Leseranwalt

anton.sahlender@mainpost.de
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(1)
Zitate von Nazi-Größen sind in kritischer Auseinandersetzung mit der Geschichte gerechtfertigt

Schwierige redaktionelle Entscheidungen betreffen oft die Zeit des Nationalsozialismus. Die will in Veröffentlichungen stets bewusst aufgearbeitet sein. Dafür spricht ein Beispiel, das zu Leserkritiken geführt hat, die ich für berechtigt halte.  »mehr
    
    
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(1)
Direkt betroffenen Personen sollten Redaktionen ihre Entscheidungen begründen können

Warum denn nicht?“, fragt mich ein ratloser Leser. Er hatte gewünscht, dass die offizielle Eröffnung seiner Geschäftsräume redaktionell verbreitet wird. Ein Redakteur machte ihm zunächst Hoffnung – zumal sogar der Bürgermeister sein Kommen zugesagt hatte.  »mehr
    
    
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 (10) Wenn Schreibfehler Zweifel an der Seriosität des Journalismus aufkommen lassen

Es gibt Fehler, die es nicht leicht machen, sich zu ihnen zu bekennen. Man möchte lieber im Boden versinken. Aber es nutzt nichts: Ein Journalist muss dazu stehen und richtigstellen. In krassen Fällen ist eine Entschuldigung angesagt.  »mehr
    
    
sahlender gespiegelt

 (2) Presserat: Durchschnittsleser unterscheiden als juristische Laien nicht zwischen Mord und Totschlag

Der Grundsatz der Unschuldsvermutung bleibt unberührt. Aber: Medien sind in Veröffentlichungen nicht unbedingt an juristische Begriffe gebunden. Das sagt der Deutsche Presserat. Und in diesem Sinne urteilten auch schon Gerichte.  »mehr
    
    
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 (16) Ich empfehle, das Amt eines Bürgermeisters so zu würdigen, als wollten Sie es selbst übernehmen

Bürgermeister haben es schwer, ich meine, schwerer als noch vor 20, 30 Jahren. Und es gibt keine Ausbildung, die für dieses Amt fit macht. Meist streben es engagierte und politisch ambitionierte Zeitgenossen an.  »mehr
    
    
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 (11) Meinungsmonopole sind nicht möglich: Jeder kann im Netz Beiträge veröffentlichen

Wir würden die Zeitung sofort wechseln, aber sie sind Monopolist.“ Diese bedrohliche Unzufriedenheit erfahre ich gelegentlich aus Würzburg oder Schweinfurt. Den Gründen gilt es nachzugehen. Ein Monopol existiert aber nicht.  »mehr
    
    
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 (10) Im Internet ist die Lokalzeitung als demokratische Debattenplattform unmittelbar gefordert

Faszination Lokaljournalismus – Demokratie braucht Leitmedien“: Diese Zielrichtung gab die Bundeszentrale für politische Bildung ihrem Forum mit fast 150 Lokaljournalisten in Bremerhaven mit. Wenn Sie gedruckte Tageszeitungen bevorzugen, wundern Sie sich vielleicht, dass speziell über die nicht viel geredet wurde.  »mehr
    
    
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 (14) Häufig sind es Leser, die Journalisten zu investigativen Recherchen veranlassen

Leser schätzen ihn, Journalisten streben danach. Die Rede ist von investigativem Journalismus. Er ist selten. Ich gehe aber darauf ein, weil hier jüngst in einem Interview danach gefragt war. Er wurde nur mit „sich einmischen“ erklärt. Das scheint mir missverständlich und mit Sicherheit unzureichend.  »mehr
    
    
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 (6) Auch beim Ehrensold: Presse hält die Diskussion im Gang

Steht es Medien wirklich zu, wie in ihrer Zeitung geschehen, eine Diskussion über den Ehrensold von Wulff zu führen und damit Stimmungen zu erzeugen?“, fragt mich ein Leser. Und er antwortet gleich selbst: „Ich denke nicht, denn die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen sind noch am Laufen.“ Erst wenn ein Gericht geurteilt habe, lässt er mich wissen, könne beurteilt werden, ob Wulff der Ehrensold zustehe. Trotzdem spricht nichts gegen öffentliche Diskussionen. Es steht nicht einmal fest, ob der Fall vor Gericht kommt.  »mehr
    
    

 
(1)
Kurze Pause ....

Der Leseranwalt kommentiert eine Woche nicht mit.  »mehr
    
    
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 (13) Der Blick auf Fehler-Eisberge in Zeitungen aus der Perspektive der „New York Times“

Fehler sind unliebsame Begleiter der Medien. Augenfälliger sind sie in den gedruckten. Sie beschäftigen mich und weltweit etwa 100 Medien-Ombudsleute. Ein wichtiger ist Arthur S. Brisbane von der „New York Times“. Dessen aktuelles Fehlerbekenntnis pflückte im Februar ein Kollege aus dem Internet.  »mehr
    
    
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 (3) Wetten, dass die Medien Jauch oder Beckenbauer nicht zum Bundespräsidenten machen könnten

Wollten es die Medien, dann würde Günther Jauch oder Franz Beckenbauer Bundespräsident werden. Darauf wettet ein Leser. Der Nachweis für einen Wettgewinn lässt sich aber kaum erbringen, wenn die Medien nicht tatsächlich auf Jauch oder Beckenbauer setzen.  »mehr
    
    
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 (2) Auch die Fastnachtszeit macht ehemaligen Wissenschaftsminister nicht zum Journalistik-Professor

Über einem Interview mit Thomas Goppel (CSU) stand am 13. Februar: „Meinung ist keine Nachricht“. Wie wahr. Der Politiker prangert eine tendenziöse Berichterstattung vieler Medien an.  »mehr
    
    

 (8) Ombudsleute helfen Lesern, die Presse zu demystifizieren

Ich berichte heute in eigener Sache. Des besseren Verständnisses wegen beginne ich mit einigen Sätzen über die Medien-Selbstkontrolle, die zur Wahrung der Unabhängigkeit notwendig ist. Die ginge verloren, würden etwa staatliche Stellen Medien kontrollieren.  »mehr
    
