Denn die NBA ist das Maß aller Dinge der Basketball-Welt. Daher auch von dieser Stelle: herzlichen Glückwunsch! »mehr
EINWURF
Silvio und seine Skandalnudel
Gleich und gleich gesellt sich gern, sagt ein Sprichwort. Will heißen, dass Menschen mit ähnlichen Interessen häufig zueinander finden. Ein Beispiel dafür, dass dieses Sprichwort nicht verkehrt ist, finden wir derzeit in Italien. Da hat nämlich der Fußballprofi Antonio Cassano den Verein gewechselt – von Sampdoria Genua zum AC Mailand. »mehr
Einwurf: Diese Liga macht nicht müde
Er werde sich jetzt eine Woche Auszeit vom Fußball nehmen, hat der Mainzer Trainer Thomas Tuchel nach dem 4:2-Sieg auf St. Pauli versprochen, das tue seiner Familie gut und ihm auch. Klar, Weihnachten steht vor der Tür und da will sich Tuchel um die Päckchen unterm Baum kümmern, wenngleich zehn seiner Erstliga-Kollegen mit ihren Mannschaften noch im Pokal-Achtelfinale bestehen müssen. Das hätte es wahrlich nicht mehr gebraucht, aber die übliche Fußball-Müdigkeit zum Jahresende, die verspürt nach dieser enorm unterhaltsamen Vorrunde kaum einer. Neue Klubs an der Tabellenspitze, attraktiver Offensivfußball, erfolgreicher Jugendstil auf breiter Ebene – die Bundesliga hat sich runderneuert wie seit Jahren nicht mehr. »mehrEinwurf: Die Notbremse an Weihnachten
Der VfB Stuttgart zieht also die „Notbremse“. Da haben sich die Fans noch nicht mal an den Namen des Zwischendrin-Trainers – Wie–hieß-er-doch-gleich-wieder? – Jens Keller gewöhnt, muss er auch schon wieder gehen. Na ja, so ist das Geschäft nun mal: Kein Erfolg, kein Vertrag. Schade, hatten sich die Schwaben doch so viel ausgerechnet, nachdem sie zuvor mit Markus Babbel und Christian Gross zwei prominente Fußball-Lehrer zum pausieren geschickt hatten, um mit einem „unverbrauchten, dem VfB Stuttgart ja so tief verbundenen Unbekannten“ in Mainzer Manier die Bundesliga aufzumischen. Bei Thomas Tuchel in Mainz hat das ja auch geklappt. Bei den Schwaben nicht, und deshalb ziehen sie den vierten Trainer innerhalb eines Jahres aus der Lostrommel. »mehrEinwurf: Bamberg verfehlt das neue Ziel
Auf ihrer Homepage haben die Brose Baskets gestern Möglichkeiten vorgerechnet, wie sie die Runde der letzten 16 in der Euroleague doch noch erreichen könnten. Pflichtprogramm, mehr nicht. Der Traum, sich zum zweiten Mal nach 2006 unter die besten Mannschaften Europas zu schieben, ist mit der Niederlage in Charleroi geplatzt. Nach der knappen Bamberger Halbzeitführung gelang den Belgiern ein vorentscheidender 14:0-Lauf, während Bambergs Dreh- und Angelpunkt Predrag Suput draußen saß. Trainer Chris Fleming wollte ihn nach dem dritten Foul vor dem frühzeitigen Ausschluss schützen. Als Suput wieder aufs Feld kam, war alles gelaufen. »mehr
EINWURF
Ein Foul ohne Einsicht
Ein wenig Schock, eine Portion Mitleid, eine freundlich formulierte Entschuldigung. Dann den Mund abputzen und nächste Woche weitertreten. Das brutale Foul – und da ist das Wort brutal noch untertrieben – von Union Berlins Berufsfußballer Macchambes Younga-Mouhani am Montagabend an seinem Kollegen Matias Concha aus Bochum war eines der bösartigsten Fehltritte, die ich mir in den letzten Jahren ansehen musste. „Das ist Sport, einer von uns Beiden wollte an den Ball kommen“, erklärte der 36-jährige Profi, nachdem sein Widerpart längst im Krankenhaus auf eine Operation warten musste. Nein, das war kein Sport. Ja, einer wollte an den Ball kommen, Younga-Mouhani war es nicht. Auch wenn dessen Trainer beschwichtigte: „Absicht zu unterstellen, wäre nicht fair.