publiziert: 29.11.2009 14:48 Uhr
aktualisiert: 29.11.2009 16:43 Uhr
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Europe und Gotthard: Eine doppelte Portion Rock

Hardrock-Legenden Europe und Gotthard verwandeln Würzburger Posthalle in einen Rock-Tempel

Doppelte Portion Rock gefällig? Über 1500 Fans wählten am Freitagabend das Menü Europe und Gotthard und bekamen in der Würzburger Posthalle deftige und schmackhafte Hardrock-Kost. Groß, mit allen Zutaten.

  • Noch lange nicht „The final Countdown“: Europe (vorne Sänger Joey Tempest) in Würzburg.
    FOTO CHRIS WEISS
Bild von

Beide Bands erwecken den Geist der goldenen Rock-80er zum Leben und wirken dennoch taufrisch und kein wenig angestaubt. Den Anfang machen Europe. Nach zwei Songs des aktuellen Albums „Last Look At Eden“ wechselt Sänger Joey Tempest und seine langjährigen Mitstreiter in die Vergangenheit. Nicht nur bei „Superstitious“ zeigt der 46-Jährige, was man alles mit einen Mikrofonständer machen kann.

    
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Gotthard & Europe
Würzburg
27.11.2009
    


Das mag ein wenig old-fashioned wirken, gehört aber dazu wie die Les-Paul-Gitarren, die Boxen-Türme und die langen Haare. Bei all diesen Äußerlichkeiten ist eines viel bemerkenswerter: eine große Spielfreude, auch wenn die Songs teilweise schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben. So trifft die akustisch vorgetragene Ballade „Carrie“ ebenso ins Herz der begeistert mitsingenden Fans wie das finale „The Final Countdown“ in den Bauch.

Die Schweizer Hardrock-Veteranen „Gotthard“ – Hauptact des Doppelpacks – nehmen die Steilvorlage auf. Zwar erst zu Beginn der 90er gegründet, sind sie doch gelehrige Schüler der AerosmithLedZeppelinWhitesnakeDioOzzy-Schule. Nichts fehlt. Weder die Doppelhals-Gitarre noch feine Twin-Guitar-Passagen, alles unterlegt von einem dicken Bass- und Bassdrum-Teppich, der nur anfangs etwas arg knackig hervorsticht. Dazu eine ganze Menge an eigenen Hits und beinharten Coverversionen wie „Hush“ oder „Mighty Quinn“.

Sänger Steve Lee ist ein Stimmbandwunder, stets präzise, egal, ob rauchig, kratzig in den Tiefen oder in ungeahnten Höhen. Spektakulär seine Drum-Battle mit Schlagzeuger Hena Habegger und das Akustik-Duett mit Gitarrist Leo Leoni, bei dem sie bestens gelaunt Publikumswünsche erfüllen.

Mit exakt derselben Lightshow, mit der sie vor einer Woche die Münchner Olympiahalle ausgeleuchtet hatten, verwandeln sie die düstere Posthalle in einen echten Rock-Tempel. Steve Lee stellt die Frage, ob man in Würzburg freitagabends lieber Fernsehen schaut oder zur Rock'n'Roll-Show geht. Das, Europe und Gotthard, habt Ihr ganz eindeutig beantwortet!

Von unserem Redaktionsmitglied Peter Krones
    
    

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