    
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 (44) Meine Wahrheit, deine Wahrheit und die Wahrheit, die Journalisten nicht gepachtet haben

Derzeit macht verstärkt die Beschreibung der Medien als „Vierte Gewalt“ die Runde. Aber das sind sie nicht. Das Bundesverfassungsgericht hat sie als Wesenselement für ein freiheitliches Staatswesen gekennzeichnet. Als solches können sie öffentlich Druck erzeugen, mit Nachrichten, Meinungen oder Forderungen.  »mehr
    
    
sahlender gespiegelt

 (24) Lesern ist in Briefen mehr erlaubt, als Journalisten in ihren Artikeln

Vergangene Woche habe ich erklärt, dass Autorinnen oder Autoren von Leserbriefen auch für den Inhalt haften. Es kann sie teuer zu stehen kommen, wenn sie nicht nachweisbare schwere Rechtsverletzungen Dritter als Tatsache feststellen. Zu erkennen, ob das der Fall ist, fällt oft schwer. Selbst Juristen streiten mitunter, ob Texte durch die Meinungsfreiheit gedeckte Wertung oder eine Feststellung falscher Tatsachen enthalten. Kein Wunder, wenn auch Leser mal Meinung mit Nachricht verwechseln. Ich komme darauf zurück.  »mehr
    
    
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 (19) Auch wenn Leser mal Klartext schreiben, müssen Tatsachen nachweislich wahr und richtig sein

Die Diskussionsfreudigkeit der Leser hat mit dem Angebot an Kommunikationswegen zugenommen. Auch die Angriffslust ist darüber gewachsen. Die bringt Salz in die Suppe. Und wo besser könnte man öffentlich seine Meinung oder seinen Unmut loswerden, als in seiner Tageszeitung? Klar, das geht auch im Internet, wo die Zeitungen ebenfalls Diskussionsforen anbieten. Dennoch, traditionell mehr Gewicht besitzen für Leser gedruckte Worte. Und die verbreitet die Redaktion, wenn das nicht ausdrücklich ausgeschlossen wird, sogar zusätzlich im Netz, hier auf mainpost.de.  »mehr
    
    
Anton Sahlender

 (9) Unabhängigkeit von Bundespräsident und Journalisten: Regeln für Annahme von Vorteilen jeglicher Art

Die Diskussionen um Unabhängigkeit und um mögliche Vorteilsnahmen des Bundespräsidenten veranlassen mich, auf Regeln zu blicken, die für Journalisten gelten. An sie dürfen ähnliche Fragen gestellt werden. Leser setzen auch auf deren Unabhängigkeit. Dafür hat der Deutsche Presserat Regeln festgeschrieben.  »mehr
    
    
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 (70) Biblisches Hindernis für Journalisten: Wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein

Wenn sich Journalisten in Medien mit menschlichem Fehlverhalten beschäftigen, wird ihnen oft biblisch entgegengehalten, „wer ohne Fehler ist ...“ Man lässt diesen Halbsatz gerne unvollendet wirken. Ist doch das fehlende, „... werfe den ersten Stein“, Allgemeingut.  »mehr
    
    
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 (14) Von eigenen und fremden Fehlern, von geneigten und abgeneigten Lesern

Fehler, Fehler, Fehler. Ich will keinen beschönigen. Im neuen Jahr, so voller guter Vorsätze, fällt das nicht leicht. Und ich will auch Ihnen, meine geneigten Leser, nicht die Laune verderben. Genau deshalb sollten Sie bitte mal wieder die „geneigten Leser“ sein. Mit dieser etwas antiquierten Anrede biedern sich Zeitungsschreiber gerne bei den Leuten an, die sie mit ihrer Arbeit zu beglücken glauben. Das war gebräuchlicher zu Zeiten, in denen noch mehr Leser Zeitungen im Sinne von zugeneigt, geneigt gewesen sind.  »mehr
    
    

 (11) Wahrhaftigkeit bei Bildern und Lieblingsgerichte auf den Festtagstisch

Gewiss erinnern Sie sich an das (hier verkleinerte) eindrucksvolle Foto der Deutschen Presseagentur von einem weihnachtlich illuminierten Haus, erschienen auf der Titelseite vom 13. Dezember. Es illustrierte die Nachricht, dass Lichterketten im Advent arge Stromfresser sind. Haben Sie sich danach nicht gefragt, wo das Haus steht? Aber diese und andere Informationen darüber haben gefehlt. Das ist nicht in Ordnung.  »mehr
    
    
sahlender gespiegelt

 (14) Journalisten dürfen Einfluss auf Rathauspolitik nehmen, ohne gewählt zu sein

"Redakteure der Main-Post vertreten politisch eine bestimmte Richtung und lassen diese auch in die Zeitungsberichte mit einfließen.“ Diesen Eindruck gewinne er häufig, teilt mir ein Leser aus einer unterfränkischen Kleinstadt mit.  »mehr
    
    
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 (4) Im Spannungsfeld zwischen Schweinfurt und Würzburg

Ohne Lokalpatriotismus geht es auch in Zeitungen kaum. Aktuelles Beispiel: Ein Schweinfurter kritisiert, dass der Basketball-Riese Dirk Nowitzki im Blatt so groß vorkommt, dass ein „Würzburger Basketballverein“ auch in Schweinfurt umfangreich erscheint und dass Würzburgs Feinstaubbelastung am 26. November gar auf dem Titel des Schweinfurter Tagblattes zu lesen war.  »mehr
    
    
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 (4) FRANKEN
Datenschutzgesetz, Medienprivileg, Redaktionsgeheimnis und mein Fehler

Ich bekenne ein Versehen. Es darf nicht wieder vorkommen. Ich habe eine Kurz-Antwort auf eine Zuschrift per E-Mail an eine falsche Adresse geschickt. Dabei ging die politische Aussage in der Zuschrift mit an den falschen Adressaten. So habe ich redaktionellen Datenschutz, der von sehr grundsätzlicher Bedeutung ist, unbeabsichtigt verletzt. Ich komme darauf zurück.  »mehr
    
    
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 (2) Eines Kreisbrandmeisters Erfahrung: Im Internet wird respektloser kommentiert als in Zeitungen

