publiziert: 13.07.2010 00:23 Uhr
aktualisiert: 13.07.2010 00:24 Uhr
» zur Übersicht Fernseh-Tipp
    
    
Artikel
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Berlin (dpa)
Ich will ein Baby ohne Mann

Die 29-jährige Tina möchte gerne ein Kind bekommen. Da sie in Partnerschaft mit einer Frau lebt, ist es ausgeschlossen für sie, auf die übliche Art Mutter zu werden. Sie will trotzdem ein Baby - von einem anonymen Spender.

  • Reportage Marguerite ist endlich glückliche Mutter. Livs Vater kommt von der Samenbank. (Bild: ZDF /Iris Bettray)
Bild von

Das heißt, der Nachwuchs wird später nicht die Möglichkeit haben, seinen leiblichen Vater zu kontaktieren. Die Bank-Angestellte hat sich für die ZDF-Reportage «Ich will ein Baby ohne Mann», die an diesem Dienstag (22.15 Uhr) in der Reihe «37 Grad» zu sehen ist, zur Verfügung gestellt - als eine von mehreren Frauen.

Tina und ihre Freundin sparen, um sich die Reisen ins Ausland und Befruchtungen dort leisten zu können. Drei gescheiterte Versuche, eine Eileiterdurchspülung, eine Fehlgeburt - die beiden Frauen nehmen einiges auf sich, um zu ihrem Wunschkind zu kommen.

In Deutschland ist es schwierig, den Kinderwunsch mit Hilfe einer Samenbank zu erfüllen. In den USA und europäischen Nachbarländern ist der Weg relativ einfach. Hierzulande gibt es keine eindeutige gesetzliche Regelung, deshalb können Samenspender und behandelnde Ärzte oder Hebammen eventuell auf Unterhalt verklagt werden.

Schon sechsmal war die 42-jährige Delia in den vergangenen 14 Monaten in einer Befruchtungsklinik in Kopenhagen. Inzwischen ist ihr Sparkonto leer, denn jeder Befruchtungsversuch kostet 560 Euro. Delia ist Gruppenleiterin in einer Werkstatt für Behinderte und hat bereits einen vierjährigen Sohn aus einer Affäre mit einem verheirateten Mann. Ihre «biologische Uhr» tickt - und sie wünscht sich unbedingt ein zweites Kind.

Bei Karrierefrau Marguerite hat es beim dritten Versuch geklappt: Töchterchen Liv kam am 4. Dezember 2009 zur Welt. Sie ist das große Glück ihrer Mutter, die seit sieben Jahren Single ist und nicht länger auf den richtigen Mann warten wollte. Die 42 Jahre alte Buchhalterin einer Investmentgesellschaft ist in Elternzeit. Nach einem Jahr wird sie wieder arbeiten müssen. Liv muss sie dann in die Krippe geben.

    
    

Diesen Artikel

  • Webnews einstellen
  • Teilen
Kontakt Redaktion     An Bekannten versenden     Druckversion
    
    

Die neuesten Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Benutzername Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
    

Rubriken

    
    

Stadtkultur Schweinfurt 

Theater, Kabarett,
Kunst und mehr
Die Stadt Schweinfurt hat kulturell eine ganze Menge zu bieten. »mehr
    
    

Kino 

Lust auf Kino?
Das regionale Kinoprogramm finden
Sie hier. »mehr
    
    

Online-Tickets 

Hier bestellen
Ob Konzert, Theater oder Gala - kaufen Sie hier Ihre Eintrittskarten »mehr
    
    

Leserbriefe 

Schreiben Sie uns
Wenn Sie uns einen Leserbrief schreiben wollen, dann können Sie das direkt hier tun. »mehr
    
Anzeige