publiziert: 26.07.2011 19:13 Uhr
aktualisiert: 27.07.2011 14:38 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text WÜRZBURG/KÖLN
Katholisch und schwul: Theologe im Interview

David Berger: Früh fand der katholische Theologe zum Glauben. Dabei übte seine tief religiöse Großmutter in Würzburg großen Einfluss auf ihn aus. Doch als Berger sich offen zu seiner Homosexualität bekannte, war seine Kirchenlaufbahn zu Ende.

  • Offenheit statt Heimlichtuerei: Der katholische Theologe David Berger bekennt sich zu seiner Homosexualität.
    Foto: H. Scherhaufer
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Der gebürtige Würzburger David Berger beendete im April 2010 aufgrund seiner öffentlichen Aussagen seine bis dahin steile Karriere in konservativen Kreisen der katholischen Kirche. Der Theologe, der unter anderen an der Uni Würzburg studiert hat, bekannte sich damals in der „Frankfurter Rundschau“ offen zu seiner Homosexualität.

Seither wird Berger, der seit vielen Jahren in Köln mit seinem Lebensgefährten zusammenlebt, in einschlägigen konservativen Internetforen aufs Übelste als „Homo-Kloake“, „Gomorrhist“ oder sogar als „vom Teufel besessen“ beschimpft, vor allem nach Erscheinen seines bei Ullstein verlegten Insider-Buchs „Vom heiligen Schein“ im Herbst 2010. Mittlerweile ist die vierte Auflage erschienen.

Anfang Mai 2011 entzog der Erzbischof von Köln Kardinal Meisner dem 43-Jährigen die Lehrerlaubnis für den katholischen Religionsunterricht. Zuvor hatte Berger seine Stellung als korrespondierender Professor an der Päpstlichen Akademie des heiligen Thomas von Aquin in Rom verloren.

Sein Amt als Herausgeber und Chefredakteur der katholischen Monatszeitschrift „Theologisches“ gab er nach Differenzen mit der Fördergemeinschaft vor seinem öffentlichen Coming-out auf. Berger arbeitet als Deutschlehrer am Ville-Gymnasium in Erftstadt.

Frage: Fühlen Sie sich der katholischen Kirche noch verbunden?

David Berger: Ich fühle mich ihr emotional und in vielen Dingen auch rational noch sehr verbunden. Allerdings sage ich nicht mehr zu allem pauschal Ja und Amen. Was ich an der katholischen Kirche schätze, ist ihre lange Tradition. Sie hat Europa geprägt, einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Menschenrechte genommen, hat in Kunst und Kultur sehr Großes geleistet. Da wäre es kindisch zu sagen, es sei alles doof, was sie macht. Ich bin der Meinung, dass die Kirche größer ist als das Bild, das sie gerade eben bietet.

Was bietet die Kirche für ein Bild?

Berger: Die Situation ist völlig anachronistisch. Es war in ihrer Geschichte noch nie da, dass sich die Kirche so sehr von der Gesellschaft abkoppelt, in der sie lebt. Die Kluft ist sehr groß geworden zwischen den Erkenntnissen der modernen Natur- und Humanwissenschaften und dem, was die Kirche vertritt. Ich denke jedoch, dass man von diesem Enttäuschenden des Augenblicks seinen persönlichen Glauben nicht kaputt machen lassen darf.

Ihre Enttäuschung begann mit der Aussage des Essener Bischofs Overbeck, der im Fernsehen sagte, Homosexualität sei Sünde.

Berger: Daran und aufgrund anderer Dinge sieht man, dass die Zustände in der Kirche derzeit doch sehr deprimierend sind. Ich bin jedoch der Meinung: Diese Leute sind nicht die Kirche, auch wenn sie meinungsführend geworden sind in der katholischen Kirche.

Es ist die Meinung eines Bischofs . . .

Berger: Und das macht das Bild, das die Kirche gerade abgibt, gerade bei jungen Menschen sehr kaputt. Das hat selbst meine Arbeit als Religionslehrer erschwert. Denn junge Menschen, die ein positives Verhältnis zum Glauben haben, hören diese Geschichten, etwa von Mixa (2010 u. a. wegen Misshandlungsvorwürfen zurückgetretener Bischof von Augsburg) und Overbeck. Als Religionslehrer habe ich immer wieder meinen Schülern zu vermitteln versucht, dass sie sich deswegen ihren persönlichen Glauben nicht zerstören lassen. Ich weiß jedoch, dass die real existierende Kirche nicht ganz einfach zu trennen ist von der Kirche in unseren Herzen.

Eigentlich steht im Katechismus der katholischen Kirche, dass Homosexuellen Achtung und Takt entgegenzubringen sind. Ebenso: „Man hüte sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen.“

Berger: Der Katechismus war ein großer Fortschritt, wenn man bedenkt, was vorher in der Kirchengeschichte gelaufen ist. Das war ein enormer Schritt und für mich eines der wesentlichsten Motive zu sagen, die katholische Kirche ist auf einem vernünftigen Weg.

