publiziert: 03.02.2012 16:33 Uhr
aktualisiert: 07.02.2012 15:18 Uhr
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Bosse gibt Vollgas

Der Sänger bringt die Zuschauer in der Würzburger Posthalle zum Singen und Tanzen

Bosse ist ein netter Kerl. Er kündigt seine Vorband persönlich an – und macht dabei gleich Werbung für die Jungs von P:LOT aus Köln –, entschuldigt sich dafür, dass sein Konzert verschoben werden musste und bedankt sich bei den 500 Zuschauern am Donnerstag in der Würzburger Posthalle für ihr Kommen.

  • „Ab jetzt wird nur noch getanzt!“: Axel Bosse bei seinem Auftritt am Donnerstag in der Würzburger Posthalle.
    Foto: Silvia Gralla
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Doch Axel Bosse ist nicht nur ein sympathischer Typ, sondern auch ein guter Musiker. Kaum steht er mit seiner Band auf der Bühne, gibt er Vollgas. Der 31-Jährige singt, tanzt und springt in einem fort. Das überträgt sich auch auf die Zuschauer. Schon beim ersten Song „Metropole“ tobt das Publikum. „Wir tanzen jetzt eine Runde. Ich hab Bock zu tanzen“, ruft Bosse – und alle folgen seinem Aufruf.

Auch wenn der gebürtige Braunschweiger erst vor Kurzem seinen Durchbruch als Musiker feiern durfte, Bosse macht schon seit Jahren Musik. Das merkt man. Vor dem Publikum steht ein Profi, der genau weiß, wie man unterhält. Der 31-Jährige spricht seine Fans an, springt in die Menge, drückt den Besuchern das Mikro in die Hand und singt mit ihnen seinen Hit „Drei Millionen“. Und natürlich kennt jeder den Text – von der 20-jährigen Studentin bis zum 40-jährigen Sozialpädagogen.

    
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Bosse
Würzburg
02.02.2012
    

Auch bei Songs wie „Roboterbeine“, „Wartesaal“, „Frankfurt Oder“ oder „Weit weg“ bezieht Bosse seine Zuschauer immer wieder mit ein. Er lässt sie im Kanon singen und fordert sie auf zu tanzen. Wenn Musiker so etwas zu oft machen, kann das einem schon mal auf die Nerven gehen. Bei Bosse allerdings nicht. Man merkt schnell, dass da vorne einer steht, der großen Spaß daran hat, seine Fans zu unterhalten und sich auch wirklich für die Zuschauer interessiert.

Bosse erzählt von sich und seinen Liedern. Und so erfährt man, dass er mit 13 in Heather Nova verliebt war und für sie extra ein Duett geschrieben hat, dass er den Song „Wenn wir schlafen“ Erika aus dem Späti in Berlin gewidmet hat und „Die Irritierten“ ein Lied für seine drei Freunde aus seiner Heimatstadt ist. Und egal ob Bosse, erzählt, singt, tanzt oder seine Musiker wieder auf die Bühne holt, weil er Bock hat, das Lied noch mal zu singen – er wirkt dabei immer absolut authentisch und sympathisch.

Nach eineinhalb Stunden schweißtreibender Show bedankt sich Bosse mehrmals bei seinen Zuschauern für den schönen Abend. Und man kann tatsächlich nicht sagen, wer an diesem Abend mehr Spaß hatte: die beschwingt nach Hause gehenden Zuschauer oder der nette Kerl da oben auf der Bühne.

Von unserem Redaktionsmitglied Anita Schöppner
    
    

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