Man sollte was ertragen können, wenn man im Lichte der Öffentlichkeit wirkt. Vor allem, wenn im Internet diskutiert wird. Dort geht es zuweilen respektloser zu als in Zeitungen. Dafür kann ein Feuerwehr-Beispiel stehen, das eines Kreisbrandmeisters. Ich habe es ausgewählt, weil der Mann sich durch einen Kommentar auf den Internetseiten einer Zeitung übler Nachrede und Verleumdung ausgesetzt sieht.  »mehr
    
    
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 (7) Zeitungsleser sind keine Besucher einer Kleinkunstveranstaltung

Die Sprache mancher Berichterstattung trifft nicht jeden Geschmack. Ich präsentiere dazu einen Fall. Es ist die Rezension einer Kabarettveranstaltung mit Holger Paetz im Würzburger Bockshorn vom 24.10.2011. Die Überschrift lautet: „Merkel als Gesäß-Göttin“. Ich erkläre nicht, ob gut oder schlecht, ob richtig oder falsch. Ich habe aber eine Meinung dazu.  »mehr
    
    
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 (4) Auf der Leiter des Erzählens sinnlich einsteigen, damit alle Leser folgen können

Wenn Sie 'Bibel, Kerze, Kirchturm, Papst oder Weihrauch' lesen, produziert Ihr Hirn Bilder – vielleicht sogar Gerüche und Gefühle. Wörter wie 'Advent, Offenbarung oder Schöpfung' entfalten weniger Wucht, weil sie abstrakter sind. Und Begriffe wie 'Katechese, Zölibat oder Exegese' produzieren im Kopf vieler Leser nur Fragezeichen.  »mehr
    
    
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Schwungvoll in den Tag mit drei erfreulichen Schlagzeilen

Nicht mehr zurückhalten mochte sich ein Leser aus dem Steigerwald. Erstmalig hat er deshalb einen Leserbrief geschrieben. Und die Redaktion müsste über seine Zeilen eigentlich Gewissensbisse bekommen. Der Schreiber stellt nämlich fest, dass wir mit unserer Zeitung nicht nur ihn daran hindern, morgens voller Schwung in den Arbeitstag zu starten. Und das wäre ganz und gar nicht im Sinne unserer Redaktion.  »mehr
    
    
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 (4) Ich gebe zu, dass auch wir von der Zeitung nie zu langweiligen Nullen werden können

Mit Fehlern, Irrtümern und Verwechslungen schreibt man Geschichte. Diese Absicht hatten Mitarbeiter unserer Zeitung aber nicht, als sie vor einer Woche in Würzburg Lokalseiten vom Freitag in der Samstagsausgabe ein zweites Mal an die Leser verteilten.  »mehr
    
    
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 (9) Wenn Kritik am Verhalten eindeutig zweideutig wird, sollte es ein Stadtrat ertragen können

Zu tief in die Schüssel gegriffen? Diese Frage stellte sich dem Deutschen Presserat nach der Beschwerde eines Stadtrates, der sich durch eine Glosse unserer Zeitung in seiner Ehre verletzt sieht. Der Presserat hat nicht in seinem Sinne entschieden. Ich versuche, die von mir kurz gefasste Presseratsentscheidung zu erklären, ohne dass die betroffene Person über das Gebiet der Lokalausgabe hinaus, in der die Glosse erschienen ist, erkennbar wird. Mir geht es vielmehr um Grundsätzliches.  »mehr
    
    
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(1)
„Unter Drei“ können auch Politiker mit Journalisten frei von der Leber weg reden

Öfter als den meisten Menschen bietet sich Journalisten die Gelegenheit, mit wichtigen Persönlichkeiten zu sprechen. Das hängt mit ihrer Aufgabe zusammen, Informationen zu sammeln und weiter zu vermitteln. Trotzdem veröffentlichen sie danach nicht alles, was sie in solchen Gesprächen erfahren haben, in den Medien.  »mehr
    
    
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 (10) Wenn in allgemein interessanten Streitigkeiten schonungslos kritisiert werden darf

Meinungsäußerung war es und nicht Schmähkritik, dass in einer Zeitung eine Person als „Sexual-Gangster“ bezeichnet worden ist. So entschied das Oberlandesgericht Dresden, weil der so bezeichnete Mann geklagt hatte. Der war aber tatsächlich viele Jahre zuvor wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs von Mädchen verurteilt worden. Auch aktuell lag eine Missbrauchsanzeige gegen ihn vor.  »mehr
    
    
sahlender gespiegelt

 (2) Haben auch Sie ein Auge darauf: Wie durchschaubar handeln ihre Stadt- oder Gemeinderäte

Weil es zum Journalismus gehört, einmal veröffentlichte wichtige Themen nicht einfach wieder auf sich beruhen zu lassen, greife ich erneut die Öffentlichkeit demokratischer Prozesse auf.  »mehr
    
    
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Leserbriefe dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden

Ein Ehepaar beobachtet seit Wochen, dass es mit den Arbeiten am Appartementbau in seiner nächsten Nachbarschaft nicht so recht weitergeht. Es vermutet, dass dem Bauunternehmer das Geld ausgegangen ist und befürchtet, dass es künftig mit einer Bauruine vor dem Haus leben muss. Deshalb schreibt es eine E-Mail an die örtliche Zeitung. Sie ist als Leserbrief gedacht und als Denkanstoß für die weitere Berichterstattung.  »mehr
    
    
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Ihre diskreten Aussagen müssen Bürger nicht in öffentlichen Veranstaltungen machen

Wer in einer öffentlichen Veranstaltung das Wort ergreift, muss damit rechnen, dass danach sein Name in Medien verbreitet wird. Darauf habe ich mehrfach hingewiesen. Aber es gibt Umstände, auf die ich noch eingehe, in denen es die Verantwortung gebietet, auf Namen zu verzichten.  »mehr
    
    
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Wer die Zeitung wirklich gelesen hat, ist gut informiert und kann mitreden