“ Jeder Fußballspieler, der zumindest so feinmotorisch begabt ist, einen Fußball von einem gegnerischen Bein zu unterscheiden, dürfte auch dem Trainer widersprechen. Denn dieses Foul – das sahen die Fernsehzuschauer live und hernach in Zeitlupe – hatte mit einem Kampf um den Ball nicht das geringste zu tun. Es ist natürlich nicht zu beweisen und demnach auch nicht zu unterstellen, dass der Berliner den Bochumer wissentlich so schwer verletzten wollte, dass Schien- und Wadenbein zerbrachen, aber so zu tun, als wäre der Zusammenprall nur unglücklich geendet, ist pure Heuchelei. »mehr
Einwurf: Es gibt kein Bier in Katar
Es werden ihn selbst die Nachbarn drei Straßen weiter gehört haben, den freudigen Juchzer meiner Lebensgefährtin. Soeben hat sie erfahren, dass ich 2022 zu Hause bleiben werde, wenn in Katar um die Fußballweltmeisterschaft gespielt wird. Nicht mal im Fernsehen wolle ich das anschauen, hab' ich ihr gerade gesagt. Frauen sind manchmal doch sehr einfach zu beeindrucken. »mehrEinwurf: Polizeieinsatz im Bayern-Fanblock
Mark van Bommel ist zurückgekehrt, Franck Ribéry auch. Personell ähnelt der FC Bayern bald wieder jener Elf, die im Frühjahr 2010 Traumfußball gezeigt und zwei Titel gewonnen hatte. Doch von ihrer Hochform ist die Mannschaft weit entfernt. Die Gründe sind vielfältig: Verletzungen und die strapaziöse WM ließen die Münchner holprig in die Saison starten. Dazu hat Trainer Louis van Gaal durch seine Personalführung im Kasernenhofton die Motivation der Aussortierten auf den Nullpunkt gefahren. »mehr
EINWURF
Geißböcke und ihr Sündenbock
Die Zeit war reif, ach was, sie war überreif, dass sich der 1. FC Köln von Manager Michael Meier getrennt hat. Was sich seit Wochen wie ein Kaugummi durch die Medien zog, ist am Montag vollzogen worden: Meiers Rauswurf. Die Kritik, in den fünf Jahren seiner Amtszeit keine schlagkräftige Mannschaft zusammengestellt zu haben, hat der 61-jährige Diplom-Kaufmann allerdings nicht als Alleinstellungsmerkmal in der Fußball-Bundesliga. Da liest sich der Vorwurf schon gravierender, dass er in diesem Zeitraum einen schier unglaublichen Schuldenberg von über 24 Millionen Euro angehäuft haben soll. Wenn Meier auch in dieser Hinsicht nicht als Alleinverantwortlicher angesehen werden kann, hat die Vereinsführung um Präsident Wolfgang Overath nun einen Grund für die Entlassung gefunden. »mehr
(1)
Einwurf: Süßer die Kassen nie klingeln
Es hatte schon etwas Vorweihnachtliches, was es da am Dienstagabend in der Schalker Arena zu bewundern gab. Die Profis in Königsblau beschenkten ihren zuletzt doch wenig verwöhnten Anhang mit gutem Fußball und einem 3:0-Sieg im Champions-League-Gruppenspiel gegen Olympique Lyon. Und weil gleichzeitig elf Kicker aus dem Heiligen Land ihre Gäste aus Lissabon bezwangen, durften die Schalker mit ihren zum Teil verzückt wirkenden Fans bereits vorzeitig das Weiterkommen in der Königsklasse feiern, auch wenn sich in selbiger zum Beginn des Achtelfinales anstatt drei immerhin noch 16 potenzielle Monarchen tummeln werden. »mehr
Einwurf: Traumsaison für Bayern-Hasser
Durch Fußball-Deutschland verläuft seit jeher ein tiefer Graben. Auf der einen Seite die Fans des deutschen Rekordmeisters, für die der FC Bayern München ohne Wenn und Aber die Nummer eins ist. Auf der anderen Seite die Bayern-Hasser, die den FC Bayern gerne als Verein der „Großkopferten“ abstempeln und ihm eine „Mia san mia und dann kommt lange nichts“-Mentalität vorwerfen. Zwei unversöhnliche Fraktionen, die überall da, wo über Fußball geredet wird, bestens für stundenlange hitzige Diskussionen gerüstet sind. »mehrChampions League?