Ist sie es jetzt nicht mehr?

Berger: Erst jüngst gab es Bestrebungen, etwa von Christoph Kardinal Schönborn in Wien, darüber nachzudenken, ob man homosexuelle Partnerschaften, wenn sie auf einen langen Zeitraum ausgelegt sind und ähnlich wie heterosexuelle Ehen funktionieren, tatsächlich als Sünde bezeichnen könne – also, ob man seinen Segen dazugibt. Doch sein Chef wollte es gänzlich anders: Joseph Ratzinger hat, bevor er Papst geworden ist, als Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre einen Weg zurück eingeschlagen, in dem er dazu übergangen ist, allein die bloße homosexuelle Veranlagung als widergöttlich und satanisch zu bezeichnen. Eine deutliche Tendenz dazu ist in einer seiner ersten päpstlichen Erklärungen von 2005 gegeben, die besagt, dass homosexuell Veranlagte auf keinen Fall Priester werden dürfen, auch wenn sie den Zölibat halten. Begründung: Homosexuelle seien unfähig, ein gesundes Verhältnis zu anderen Menschen aufzubauen. Ähnliche Aussagen, die bereits die homosexuelle Veranlagung als widergöttlich und sündhaft bezeichnen, finden sich in in seinem Ende 2010 veröffentlichten Buch „Licht der Welt“.

Ist Ihnen Achtung, Taktgefühl und Respekt entgegengebracht worden?

Berger: Durchaus, von vielen Geistlichen, auch höher stehenden, die wussten, dass ich homosexuell bin und mit meinem Partner zusammenlebe. Probleme gab es erst, als ich offen damit umgegangen bin. Dann war von Takt nicht mehr viel zu merken. Selbst eng befreundete Geistliche, die wir seit vielen Jahren kennen und die uns begleitet haben, zogen sich zurück und haben den Kontakt abgebrochen, nur weil ich es offen gesagt habe. Dieses Verhalten, dass die Kirche gut mit Homosexualität umgehen kann, solange sie heimlich bleibt, finde ich skandalös. Daraus entsteht ein enormes Glaubwürdigkeitsproblem. Die Gläubigen merken doch, wenn ihnen was vorgemacht wird. Letztlich verschenkt die Kirche die Chance, für homosexuelle Menschen in der Seelsorge eine echte Hilfestellung zu geben, wenn sie apodiktisch sagt: Nein, Homosexualität geht nur, solange sie geheim und unter der Decke bleibt.

Warum tut sich die Kirche so schwer mit dem Thema Homosexualität?

Berger: Ich glaube, das liegt daran, weil der katholischen Kirche sehr viele Priester angehören, die mit ihrer Homosexualität nicht zurechtkommen, die sich nicht mit ihr auseinandergesetzt haben. Die Priester mit der größten Aversion gegen homosexuelle Menschen, die mir begegnet sind, waren selber homosexuell. Sie leben ihre Sexualität nicht unbedingt aus, spüren aber ihre Veranlagung. Sie finden in der katholischen Kirche jedoch kaum eine Möglichkeit, darüber zu reden. Das führt natürlich dazu, dass homosexuelle Priester auf diejenigen schauen, die ihre Homosexualität offen ausleben. Sie projizieren ihre Probleme auf die anderen, und das führt meist zu einer extremen Homophobie, zu einer Dämonisierung und Tabuisierung des Themas Homosexualität.

Und ein offener Umgang mit Homosexualität wird bestraft – wie bei Ihnen?

Berger: Sobald es offen wird, muss man mit den härtesten disziplinarischen Maßnahmen rechnen. Das führt natürlich zu einer subtilen Form von Erpressung, von Vorgesetzten wie auch untereinander. Denn es ist ja meist intern bekannt, wer homosexuell ist.

Warum ist die katholische Kirche so anziehend für homosexuelle Männer?

Berger: Sie ist eine reine Männergesellschaft. Man muss sich nicht rechtfertigen, weil dort 50 bis 60 Prozent der anderen auch homosexuell veranlagt sind. Hinzu kommt, dass junge Männer, die sich heute noch für den Priesterberuf entscheiden, in der Regel aus konservativen gläubigen Familien kommen. Wenn sie offen zu ihrer Veranlagung stehen würden, würde das zu einem Zerwürfnis mit ihrer Familie führen. So machen sie aus der Not eine Tugend. Sie werden Priester – und steigen vom untersten Status, den man in der katholischen Kirche haben kann – nämlich homosexuell zu sein – auf in den höchsten Status – Priester zu sein.

In Ihrem Buch „Der heilige Schein“ schreiben Sie, dass auch die Ästhetik der Kirchen selbst wie der Liturgie sehr anziehend sei.

