aktualisiert: 26.04.2010 13:32 Uhr
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WÜRZBURG
Tausende schwitzten beim Residenz-Lauf
Matthias Ranninger fährt seit 22 Jahren das Führungsfahrzeug
Immer wenn am letzten Sonntag im April die Sonne lacht, purzeln beim Residenzlauf die Rekorde. Auch die 22. Auflage reihte sich da nahtlos ein: Über 4000 Kinder und Jugendliche und insgesamt 7029 gemeldete Residenzläufer waren am Sonntag dabei.
Würzburger Residenzlauf
Damit ging es um 10.45 Uhr los – noch ohne Matthias Ranninger. Der 51-Jährige ist seit dem allerersten Residenzlauf 1989 dabei und fährt seit 22 Jahren das Führungsfahrzeug, das den Läufern Weg und gelaufene Zeit anzeigt. „1989 sind wir auch noch bei den Bambini vorneweg gefahren. Inzwischen ist das zu gefährlich“, so Ranninger. Auf der kurzen Bambini-Strecke kommt die Spitze den Nachzüglern auf der Balthasar-Neumann-Promenade entgegen, da ist kein Platz für den weißen E-Klasse-Mercedes, den Ranninger gestern steuerte.
„Wir haben ein Rekordergebnis. Das ist absolut genial.“
Peter Müller-Reichart, Resi-Lauf Organisator
Nicht nur die Teilnehmerzahl, „auch die Anzahl der Helfer hat sich von Jahr zu Jahr gesteigert“, weiß Ranninger. Warum er nach 22 Jahren immer noch dabei ist? „Es macht einfach Spaß. Die meisten Leute hier sehe ich das ganze Jahr nicht, aber einmal im Jahr trifft man sich auf dem Residenzplatz.“ Am meisten Respekt hat er vor den Inline-Skatern, die mit einem Affenzahn hinter ihm herfahren. „Da muss ich oft ganz schön aufs Gaspedal drücken“, sagt Ranninger.
Beim Hauptlauf über zehn Kilometer – mit 1.949 gemeldeten Teilnehmern ebenfalls rekordverdächtig – konnte der 51-Jährige gestern wie immer nur zwei Runden vorneweg fahren: „Dann beginnen die Überrundungen, und es wird zu eng. Dann übernehmen die Radfahrer.“ Keine Probleme gibt es dagegen beim kleinen, aber feinen Feld beim „Lauf der Asse“. Da sorgte Ranninger vier Runden lang dafür, dass die afrikanischen Top-Athleten die Uhr im Blick hatten und die Ideallinie fanden.
Zwei Zahlen von gestern sind es, die den Residenzlauf in seiner 22-jährigen Geschichte gut beschreiben: Der jüngste Teilnehmer war gerade erst zweieinhalb Jahre, der älteste Residenzläufer 75 Jahre alt. Für Jeden und Jede ist seit 1989 der passende Lauf dabei, das ist neben der entspannten und familiären Atmosphäre das große Geheimnis des Residenzlaufs. Strecken zwischen 2,5 und zehn Kilometern gibt es für die großen Hobbyläufer und die Inline-Skater, und ein tolles Gemeinschaftserlebnis für die Jüngsten.
„Absolut genial“, sagte Organisationschef Peter Müller-Reichart, nachdem die neue Rekordteilnehmerzahl feststand und der Großteil des Programms unfallfrei über die Bühne gegangen war. Seine Erleichterung ist verständlich, schließlich ist es keine Kleinigkeit, über 4000 Kindergartenkinder und Schüler pünktlich an den Start ihrer jeweiligen Läufe zu bringen. Müller-Reicharts Fazit: „Wir verbessern uns ständig in der Logistik und Organisation. Wir sind noch nicht perfekt, aber es ist alles reibungslos gelaufen.“

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