publiziert: 15.02.2012 14:31 Uhr
aktualisiert: 15.02.2012 15:00 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Berlin (dpa)
Neues Portal soll Männer zu mehr Bewegung animieren

Männer sind oft gut über Sport informiert - bei der eigenen Aktivität hapert es allerdings gerne mal. Das wirkt sich nachteilig auf ihre körperliche und psychische Gesundheit aus.

  • Füße hochlegen Neues Portal will Männer zu mehr Bewegung animieren. Foto: Marina Leunig
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Die neue Internetseite www.maennergesundheitsportal.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) soll das ändern.

«Sport und Bewegung sind wichtige Bestandteile einer gesunden Lebensweise. Sie bringen zudem Spaß und heben die Stimmung», sagte der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Thomas Ilka, bei der Vorstellung des Portals am Mittwoch in Berlin.

Wenn es gelinge, Männern durch mehr Sport im Sinne der Chancengerechtigkeit zu einer längeren Lebenserwartung zu verhelfen, sei das eine gute Sache, ergänzte BZgA-Direktorin Prof. Elisabeth Pott. Männer hätten heute bei Geburt eine durchschnittliche Lebenserwartung von 77,5 Jahren, das seien gut fünf Jahre weniger als bei den Frauen in Deutschland. Männer nähmen weniger Krebs-Früherkennungsuntersuchungen wahr und lebten in Bezug auf Alkohol- und Nikotinkonsum riskanter als Frauen. Auch bei psychischen Problemen suchten sie seltener Hilfe. «Männer weisen das weit von sich, sie gehen eher mit Herzbeschwerden zum Arzt», sagte Pott.

Die positiven Effekte von Sport auf die Psyche seien den meisten Männern nicht so präsent, sagte Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln, der im Auftrag des Ministeriums die zeitgleich vorgestellte Broschüre «Männer in Bewegung» erstellt hat. «Körperliche Aktivität steht bei ihnen unter dem Leistungsgedanken.» Daher gelte es, Männern zu vermitteln, dass Sport die Stressresistenz verbessern und zu Entspannung und Regeneration beitragen könne, ohne dafür eine Entspannungstechnik erlernen zu müssen. «Sport hilft, viele Probleme hinter sich zu lassen und neue Lösungen in den Kopf zu bekommen», sagte der Wissenschaftler.

    
    

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