Berger: Gerade die traditionelle Liturgie, die tridentinische Messe, die ganze Inszenierung, die das Ästhetische stark betont, das zieht homosexuelle Männer an, noch mehr, wenn sie im barocken Umfeld zelebriert wird. Die Ästhetik ist eine Möglichkeit, homosexuelles Begehren zu sublimieren und in den religiösen Bereich zu heben – also aus dem Verwerflichen etwas Positives zu machen.

Was war für Sie der Anziehungspunkt, katholischer Theologe zu werden?

Berger: Bei mir war es der Wunsch, mich von meinem 1968er geprägten Elternhaus abzugrenzen, in der es wenig Regeln und Ordnung gab. Meine Großmutter in Würzburg bot mir eine andere, tief religiöse Welt. Sie ist mit mir zum Käppele gegangen, hat mir die Kreuzwegstationen erklärt und in der Gnadenkapelle den Rosenkranz gebetet. Es war eine Alternative zur Welt der Eltern. Als Kind war ich beeindruckt von Würzburg, nicht nur vom Käppele, sondern auch vom Neumünster. Es ist eine sehr schöne Stadt.

Welchen Einfluss hatte ihre Schulzeit am Egbert-Gymnasium in Münsterschwarzach?

Berger: Dort erlebte ich eine Ordnung mit festen Essenszeiten, festen Studierzeiten und festen Regeln, die der antiautoritären Erziehung meiner Eltern völlig entgegengesetzt war. Diese klaren Strukturen in Münsterschwarzach haben mir psychisch sehr gut getan. Ich wurde dort fast zum Musterschüler. In Münsterschwarzach begann ich, die katholische Kirche sehr zu schätzen.

Warum fühlten sie sich von eher konservativen Kirchenkreisen angezogen?

Berger: Es war mein grundsätzlicher Respekt vor der katholischen Tradition. Und es war die Freude am akademischen Arbeiten über mittelalterliche Philosophie und Theologie, über Thomas von Aquin. Die katholische Kirche beziehungsweise der Vatikan haben mir einen akademischen Rahmen geboten, den ich so in einer staatlichen Institution nicht gehabt hätte.

Haben Sie nie überlegt, dass Sie als homosexueller Theologe eigentlich in einer, Ihnen nicht allzu freundlich gesinnten Parallelwelt lebten?

Berger: Wenn man in diese Welt hineinwächst, fällt einem vieles nicht auf. Freunde und Bekannte haben mich sicher gefragt, wie ich ein Leben führen kann, das traditionellen Katholiken zutiefst zuwider ist. Ich wurde auf dem stockkonservativen Internetforum 'kreuz.net', deren anonyme Schreiber dafür bekannt sind, dass sie Schwule am liebsten – wie im Iran üblich – an Baukränen aufhängen würden, gelobt für meine Beiträge. Da begann ich nachzudenken. Es begann ein sehr schmerzhafter Prozess, der sich über fünf Jahre hingezogen hat. Weil ich mir eingestehen musste, dass ich als konservativer Theologe auch viel Mist gebaut habe.

Wird sich in der katholischen Kirche etwas ändern bezüglich ihrer Einstellung zur Homosexualität?

Berger: Das Problem ist, dass ich mit meiner Ehrlichkeit und meinem radikalen Vorgehen ein Einzelfall bin, auch deshalb, weil ich wirtschaftlich versorgt bin und einen persönlichen Hintergrund habe, der mich stützt und trägt. Das ist bei homosexuellen Priestern meist nicht der Fall. Deshalb kann ich es ihnen nicht zum Vorwurf machen, dass sie nicht so vorgehen wie ich. Aber was könnte die Kirche, wenn sie ein klein wenig über ihren Schatten springen würde, an pastoralem Erfolg einfahren? Welche wichtige, pastoral eigentlich unverzichtbare Gruppe könnte sie mit ins Boot holen, wenn sie nur wollte? Aber, es gibt so viel Angst und so viele Aversionen gegenüber dem Thema Homosexualität, sodass meine Hoffnungen nicht allzu groß sind, dass sich etwas ändern wird.