Einen Trendwechsel im politischen Teil dieser Zeitung hält ein Leser für unübersehbar. Den erkennt er, so wörtlich, „seit der Übernahme ihres Blattes durch die Regensburger Unternehmensgruppe“.  »mehr
    
    

Leonardo da Vinci ins Handwerk gepfuscht und Mona Lisa ihrer Hände beraubt

Mona Lisa lächelt. Man könnte meinen, das linke Foto aus dem von Leonardo da Vinci geschaffenen Bild, das im Pariser Louvre hängt, zeige das weltberühmte Renaissance-Gemälde komplett. Dieser Eindruck konnte am Freitag, 19. August (Seite 14), bei der Veröffentlichung dieses linken Bildausschnitts entstehen. Er illustrierte einen Beitrag über den Raub des Werkes im Jahre 1911. Kenner haben sofort bemerkt, dass Mona Lisas Hände als Bestandteil des Gemäldes fehlen. Das rechte Foto zeigt zum Vergleich das Kunstwerk unbeschnitten.  »mehr
    
    
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(1)
Hier geht es nicht mehr um Wurst, sondern um die Bezeichnung für ihr bestes Bett

Folgte doch tatsächlich nach der Themaseite zur Fränkischen Bratwurst am 17. August („Jetzt geht es um die Wurst“) eine Diskussion, bei der es eben nicht mehr um die Wurst ging. Im Mittelpunkt stand der „Kipf“, der das beste Bett für die fränkische Bratwurst sein soll. So ist es auf jener Seite zu lesen. Dazu ist dieses spezielle Brötchen samt Wurst abgebildet.  »mehr
    
    
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 (3) Am besten wäre es, Berichte über das Massaker von Oslo würden zur Vorbeugung beitragen

Die Main-Post hat, wie einige andere Blätter, 20 der Opfer des Massakers von Oslo abgebildet (Samstag, 30. Juli, Seite 4). Erst nach ausgiebiger Diskussion war die Entscheidung dafür in der Redaktion gefallen – wissend, dass es Leser geben würde, die eine solche Präsentation kritisch sehen. „Gesichter der Leids“ lautete die Überschrift des Beitrages dazu. Und es meldeten sich Leser, die in den Abbildungen eine unnötige Verstärkung des Leids erkannten.  »mehr
    
    
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(1)
Ich bin einige Zeit nicht für die Leser da

Meinen Dienst trete ich wieder am 23. September 2011 an.  »mehr
    
    
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 (3) Kurz vor den Ferien: Pluspunkt für Schulklasse bringt Minus für Redaktion

Schüler reifen zu bewussten Mediennutzern, wenn sie im Rahmen unseres Schulprojektes KLASSE! Zeitung lesen. So durfte ich der Klasse HTH11 der Schweinfurter Adolph Kolping-Berufsschule kurz vor Ferienbeginn einen Pluspunkt geben. Sie hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Montag, 25. Juli, in zwei Beiträgen über das Massaker in Norwegen, dem von Daniel Wirsching (Seite 2) und dem von dpa-Korrespondent Peter Zschunke (S. 3), jeweils ein Wort für Wort identischer Absatz erschienen ist. Die Schüler haben mich gefragt, wer hat von wem abgeschrieben? Eine Antwort darauf interessiert gewiss mehr Leser.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (5) Die Schwierigkeiten journalistischer Reaktionen auf Insolvenzen von Unternehmen

Dieser Tage hat mich eine Leserin gefragt, warum wir umfangreich über die Insolvenz eines bekannten Autohauses in der Region berichtet haben, aber über andere, kleinere Insolvenzen nichts in der Zeitung zu lesen sei. Die Frage ist einfach zu beantworten. Dennoch bedarf es zur Berichterstattung über wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen doch einiger Erklärungen mehr.  »mehr
    
    
sahlender gespiegelt

 
(1)
Im Leserbriefteil ist kein Platz für Bürgermeister, die ihre eigene Amtsführung beurteilen

Es gibt stets einige Leute, deren Zuschriften werden nicht als Leserbriefe veröffentlicht: Das sind die von Persönlichkeiten, die zuvor selbst Gegenstand der redaktionellen Beiträge gewesen sind, auf die sie sich beziehen, also auch an einem berichteten Vorgang direkt Beteiligte und dafür Verantwortliche. Aber auch die melden sich zu Wort. Die dann folgende Ablehnung, die verstehen sie oft nicht.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (2) Über die Anmaßung, einen Leserbrief mit dem Namen eines anderen einzuschicken

Entschuldigt hat sich am 28.6. (Überschrift: „Gefälschter Leserbrief“) die Redaktion bei einem Leser dafür, dass sein Name und seine Anschrift von einem Leserbriefschreiber missbraucht worden sind. Eine veröffentlichte Zuschrift war nicht von ihm und hat auch nicht seine Meinung wiedergegeben. Das wurde in den Leserbriefspalten, hier an dieser Stelle, mit der Entschuldigung klargestellt.  »mehr
    
    
Anton Sahlender

Das anerkennenswerte Interesse der Öffentlichkeit an vergangenen Ereignissen

Fast alles, was in dieser Zeitung erscheint, verbreitet die Redaktion seit Jahren auch im Internet, meist über mainpost.de oder main.de. Manche Zeitgenossen sind darüber glücklich, weil Erfreuliches über sie nicht nur in der Zeitung steht, sondern zusätzlich online erreichbar bleibt. Andere dagegen wollen bald wieder aus der Internetöffentlichkeit verschwinden. Sie kommen meist in für sie wenig schmeichelhaften Nachrichten vor.  »mehr
    
    
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Wenn Leser den Absender einer Nachricht kennen, können sie auch die Botschaft verstehen

Es erreicht mich von Zeit zu Zeit der Vorwurf, die Main-Post-Redaktion würde abschreiben, bzw. Beiträge aus fremden Medien kopieren. Das wollten speziell nach den Doktor-Affären einige Leser auch auf unseren Seiten entdeckt haben.  »mehr
    
    
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 (17) Über das Versagen der Medien und über Kachelmanns Bild in der Öffentlichkeit

