publiziert: 20.11.2011 18:26 Uhr
aktualisiert: 20.11.2011 18:34 Uhr
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Händels Messias im Kontrast zwischen Verheißung und Erfüllung

Gelungener Auftakt der Würzburger Bachtage mit energiegeladenem Bachchor und einem souverän dirigierenden Christian Kabitz

Herbstliches Stimmungstief? Nicht bei dieser Musik. Mit Händels „The Messiah“ starteten die Würzburger Bachtage. Unter dem Künstlerischen Leiter des Barock-Festivals, Christian Kabitz, präsentierte sich der Würzburger Bachchor als nuancenreicher und energiegeladener Klangkörper. Vor den voll besetzten Bänken der St. Johanniskirche entfalteten die rund 40 Sängerinnen und Sänger den farbenprächtigen musikalischen Bilderbogen, den Händel mit seinem Oratorium zur Veranschaulichung der christlichen Heilsgeschichte geschaffen hat.

Packend und differenziert gestaltete der Chor, der heuer sein 50-jähriges Bestehen feiern kann, sowohl die triumphalen Passagen – inklusive des berühmten „Halleluja“ – wie auch die zarteren Partien. Den von Händel geradezu musikdramatisch aufgefassten Kontrast zwischen alttestamentarischer Verheißung und neutestamentlicher Erfüllung brachte der Bachchor insbesondere im „Since by man came death“ mit großer Intensität zur Geltung.

Spritzig und mit viel Musizierfreude agierten die in Sachen historischer Aufführungspraxis gewieften Instrumentalisten des Ensembles La Banda unter dem großartig und souverän dirigierenden Kabitz, der sich mit den Gesangssolisten traumwandlerisch sicher verstand.

Gesangliches Highlight unter den Solisten war Martin Snell. In allen Stimmlagen kräftig und intensiv, dabei aber nie fassadenhaft, präsentierte der Bassist seine Rezitative und Arien mit unglaublicher Beweglichkeit, so etwa im „Why do the nations“. Herrlich in ihrer funkelnden Expressivität war die Sopranistin Hanna Elisabeth Müller. Eine glänzende Leistung zeigten der hervorragende Countertenor Patrick van Goethem und der Tenor Thomas Michael Allen.

Von unserem Mitarbeiter Frank Kupke
    
    

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