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publiziert: 26.01.2012 19:27 Uhr
aktualisiert: 27.01.2012 16:22 Uhr
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Facebook-Timeline: „Friss oder stirb“

Meinungen zur neuen Timeline von Facebook
  • Facebook Die neue Chronik-Ansicht bei Facebook soll alle Daten eines Nutzers als Lebensgeschichte an einem Ort zusammenführen. Foto: Julian Stratenschulte
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Die neue Timeline (Zeitleiste) von Facebook sorgt jetzt vor allem für Diskussionen, weil alle Nutzer ihr Profil umstellen müssen – ob sie wollen oder nicht. Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar findet die Sieben-Tage-Frist bis zur Umstellung aufs neue Profil zu kurz. „Statt sieben Tage wie bei der freiwilligen Umstellung sind mindestens vier Wochen erforderlich“, wird er vom Online-Branchendienst heise.de zitiert. „Wenn jetzt nicht mehr die Möglichkeit gegeben sein soll, sich für oder gegen die Chronik zu entscheiden, könnte der soziale Druck weiter steigen, Daten im Netz preiszugeben“, warnte Caspar.

Der Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, nannte das Verhalten von Facebook gar „ultradreist“. Es sei ein Unding, Facebook-Nutzer einfach zur neuen Timeline zu zwingen.

Auch in Internetforen und Blogs wird das Thema kontrovers diskutiert. Einige Schreiber kritisieren, dass mit der Timeline zum Beispiel auch alte Bilder wieder sichtbar werden, die man vielleicht lieber vergessen hätte. Der auf Internet-Themen spezialisierte Blogger Gunnar Sohn (Bonn) wirft Facebook wegen der Pflicht zur Timeline Überheblichkeit vor: „Friss oder stirb – so kann man mit den Nutzern nicht umgehen.“

Auf der Facebook-Seite der Mediengruppe Main-Post erregt die Timeline ebenfalls die Gemüter. „Ich finde sie unübersichtlich und will sie nicht haben“, schreibt eine Leserin. Das soziale Netzwerk solle die Entscheidung zum Wechsel weiterhin den Usern überlassen. „Facebook nimmt sich gigantisch viel raus, Datenschutz existiert dort anscheinend nicht“, empört sich ein anderer Nutzer. Leider komme man heute kaum ohne Facebook aus, klagt er – und gibt anderen Lesern den Tipp, immer wieder die eigenen Sicherheitseinstellungen zu prüfen.

Andere nehmen die Änderung gelassen: „Ich find's o.k.“, schreibt ein User. „Man gewöhnt sich wie immer daran.“ Ein weiterer Nutzer weist darauf hin, dass Facebook ja niemanden dazu verpflichte, etwas in sein Profil zu schreiben. Und trotzdem: Überlegungen, die eigene Facebook-Seite zu deaktivieren, gibt es bei einigen: „Wenn ich diesen Freundeskreis zu Google+ rüberziehen könnte, wäre ich nur noch dort“, bekennt ein Leser. Text: aug/cat

    
    

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Die neuesten Kommentare

blaubi (2809 Kommentare) am 27.01.2012 06:58

ob das gut ist?

...gerade jetzt, wo Facebook absoluter Marktführer ist, versuchen sie mit Arroganz eine Diktatur aufzubauen, nicht nur, dass gewisse Designs aufs Auge gedrückt werden, sondern es setzt sich eine Willkür der Zuckerbergschen Handlanger durch, wo die Denunziation des Mitgliedes durch das Mitglied gefördert wird. Wenn Facebook so weiter mach,dann treiben diese viele ihrer Kunden zum aufstrebenden Konkurrenten Google-Pages bzw.Google Plus.
Der Konsument einer Community hat noch die Wahl.
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