Die Medien sind schuld. Ein solcher Generalvorwurf ist immer häufiger zu hören, aktuell nach dem Aufsehen erregenden Prozess gegen den bekannten TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann. Und wenn es pauschal gegen „die Medien“ geht, dann auch gegen diese Zeitung. Weshalb? Weil Persönlichkeiten mittels sogenanntem „Kampagnen-Journalismus“ an den Pranger gestellt werden. Weil zu viel Privates voyeuristisch ausgebreitet wurde.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (10) EHEC: Mögliche Gefahren für Leib und Leben wiegen schwerer als absehbare wirtschaftliche Schäden

Berichte über das Darmbakterium EHEC, das zu mehr als 1000 Erkrankungen und zu Todesfällen geführt hat, nehmen in den Medien – auch in dieser Zeitung – viel Platz ein. Das führte schon zu dem Vorwurf, das sei überzogen und typisch deutsche Panikmache. – Stimmt das?  »mehr
    
    
Leseranwalt

Warum das Geheimnis um ein Blumenmädchen sofort gelüftet werden muss

Das nebenstehende, wirklich wunderschöne Bild mit Blumenmädchen vor Kitzinger Hintergrund erschien vor mehr als einer Woche groß auf der Titelseite. Es wies auf die kleine Gartenschau in der Stadt hin, die im Wochenendmagazin der Zeitung ausführlich angekündigt war. Man könnte denken, das Foto sei ein Werbeplakat für die Veranstaltung, die am Freitag begonnen hat. Ist es aber nicht.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (9) Wie sich Minister Philipp Rösler zum Schutz seiner Kinder eines Besseren besonnen hat

Kinder genießen in unserem Rechtssystem besonderen Schutz, das gilt also auch für Veröffentlichungen in den Medien. Zum besseren Verständnis gehe ich auf eine wenig beachtete Nachricht aus der vergangenen Woche ein. Sie zeigt, dass dieser Schutz missverstanden und von Erziehungsberechtigten selbst außer Kraft gesetzt werden kann.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (10) Presserat missbilligt journalistische Recherche beim Arbeitgeber eines Kommunalpolitikers

Blicken wir zurück auf eine interessante Entscheidung des Deutschen Presserates, der freiwilligen Selbstkontrolle der Printmedien. Darin wurde missbilligt, dass ein Kommunalpolitiker durch journalistische Recherche bei seinem Arbeitgeber in Misskredit kommen konnte.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 
(1)
Maßstäbe, die für zu Guttenberg gelten, werden auch an Steinmeier angelegt

Leserin M. B. vermisst eine Nachricht in der Zeitung, die sie mit dem TV-Magazin Panorama vom 28. April erreichte. Es berichtete über eine möglicherweise rechtlich fragwürdige Beteiligung von Frank-Walter Steinmeier (SPD), noch als Chef der Niedersächsischen Staatskanzlei, an der Verwendung einer verdeckten Wahlkampfspende von 150 000 Euro.  »mehr
    
    
sahlender gespiegelt

 
(1)
Erinnerung an elende Lohnschreiber, die für Höheres kein Interesse haben

Es ist kein Selbstmitleid, wenn ich Ihnen den „Stoßseufzer“ eines einstigen Kollegen nicht vorenthalte. Ein Leser hat ihn im „Lindauer Tagblatt“ vom 9. Januar 1910 aufgestöbert. Und es mutet weitgehend zeitlos an, was unter der Überschrift „Der arme Redakteur“ damals erschienen ist:  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (3) Ein Flugzeugabsturz in der Eifel, der Menschen in Unterfranken nahegeht

Als Manipulationsjournalismus der übelsten Art empfindet ein Leser den Bericht über den Absturz des amerikanischen Kampfjets A-10 Thunderbold bei Laufeld in der Eifel (Ausgabe 4.4.: „Warzenschwein“ stürzte ab). Er wirft der Redaktion vor, sie habe einzig und allein deshalb darüber eine „Riesenstory“ produziert, um „Angst und Verunsicherung in der Bevölkerung zu erzeugen und Stimmung gegen das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld zu machen“. Die Ortsangabe vor dem Beitrag, Grafenrheinfeld/Laufeld verlege den Absturzort nach Grafenrheinfeld.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 
(1)
Drei ungleiche Prominente unter einer Überschrift in einen Topf geworfen

Leseranwalt An Ex-Wirtschaftsminister Michael Glos, an den einstigen Medienmogul Leo Kirch und an den früheren Sparkassenpräsident Siegfried Naser war in einem umfangreichen Beitrag in unserer Kitzinger Lokalausgabe erinnert.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (24) Der Presse Freiheit kann auch schmerzhaft sein für Betroffene und für Redaktionen

Je nachhaltiger Journalisten ihre Freiheiten nutzen, desto mehr müssen sie selbst ertragen können. Denn der Presse Freiheit ist auch schmerzhaft. Zuerst für Betroffene, dann aber oft auch für Redaktionen.  »mehr
    
    

Ich mache mal Pause

Bin erst wieder ab 2. Mai 2011 für Diskussionen, Anregungen und Kritik erreichbar. Ich versuche, eine Pause einzulegen.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (51) Fehler können die Glaubwürdigkeit eines Mediums aushöhlen

Mein Schriftwechsel mit einem Leser macht deutlich, dass Journalisten Fakten stets gewissenhaft überprüfen müssen, um ihrer Sorgfaltspflicht gerecht zu werden.  »mehr
    
    
Anton Sahlender

 (5) Nicht immer ist es möglich, dass in der Zeitung zusammensteht, was gut zusammenpasst

Gelegentlich entstehen über Tagesaktualität und Produktionsdruck in der Zeitung Nachbarschaften von sehr gegensätzlichen Beiträgen: Glück und Unglück, Spaß und Leid, Problematisches und Heiteres kommen sich bedenklich nahe. So ist es derzeit schwierig, freudige Ereignisse konfliktfrei unterzubringen:  »mehr
    
    
Sahlender 150 x 95

 (19) Berichterstattung über Japan: Warum andere Nachrichten verdrängt werden

Vernachlässigen Sie nicht andere wichtige Brennpunkte, so die Freiheitsbewegung in der arabischen Welt, besonders in Libyen“, mahnt ein Leser. Sein Hinweis ist richtig. Denn die Naturkatastrophe, die Japan heimgesucht hat und deren verheerende Folgen bestimmen gegenwärtig Konferenzen und Inhalte Ihrer regionalen Tageszeitung.  »mehr
    
