aktualisiert: 24.06.2012 17:18 Uhr
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GIEBELSTADT
Kinderfestspiele: Emils Detektive ermitteln in Giebelstadt
Die Premiere des Kinderbuch-Klassikers von Erich Kästner bei den Kinderfestspielen wurde freudig beklatscht
Emil Tischbein ist kein Muttersöhnchen. Auch wenn er meist vor der vereinbarten Zeit daheim ist. Und obwohl er so sorgsam mit seinem Taschengeld umgeht, dass er immer etwas übrig behält, um seine Mutter zu unterstützen.
Trotzdem ist er ein Lausbub, der gern Streiche spielt. Mit seinen Freunden hat er sogar dem Großherzog Karl Anton eine rote Nase und einen Schnurrbart gemalt, bevor er aus der Provinz zu einer Reise zu Großmutter und Cousine Pony Hütchen aufgebrochen ist. Mit schlechtem Gewissen geht er seitdem jedem Polizisten schnell aus dem Weg . . .
Kulissen in Strahlegelb
Den Kinderbuch-Klassiker „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner kennen Kinder und Erwachsene. Bei den Kinderfestspielen in Giebelstadt hatte die muntere Geschichte eine freudig beklatschte Premiere. Unter der Regie von Brigitte Obermeier zaubert eine muntere Schauspielertruppe Emils Berlin-Abenteuer auf die breite Naturbühne.
In einem Strahlegelb, das an die Originalfarbe des Kinderbuchcovers erinnert, sind die wenigen Kulissen gehalten, die mit ein paar Handgriffen als Bahnhof, Bank, Hotel und Gefängnis dastehen. Viele witzige Ideen wie beispielsweise ein Karren als Eisenbahnabteil, eine ausgesägte Silhouette als Taxi, eine witzig beklebte und drehbare Litfaßsäule machen das Zuschauen für Groß und Klein zum Vergnügen. Hier jagen die Detektive den 140 gesparten Mark hinterher, die Emil (Jonas Scheckeler) aus der Kaffeedose von Mutter Tischbein für die Reise bekommen und die ein Dieb ihm im Zug geklaut hat.
Glücklicherweise lernt Emil nach seiner Ankunft in der Großstadt Gustav mit der Hupe (Amelie Auer) kennen. Nachdem der neue Freund laut Signal gegeben hat, stürmen sie aus allen Ecken herbei, die Großstadtjungs. Sie brennen auf Abenteuer und entwickeln deshalb sofort einen ausgefuchsten Plan, um den Bösewicht unter der „Parole Emil“ zur Strecke zu bringen.
Weltmännischer Eisenbahnräuber
Jens Gärtner mit Anzug, Melone, roten Socken und Regenschirm gibt den Eisenbahnräuber weltmännisch und arrogant. Mascha Obermeier in der Rolle von Pony Hütchen hat manch altkluge Bemerkung über die Fähigkeit der Jungs parat, und die sind alle mit Herzblut in ihren Rollen.
Ebenso wie die kleinen Zuschauer, die bei den für die Theaterfassung geschrieben rhythmischen Songs sofort mit dem Klatschen beginnen und bei der Verfolgungsjagd des dreisten Diebes lautstark Hilfe leisten.
Die nächsten Vorstellungen: 25., 26., 27., 28., 29. Juni, jeweils 10 Uhr, 30. Juni um 16 Uhr, 1. Juli um 11 Uhr. Eintrittskarten gibt es unter: Tel. (0 93 34) 8 08 46. Internet: www.kinderfestspiele-giebelstadt.de
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