aktualisiert: 06.02.2012 16:37 Uhr
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Sekunde mal!
Nach dem Abi hatten ich und die meisten meiner Mitschüler keinen Plan, was wir machen sollten. Geplant hatten wir nur die After-Abi-Mallorca-Reise und erst mal zu chillen.
Doch bald hörten wir die Frage: „Und was willst du studieren?“ Tja, keine Ahnung! Ich habe mit Freunden lange diskutiert, ob es sinnvoller ist, etwas zu studieren, das einem Spaß macht oder ob es besser ist, ein Studium zu beginnen, das einen sicheren Job in Aussicht stellt. Schwierig, schwierig! Unsere Deutschlehrerin hat immer gesagt: „Studiert das, was euch wirklich Spaß macht.“ Und wir, die pessimistischen und zukunftsängstlichen Schüler, erklärten ihr, dass das früher vielleicht so war, heute sei es aber viel schwerer, einen guten Job zu bekommen. Es gibt eben einige Studiengänge, die meine Freunde und ich nur Hartz-IV-Studiengänge nennen. Trotzdem bedeutet ein Beruf mit guten Karrierechancen nicht automatisch, dass man damit glücklicher ist. Bevor man sich für einen Beruf entscheidet, sollte man sich also fragen: Steht für mich die Karriere im Vordergrund? Oder soll mein Beruf auch meine Berufung sein? Noch bin ich hin- und hergerissen. Aber ich weiß auch: Wenn ich in etwas gut sein will, muss es mir auch ein bisschen Spaß machen.

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