    

 (17) Auch für einen beliebten Politiker sollten die Freiheiten der Medien nicht in Frage gestellt werden

Die Katastrophe in Japan, die die ganze Welt bewegt, verändert vieles und muss folglich Inhalte einer Zeitung stark dominieren. Auch deshalb tritt die Affäre um den Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in den Hintergrund. Also beschränke ich mich darauf, die folgenden, eigentlich für die Zeitung vorgesehenen Zeilen, hier online nachzureichen:  »mehr
    
    

 (18) Nach einem kritischen Leitartikel über Guttenberg droht Liebesentzug

Eine Tendenz nach links erkennt ein Leser und fragt sogleich, „ist das noch meine Zeitung?“. Ich fürchte nun so etwas wie Liebesentzug. Stein des Anstoßes ist ein Leitartikel unseres Berliner Korrespondenten (19.2. „Der Star ist ein Blender/Guttenberg und die Plagiats-Affäre“). Der Leser selbst wird wohl nicht links stehen, aber auch die Redaktion nicht, die der Unabhängigkeit und Überparteilichkeit verpflichtet ist.  »mehr
    
    

 (3) Warum zu Guttenbergs zurückgegebener Doktortitel in der Zeitung zuvor nie erschienen ist

Weil der Doktortitel vor Karl-Theodor zu Guttenberg medienwirksam verschwunden ist, sehe ich mich veranlasst, über unseren Umgang mit Doktoren zu schreiben. Zu Guttenbergs zurückgegebener Dr. ist in dieser Zeitung schließlich so gut wie nie vorgekommen.  »mehr
    
    

 (22) Journalisten sollen auch Halbgöttern in Schwarz mehr auf die Finger sehen

Es muss doch jedem Leser auffallen, dass Urteile im Namen des Volkes so ausfallen, dass man sich darüber nur wundern kann.“ Das erklärt mir ein Leser, der damit nicht nur die Rechtsprechung kritisiert, sondern auch die Redaktion, weil sie deren Fehlleistungen nicht aufgreift.  »mehr
    
    

 (45) Kinderlärm und Presslufthämmer - wenn Aussagen verkürzt werden

Redaktionskonferenz: Ich übe Kritik und stoße auf Widerspruch. Darum geht es: Auf der Titelseite der Zeitung (Freitag, 11. 2.) ist das Bild eines schreienden Buben im Karussell zu sehen. Es kündigt die Themenseite im Inneren über eine geplante Gesetzesänderung an: Kinderlärm soll nicht mehr als schädliche Umwelteinwirkung behandelt werden.  »mehr
    
    

 (15) Bericht aus dem Gericht: Die ethnische Zugehörigkeit des Angeklagten tut hier nichts zur Sache

Umgang mit Minderheiten und ethnischen Zugehörigkeiten erfordert journalistisches Fingerspitzengefühl, vor allem, wenn es um Straftaten geht. Ich beziehe mich auf ein leider schlechtes Beispiel: Am 4. November 2010 berichtete unsere Zeitung über ein Gerichtsverfahren gegen einen vorbestraften 32-jährigen Mann, den auch schon Interpol beobachtete (Überschrift: „Griff zu Barhocker und harten Drinks hat Folgen“).  »mehr
    
    

 (3) Wenn zwei Welten aufeinander treffen: Verbrechensopfer und Journalisten

Bruce Shapiro, US-Journalist, ist vor Jahren von einem Amokläufer mit dem Messer schwer verletzt worden. Das erzählt er in Waiblingen, nahe Winnenden, über 150 Journalisten aus ganz Deutschland.  »mehr
    
    

Wie berühmte Fußballer und Vereine zu Verführern von Redaktionen werden können

Da betreibt Ihre Zeitung mit einem redaktionellen Beitrag kostenlos Werbung für ein privates Unternehmen“, klagt bei mir ein Geschäftsmann. Der Grund: Das Angebot der Fußballschule eines ehemals sehr bekannten Profis und Nationalspielers war in einem Lokalteil redaktionell angepriesen worden.  »mehr
    
    

 (8) Damit die Redaktion zusätzlich zum Pressekodex noch das Gewissen als eigene Instanz einschaltet

Könnte mir bitte jemand erklären, warum Leser einen Anwalt brauchen?“ So gefragt eröffne ich den vorerst letzten Teil der Erklärung meiner Aufgabe, zu der mich kritische Stimmen veranlasst haben.  »mehr
    
    

 (4) Zur Neutralität des Leseranwaltes zwischen zwei Stühlen, von denen einer dem Brötchengeber gehört

Freiheit der Medien gilt als Sicherung für die Freiheit der Menschen eines Landes. Dahinter steht nicht nur bei uns ein Grundrecht, das ich vergangene Woche als oberstes Prinzip für die Wahrnehmung meiner Aufgabe als Leseranwalt genannt habe. An der hatten sich zum Jahreswechsel einige skeptische Stimmen gerieben. Also habe ich begonnen, meine Funktion aktuell zu erklären. Das setze ich nun fort.  »mehr
    
    

 (6) Warum für die Redaktion und den Leseranwalt alle Leser wie Mandanten sind

"Meiner Meinung nach sind Sie in letzter Zeit eher ein Anwalt der Zeitung. Im Regelfall verteidigen Sie die Redaktion gegen Kritik von Lesern. An sich ist das nicht verwerflich. Aber unter dem Deckmantel des Anwalts für Leser gehört das eigentlich nicht.“ Ich verstehe, was mir dieser Leser schreibt, der mir eine Chance gibt, wenn er hinzufügt, „oder habe ich da das falsche Verständnis für Ihre Position?“  »mehr
    
    
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 (3) Wenn die Darstellung von menschlichem Leid und Elend im Bild Zeitgeschichte ist

Von Zeit zu Zeit beschweren sich Leser, dass zu viel Leid und Elend in der Zeitung abgebildet würden. Sie halten das für sensationslüstern und kaum zu ertragen.   »mehr
    
