aktualisiert: 18.06.2012 17:10 Uhr
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Tanzen in Tansen
Früh um fünf Uhr werde ich immer vom Geruch der Räucherstäbchen und dem Klingeln der Glocken geweckt, die in Nepal jeder für die morgendliche pujaa verwendet. Jeder Haushalt hier hat einen kleinen Altar für die Götter. Die pujaa ist die Ehrung der Götter.
Wenn ich das rieche und höre, weiß ich: Jetzt ist es Zeit aufzustehen und zum Tanzen zu gehen! Hier in Tansen – wie auch im übrigen Nepal – beginnt der Tag nämlich etwas früher als in Deutschland. So auch mein Tanzkurs.
Um sechs Uhr versammeln wir uns alle vor der Tanzschule. Unser Tanzlehrer beginnt dann mit der pujaa für die Götter und zündet Räucherstäbchen an. Die Tanzstunde kann losgehen! Wir fangen immer mit einem Aerobic-Tanz zum Aufwärmen an.
Ich habe an sechs Tagen in der Woche eine Tanzstunde – wobei zwei Mal die Woche Nepali Dance, einmal klassischer Nepali Tanz und drei Mal die Woche Modern Dance auf dem Programm steht. Ein ziemlich straffes Programm! Aber das ist sehr gut für die Kondition und erleichtert mir das viele Bergauf- und absteigen hier, denn Tansen liegt an einem sehr steilen Hang.
Meine Zeit in Nepal neigt sich nun allmählich dem Ende zu. Ich bin jetzt schon seit neun Monaten hier. Die letzte Etappe meines Auslandsjahrs hat begonnen. Ich bin gespannt, wie noch kommt.
Sophia Glaser aus Rieneck (Lkr. Main-Spessart) macht ein Freiwilliges Soziales Jahr in Nepal und arbeitet dort in einer Schule. Für uns berichtet die 19-Jährige regelmäßig darüber.

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