Das Gespräch führte Christine Jeske
    
    

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»Alle 61 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

fam. feuerstein (2510 Kommentare) am 01.08.2011 14:00

Homophile sind durch Christus genau so erlöst wie

heterosexuell empfindende Mitmenschen. Auch ein Hl. Vater in Rom oder ein Kardinal Meisner in Köln kann ihnen die Gnade nicht entziehen, welche jenen von ihnen gewährt wird, die den Namen des Herrn Jesus Christus in Aufrichtigkeit und Ehrfurcht anrufen und aus seinem Erlösertod am Stamm des Kreuzes die Frucht überstromender Heilsgnaden empfangen möchten. Durch die Hl. römisch-katholische Mutter Kirche steht das Himmelreich all jenen offen, welche durch lautere Anwendung und Zuflucht zu den Sakramenten ihr irdisches und ewiges Seelenheil auf Jesus Christus ausrichten. Genau wie alle anderen können auch homophil empfindende Frauen und Männer, Mädchen und Knaben durch den aufrichtigen Glauben und die ehrliche Hinwendung zur Barmherzigkeit des Heiligsten Herzens Jesu hier und für ewig gerettet werden. Dazu ist es auch nicht nötig sein Sosein zu verleugnen. Nötig ist allerdings sich, genau so wie es für alle nicht-homophil empfindende Katholiken auch nötig ist, stets neu auf den Weg der Umkehr und Hinwendung zur liebevollen Barmherzigkeit des Heilandes zu machen, sich nicht gehen zu lassen und bei erkannten Fehlverhalten Irrwege zu verlassen und von jedem neuen Fall wieder aufzustehen. Das röm.-kath. Glaubensleben ist ein Kampf, darum ist es völlig unerheblich ob ich diesen Kampf als sog. "normaler" oder homophil emfpindender Mitchrist/in führe. Immer geht es um die Grundfrage: handele ich gegen die Liebe Gottes und oder der Menschen oder stehe ich mit reinem Gewissen vor Gott und den Mitmenschen. Insofern kann auch ein Hl. Vater homosexuell veranlagt sein oder ein Mixa oder einfacher Dorfpfarrer. Insofern jeder Katholik/in auf dem Weg zum Herrn bleibt und erkannte Um-Wege verlässt findet dies Hochachtung vor den Augen Jesu Christi im Himmel. Darüber hinaus gehende "iridisch-kirchlich" formulierte "Haarspaltereien" wird der allwissende Gott im Himmel mit einem sanften Lächeln honorieren; sogar gegenüber einem Papst in Rom, der ja sogar mit seinem weniger "allwissenden" Wesen sehr genau weiss, dass seine Weltkirche ohne die vielen homophil empfindenden Priester überhaupt nicht lebensfähig wäre. - Nur sollte man als David Berger oder kath. Pfarrer so was für sich behalten; solange gewisse Machtmenschen mit solchen öffentlichen Kundgebungen nicht umzugehen wissen, ja sogar in Versuchung geführt werden diese gegen unschuldig homophil verlanlagte Menschen oder gar eigene Kirchenmitglieder zu verwenden. Irgendwann wird diesen Machtbesessenen aber nochmal der Menschengerichtshof einen fetten Strich gegen ihre "Sonderrechte" machen. Bis dahin warten wir getrost ab. In diesem Sinne sind wir froh, dass in unserer Familie niemand mit dem "Judenstern" "die oder der ist schwul" gebrandmarkt ist. Unser kath. Mitgefühl gilt aber jenen welche genau unter dieser faschistischen Stigmatisierung durch die Amtskirche leiden müssen. Gott schütze ALLE unsere röm.-kath. Mitschwestern und -brüder und den Papst samt Weltklerus. WIR ALLE leben von Gottes Barmherzigkeit.
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frei100 (423 Kommentare) am 11.08.2011 08:16

Heterosexuelle und homophile Menschen sind errettet

wenn sie ihre Schuld/Sünde erkennen, Buße tun und umkehren. Jesus sagt: "ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich!" Gott ist nicht verwirrt, sein Wort ist sein Wort.
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klosterschueler (493 Kommentare) am 28.07.2011 17:06

Mir unerklärlich,

wie ein schwuler Theologe sich jemals in dieser Kirche daheim fühlen konnte.
Die offizielle Lehre konnte diese Lebensart doch noch nie akzeptieren, auch wenn sie bis in höchste Stellen (siehe Bischof Mixa) latent vorhanden war.
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Debuetant (337 Kommentare) am 28.07.2011 22:34

Auch Menschen mit einer homosexuellen ...

... Neigung sind in der katholischen Kirche willkommen. Im Katechismus der kath. Kirche heißt es: "Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen ... Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen." Dagegen sagt der Katechismus aber auch, dass gestützt auf die Heilige Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet, die kirchliche Überlieferung stets erklärt hat, dass die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind.

Wie frei100 schon weiter unten ausgeführt hat: Man soll den Sünder lieben aber die Sünde hassen also sie auch benennen.

Vermutlich ist die kath. Kirche die letzte Instanz, die sich diesen sogenannten Reformstauthemen wie Zölibat, Frauenpriestertum, Homosexualität, aber auch der Abtreibung, der Sterbehilfe und menschlichen Selektion widersetzt.
(1)
frei100 (423 Kommentare) am 31.07.2011 12:48

Buße tun....

.....ist der Wille Gottes. Römer 1, 24-27 die Verse sind doch sehr klar.
(0)
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