Heute Abend spielen sie wieder um Millionen Euro, um unsere Gunst und um einen weiteren Startplatz: Unsere „Champions“ Schalke 04 und Werder Bremen kicken – nach dem amtierenden deutschen Titelträger FC Bayern München – in der Meisterklasse des Fußballs. Und wenn sie brav gewinnen, dann darf vielleicht schon im nächsten Jahr ein vierter deutscher Verein in der so genannten Königsklasse mitspielen. Wir Fußballfreunde wissen natürlich, dass die Champions League zu einer reinen Gelddruckmaschine geworden ist, in der lange nicht mehr nur die Meister spielen, sondern die Zweiten, Dritten und womöglich auch die Vierten einer Liga. Nicht etwa, weil sie so gut sind, sondern weil eine Interessengemeinschaft von reichen Vereinen, reichen Verbänden und reichen Sponsoren dem sportlichen Wert weniger Stellenwert einräumen als dem finanziellen. »mehrEin Deutscher als Tennis-Zaungast
Der König des Tennis-Jahres ist längst gekürt, unabhängig davon, ob er auch noch das bis Sonntag laufende ATP-Finalturnier der acht Saisonbesten in London für sich entscheidet. Rafael Nadal hat 2010 die Grand Slams von Paris, Wimbledon und New York gewonnen und seine Rückkehr auf den Tennisthron zum Triumphzug gestaltet. Seit die Knie des 24-jährigen Mallorquiners wieder halten, ist er die unangefochtene Nummer eins. Dauer-Rivale Roger Federer, der nach dem Sieg in Melbourne ein für seine Verhältnisse schwaches Jahr hatte, hat respektablen Punkte-Rückstand auf den Spanier. »mehrEin Dreigestirn erster Güte
Das kleine Mainfranken spielt im deutschen Sport weiter eine große Rolle. Mit IOC-Vize und DOSB-Präsident Thomas Bach an der Spitze sowie dem im Amt bestätigten Ruder-Boss Siegfried Kaidel und Sporthilfe-Geschäftsführer Michael Ilgner stellt die Region ein Funktionärs-Dreigestirn erster Güte. »mehrDie Hoffnung stirbt – zuletzt
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Von wem stammt das das Zitat eigentlich? In keinem meiner Bücher, ja nicht mal im Internet steht der offizielle Verfasser. Es könnte, weil es schon ziemlich lange in Gebrauch ist, zum Beispiel von Louis van Gaal stammen. Denn der Trainer des FC Bayern München glaubt nach wie vor daran, dass seine Mannschaft in dieser Saison noch deutscher Meister wird. Selbst ein knackiger 14-Punkte-Rückstand auf Borussia Dortmund lässt beim holländischen Erfolgscoach die Hoffnungen auf den Titel nicht sterben. »mehrAnzeige
Aktion "Fair ist mehr"
Melden Sie Ihren Favoriten
Wer ist für Sie preisverdächtig? Geben Sie Tipps und lesen Sie alles über unsere Aktion. »mehr

Wetter












