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publiziert: 02.02.2012 14:57 Uhr
aktualisiert: 02.02.2012 19:28 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text NEW YORK
Studentenprojekt wird zum Milliardenkonzern

Facebook hat den bislang größten Börsengang eines Internetunternehmens eingeleitet
  • Unter Beobachtung: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.
    Foto: dpa
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Facebook geht an die Wall Street: Mit dem ersten Schritt, der Vorlage konkreter Geschäftszahlen, hat der bisher größte Börsengang eines Internet-Unternehmens begonnen. Einen Termin für den eigentlichen Gang aufs Parkett gibt es noch nicht, Experten rechnen damit für Mai oder Juni. Das Volumen des Börsengangs liegt bei zunächst fünf Milliarden Dollar und damit nur halb so hoch wie ursprünglich erwartet.

Allerdings kann sich diese Summe noch erhöhen. Es ist üblich, dass Firmen tiefstapeln, dann die Reaktion der Investoren abwarten und – falls genügend Nachfrage besteht später den Preis erhöhen. Wie der Börsenprospekt weiter verrät, wächst Facebook rasant und verdient auch Geld, vor allem mit Werbeeinnahmen: Im vergangenen Jahr blieben unterm Strich ein Milliarde Dollar übrig, 2010 waren es 606 Millionen Dollar, 2009 erst 229 Millionen Dollar. Der Umsatz lag zuletzt bei 3,7 Milliarden Dollar, ein Plus von 88 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Facebook hat 845 Millionen aktive Nutzer. Viele Investoren stellen sich aber die Frage, ob diese Zahlen die erwartete Firmenbewertung von 75 bis 100 Milliarden Dollar rechtfertigen. Facebook selbst lässt in dem Börsenprospekt noch keine Rückschlüsse zu, welchen Wert das Management dem Unternehmen zumisst. Weder wird die Anzahl der auszugebenden Aktien angegeben, noch der Preis für das einzelne Papier. Bis zum eigentlichen Börsengang wird Facebook die Informationen noch nachreichen. Dann wird auch feststehen, von wie vielen Anteilen sich Gründer Mark Zuckerberg selbst trennt. Zuckerberg wollte die Kontrolle über sein Unternehmen lange gar nicht aus der Hand geben.

Facebook-Spitzenverdiener

Facebook-Spitzenverdienerin im vergangenen Jahr war Sheryl Sandberg, die als Zuckerbergs rechte Hand das Tagesgeschäft leitet. Ihr Basisgehalt lag bei 296000 Dollar plus 86000 Dollar Bonus. Doch hat sie sich auch das Anrecht auf Aktien verdient – und deren Wert beläuft sich auf 30,5 Millionen Dollar.

Mark Zuckerberg ist der Geringverdiener in der Chefetage. Aktien bekommt er keine – er besitzt ja schon 28 Prozent an Facebook, was ihn bei einem geschätzten Gesamtwert des Unternehmens von 100 Milliarden Dollar zum 28-fachen Milliardär macht. Allerdings liegen Zuckerbergs Grundgehalt (483 300 Dollar) und sein Bonus (221 000 Dollar) höher als bei Kollegen. Ab 2013 sinkt sein Grundgehalt auf 1 Dollar. Insgesamt überwies ihm die Firma für das vergangene Jahr knapp 1,5 Millionen Dollar.

dpa
    
    

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