    
Leseranwalt

 (89) Journalistische Meinungsbeiträge und das amtlich korrekte Handeln im Fall Cengiz

Heftig und emotional wird das Schicksal von Hakan Cengiz diskutiert. Die Stadt Würzburg versagt dem Türken, bestätigt vom Verwaltungsgericht, das weitere Aufenthaltsrecht in Deutschland. Man beruft sich auf die Rechtslage. Politiker bemühen sich noch, dem Mann das Weiterleben in Deutschland trotzdem zu ermöglichen – wegen seiner engagierten Tätigkeit für Integration.  »mehr
    
    
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 (2) Crossmediale Informationen erschließen Zeitungslesern neue digitale Welten

Wenn ich meine gedruckte Zeitung kaufe, möchte ich nicht gleichzeitig für irgendwelche digitalen Angebote zur Kasse gebeten werden!“ Das merkt ein Leser kritisch an und fragt, was heißt eigentlich „crossmediale Informationsstrategie“.  »mehr
    
    
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 (8) Ein Leserbrief mit nachweislich unrichtigen Vorwürfen, der nicht veröffentlicht wird

Überflüssig ist es“, schreibt ein Leser, „dass Sie einen halbseitigen Beitrag über Heiner Geißler drucken, der größtenteils (sogar wörtlich!!!) aus dem aktuellen Stern abgeschrieben ist („Die Show des Heiner Geißler“ vom 30. November, Seite 4). Das ist Plagiat. Wollen Sie den Eindruck erwecken, Sie seien so etwas wie die Welt und hätten eigene Reporter in Stuttgart vor Ort? Berichten Sie lieber mehr über Regionales.“  »mehr
    
    

 (4) Nachträgliche Schönheitsreparaturen an hässlichen Bildern wichtiger Politiker

Wäre meine Frau so abgebildet worden, würde ich die Zeitung verklagen!“ Eine Kollegin erzählt vom Telefongespräch mit einem verärgerten Leser: Ein von der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen veröffentlichtes Bild wirke, „als hätte man ihr einen Bart angemalt oder als trage sie eine Faschingsmaske“.   »mehr
    
    

 (24) Ich widme Anselm Grüns Empfehlung einem gläubigen Leser: Aus klaren Quellen schöpfen

In der Zeitung und in den Beilagen nehmen die Beleidigungen gegenüber der christlichen Lehre und Moral immer mehr zu“, schreibt ein Leser aus Karlburg. Er bezieht sich auf eine Zeitungsanzeige der Mediengruppe Main-Post, die diese Zeitung herausbringt.   »mehr
    
    

 (43) Auch im Schutz von Fantasienamen dürfen andere Menschen nicht in den Dreck gezogen werden

"Ich bin enttäuscht, dass die Zeitung anonyme Internetschreiber zitiert.“ Der Mann, der mir das mitteilt, trifft einen wunden Punkt. Denn im Netz bleiben Diskussionen meist anonym – auch bei mainpost.de und folglich auch in der Zeitung, wenn daraus zitiert wird.   »mehr
    
    

 (13) Die erste Seite einer Zeitung gehört den eigentlich wichtigen Themen

Blicken Sie für einen Augenblick mal rein in eine der täglichen Redaktionskonferenzen: Dort wird diskutiert. Ein Leser hat geschrieben, „die erste Seite gehört den eigentlich wichtigen Themen.“ Solche Hinweise geben Leser öfter. Folglich setzen sich Redakteure gerade wieder einmal mit der Frage auseinander, was die „eigentlich wichtigen Themen“ sind. Einer spricht aus Erfahrung: „Frage fünf Leser und du wirst zehn verschiedene Antworten hören.“  »mehr
    
    
Leseranwalt

Redakteure müssen den Einsatz des Rotstiftes so beherrschen, dass sie damit keine Beiträge entstellen

Für die Entsendung eines neutralen Redakteurs Ihrer Zeitung – normalerweise eine Selbstverständlichkeit – wollte ich mich eigentlich bedanken. Wenn da nicht der Verdacht wäre, dass der Beitrag redigiert worden sein könnte. Dabei sollte doch gerade die Unabhängigkeit Ihrer Redakteure sicher gestellt sein.“  »mehr
    
    

 
(1)
Frage an die Leser: Welche Nebensächlichkeiten nehmen demokratisch bedeutsamen Beiträgen den Platz weg?

Medien beschäftigen sich zu sehr mit Nebensächlichkeiten. Das glauben 44 Prozent der Deutschen. So geht es aus einer forsa-Umfrage (1001 Befragte) vom August 2010 hervor, durchgeführt im Auftrag der Hamburger Akademie für Publizistik.   »mehr
    
    
Leseranwalt

Warum die Redaktion die gut gemeinten Anregungen von Lesern nicht immer aufnehmen kann

Ein beflissener Leser aus Würzburg bemüht sich seit geraumer Zeit darum, die Redaktion zu unterstützen. Natürlich vorwiegend in seinem Sinne. Folglich schickt er mir ausgeschnittene Beiträge aus anderen Zeitungen und Publikationen. Er tut das erwartungsfroh mit Fragen wie: „Könnten Sie das in Ihrem Blatt nicht auch einmal publizieren?“  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (2) Nur wer sich über Paris Hilton informiert hat, kann die Meldungen über sie als überflüssig bezeichnen

"Tagtäglich bringt diese Zeitung Nachrichten, die so überflüssig sind wie ein Kropf", schreibt eine Leserin aus Veitshöchheim. Denn, so fährt die Frau fort, "wen interessiert schon, ob Lindsay Lohan oder Paris Hilton u.a. wegen Drogen oder Alkoholproblemen ins Gefängnis müssen?   »mehr
    
    

Warum es besser ist, nicht jeden politischen Witz gleich für bare Münze zu nehmen

Was mitunter missverstanden wird, sind Satiren und Glossen. Diese freizügigen und frechen Texte erregen dann Unmut, wenn Übertreibungen, Zuspitzungen, Phantasien, Polemiken, Spott, Ironie und noch mehr – eben alles das was diese Beiträge kennzeichnet – für bare Münze genommen werden.  »mehr
    
    

 
(1)
Wir müssen nicht alle Details über die Sexualpraktiken von Jörg Kachelmann erfahren

Haben in unserem Rechtsstaat nicht auch Schwerverbrecher das Recht auf ein Mindestmaß an Persönlichkeitsschutz und Privatsphäre?“, fragt ein Leser. Anlass sind intime Passagen in einem Bericht (vom 14.9.) über den Prozess gegen den TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann, dem eine Vergewaltigung vorgeworfen wird.   »mehr
    
    

Wunder der Genesung und eine öffentliche Rüge des Presserates

Der Deutsche Presserat informiert stets über seine Entscheidungen. Zwei habe ich ausgewählt.  »mehr
    
    

Wer kommt schon bei Chekhov darauf, dass es sich um einen bekannten Schriftsteller handelt?

