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s.Oliver Baskets: Das Ende einer genialen Saison

Ratiopharm Ulm gewann im Halbfinale in der Best-of-Five-Serie auch die dritte Partie gegen die s.Oliver Baskets Würzburg - die trotzdem stolz auf das Erreichte sind.
Danke Fans! – Die s. Oliver Baskets bedankten sich nach dem Halbfinal-Aus in Ulm bei den Würzburger Anhängern für die to... Foto: Silvia Gralla

Nun also der 27. Mai anstelle des 28. April. Dass für die s. Oliver Baskets die Premieren-Saison in der Basketball-Bundesliga (BBL) bei ratiopharm Ulm ihr Ende finden würde, war eigentlich ausgemachte Sache. Am 34. Spieltag der regulären Saison gastierten die Würzburger bei den Schwaben, und wohl nur kühnste Optimisten hätten zu Saisonbeginn zu prognostizieren gewagt, dass dies nicht auch ihre Abschiedsvorstellung vor der Sommerpause sein würde.

80:88-Niederlage

Play-offs um die deutsche Meisterschaft? „Unser ernsthaftes Ziel als Aufsteiger war der Klassenerhalt“, betonte Baskets-Cheftrainer John Patrick noch einmal, auch um das Geleistete der letzten Wochen und Monate zu unterstreichen: Am Ende ihres ersten BBL-Jahres stehen die Würzburger auf Platz sechs nach der Hauptrunde, werfen in der ersten Play-off-Runde sensationell Ex-Serienmeister ALBA Berlin mit 3:1-Siegen aus dem Wettbewerb.



Erst am Pfingstsonntagabend um 20.47 Uhr in der mit 6000 Zuschauern ausverkauften ratiopharm arena in Ulm findet der fabelhafte Weg der Baskets im Oberhaus der deutschen Korbjäger-Elite ein jähes Ende. Das 80:88 (30:40) nach abermals aufopferungsvollem Kampf war im dritten Play-off-Halbfinalspiel die dritte Niederlage gegen den Hauptrunden-Zweiten, der damit im Finale Meister Bamberg herausfordert. „Es waren tolle und wie ich finde sehr faire Halbfinal-Spiele. Die Fans beider Klubs haben schönen Sport gesehen und drei Basketball-Feste feiern dürfen. Mein Kompliment an John und Würzburg. Das 3:0 in der Endabrechnung spiegelt nicht einmal im Ansatz wider, wie knapp die Serie war“, zollte Ulm-Cheftrainer Thorsten Leibenath der Gäste-Leistung großen Respekt. „Es war das erwartete Duell zweier Mannschaften auf Augenhöhe“, resümierte denn auch Ulm-Spielmacher und Nationalspieler Per Günther.

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Tatsächlich, und das ist zweifellos die Geschichte dieser Serie, waren die Würzburger auch in diesem dritten Duell binnen sieben Tagen über weite Strecken gleichwertig – um am Ende erneut in den entscheidenden Phasen der Ulmer Kaltschnäuzigkeit nichts entgegensetzen zu können. Wie in den ersten beiden Semifinal-Begegnungen lagen die Baskets auch dieses Mal deutlich hinten, 26:40 stand es wenige Sekunden vor der Halbzeit-Pause.

Doch trotz dieser Bürde und des 0:2-Gesamtstandes packten die Baskets ein letztes Mal in dieser Spielzeit ihr Kämpferherz aus – und plötzlich auch eine bis dato vermisste Treffsicherheit aus der Distanz: Gleich sieben erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe rauschten im dritten Viertel durch den Ulmer Korb. Der letzte davon von Ben Jacobson – mit Ablauf der Viertel-Uhr – bescherte den Baskets gar eine 62:60-Führung vor dem Schluss-Abschnitt, die Jason Boone mit seinen einzigen Punkten der Partie von der Freiwurflinie gar auf 67:62 ausbaute. „Wir hatten die Ulmer genau da, wo wir sie haben wollten“, sagte Patrick. Es sollte aber erneut nicht reichen, auch weil der wieselflinke und auch von einer schmerzhaften Knieprellung nicht zu stoppende Per Günther nun zwölf seiner 13 Punkte erzielte. „Natürlich ist die Niederlage frustrierend, nachdem wir uns so zurückgekämpft haben. Aber Ulm spielt eine magische Saison“, sagte Patrick.

„Jetzt ruft Europa!“

Die erste Enttäuschung über das Saison-Aus wich bei den Verantwortlichen jedoch schnell dem Stolz und der Freude über das Erreichte. „Es war eine geniale Saison, einfach grandios. Besser geht's nicht“, sagte Baskets-Geschäftsführer Jochen Bähr mit einem zufriedenen Lächeln um die Lippen. „Halbfinale ist ein großartiges Ergebnis und Erlebnis für uns“, ergänzte Patrick ebenfalls zufrieden. Die abermals gut 300 mitgereisten Baskets-Anhänger sahen es genauso: Sie feierten ihre Lieblinge noch lange nach Spielende mindestens genauso frenetisch wie die Ulmer den Finaleinzug. Unterdessen entrollten die Spieler ein „Danke Fans!“-Plakat – und gaben gleich schon einmal die Richtung für die neue Saison vor: „Jetzt ruft Europa!“

Danke Baskets! – Auch im letzten Saisonspiel, dem Play-off-Aus in Ulm, war den Würzburgern die Unterstützung heimischer ...

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