aktualisiert: 17.02.2012 15:59 Uhr
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Ein eiskalter Winter
Jetzt ist er da, der Winter in Bosnien und Herzegowina. Und zwar richtig! Hier in Brèko, wo es keine Berge gibt, liegt der Schnee mittlerweile mehr als eineinhalb Meter hoch.
Von Freunden aus Sarajevo habe ich erfahren, dass sie, sobald sie das Haus verlassen, bis zum Oberkörper im Schnee stehen. Der Schnee auf der Straße wird zwar ein bisschen weggeschoben, aber gestreut wird kaum. Deshalb ist nun in der ganzen Stadt, und auch in vielen anderen Städten des Landes, der Busverkehr eingestellt.
Im Moment fällt die Schule aus, da es für viele Kinder nicht möglich ist, zu kommen. Außerdem wird das Heizöl in den öffentlichen Gebäuden knapp. Den Schnee hier kann ich genießen, aber die Kälte hier in Brèko macht mir zu schaffen.
Jeden Abend muss ich daran denken, das Wasser aufzudrehen, damit die Rohre nicht über Nacht zufrieren. Vor kurzem waren es -28 Grad. Da die Häuser hier kaum isoliert sind, ist es oft schwer, die Räume warm zu halten. Ich schlafe nachts im Schlafsack und mit zwei Bettdecken zugedeckt. Und im Flur, wo ich gar nicht heizen kann, ist es normal, dass man den Atem sieht. Da hilft dann nur nach draußen gehen und den Schnee beim Schlittenfahren oder einer Schneeballschlacht genießen!
Johanna Hutzel, 18, aus Waldbüttelbrunn (Lkr. Würzburg) macht ein Freiwilliges Soziales Jahr in Bosnien-Herzegowina. Für uns berichtet sie regelmäßig darüber.

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