Fremdsprachen in der Zeitung sind ein Kapitel für sich. Der Leser M. F. schlägt das Russische auf, weil der Ort „Mokhovoye“ unter einem Bild von Waldbränden stand: Es gehe ihm gegen den Strich, wenn er russische Namen so geschrieben sehe. Sinnvoll sei Mochowoje, denn so sprechen es Russen aus. Wir schreiben auch nicht „Yeltsin“, sondern Jelzin.  »mehr
    
    

Wenn sich Menschen im Internet millionenfach Freundschaftsangebote machen

Freundschaften liegen Sympathie, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung zu Grunde. Ich halte es aber für angebracht, Sie vorbeugend mit einer anderen Form vertraut zu machen, deshalb, weil viele Leser auch Internetnutzer sind und weil es täglich mehr werden.   »mehr
    
    

 (5) In der Sprache ihrer Berichterstattung sind Journalisten nicht an die Begriffe der Juristen gebunden

Die Presse darf eine Person als Täter bezeichnen, wenn sie ein Geständnis abgelegt hat und zudem Beweise gegen sie vorliegen oder wenn sie die Tat unter den Augen der Öffentlichkeit begangen hat. In der Sprache der Berichterstattung ist die Presse nicht an juristische Begrifflichkeiten gebunden, die für den Leser unerheblich sind.“  »mehr
    
    

 (5) Fußballberichte in der Lokalzeitung sind journalistische Heimspiele ohne Manipulationen

Die Becherwürfe, so dumm sie auch wieder waren, gehören nicht in den Bericht einer lokalen Zeitung.“ Zu lesen war über die fliegenden Becher am 11. August ein einziger Satz in einem ausführlichen Beitrag über das Derby der Fußball-Bayernliga zwischen dem FC Schweinfurt 05 und dem Würzburger FV im Schweinfurter Sachs-Stadion: „  »mehr
    
    

Für schwindelfreie Schönheit: Leser sollen erkennen können, wenn nicht alles Gold ist, was auf Fotos glänzt

Zeitungsleser lassen sich von Bildern nicht gerne täuschen. Unter einem schmucken Foto (Frankenteil, 22. Juli, „Lauschige Nächte“) ist zu lesen: „Zwei junge Paare genießen den abendlichen Blick von der Mauer der Festung Marienberg über Würzburg“. Sie sitzen dort droben im Bildvordergrund zur Stadt und zum Abgrund hin gewandt.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (9) Journalisten schreiben über "mutmaßliche Täter"

Ich kann das Wort 'mutmaßlich', das bei Beschreibungen von Straftaten immer wieder stereotyp ohne sprachliche Abwechslung auftaucht, nicht mehr hören, ohne dass mein Blutdruck steigt!“ Handschriftlich lässt das ein Leser aus Wiesentheid die Redaktion wissen.   »mehr
    
    
Leseranwalt

 (3) Wenn Johannisfeuer lodern...

Ich gebe Ihnen eine Woche Zeit, wenn dann der Bericht über unser Johannisfeuer noch nicht in der Zeitung erschienen ist, bestellen ich und meine Bekannten das Blatt ab!“ Der Anrufer aus dem Landkreis Würzburg lässt keinen Zweifel an der Berechtigung seines Anspruchs.  »mehr
    
    
Leseranwalt

Fidel Castro und seine Beziehung zu einer kapitalistischen Marke

Wozu, wenn nicht als 'Schleichwerbung', ist am 12.7. auf Seite 4 angegeben, dass Fidel Castro eine weiße Trainingsjacke der Marke Nike trägt? Ist Nike offizieller Sponsor von Fidel Castro, der dpa (Deutsche Presseagentur) oder der Mainpost? :-).“  »mehr
    
    
Leseranwalt

Ein halbes Dutzend Fotos mit einem Bürgermeister sind des Guten zu viel

Das ist widerlich“, schreibt ein Leser. Er macht seinem Ärger Luft, weil auf Lokalseiten der Würzburger Ausgabe ein Bürgermeister an einem Tag sechs Mal im Bild zu sehen ist.   »mehr
    
    
Leseranwalt

Spaniens Toreros sollten nicht die Schuldenkrise des Landes kennzeichnen

Redaktionen illustrieren ihre Beiträge gerne mit Symbolbildern wenn reale Abbildungen fehlen. Die führen zur Nachricht hin oder verstärken sie optisch. Das gelingt oft. Doch gelegentlich kann man darüber unterschiedlicher Meinung sein.  »mehr
    
    
Leseranwalt

Halbes Dutzend Fotos mit einem Bürgermeister in Zeitung sind des Guten zu viel

Das ist widerlich“, schreibt ein Leser. Er macht seinem Ärger Luft, weil auf Lokalseiten der Würzburger Ausgabe ein Bürgermeister an einem Tag sechs Mal im Bild zu sehen ist.   »mehr
    
    
Leseranwalt

 (10) Der Tritt gegen einen Hund und die überflüssige Information

Dieser Bericht hat Wirbel ausgelöst: „Ordenspriester tritt jungen Hund“ (15. Juni), lautete die Überschrift. Ein Teil der Leser ergriff für den Priester und ein anderer für die Hundehalter Partei. Ich kritisiere den Bericht. Ich sehe darin journalistische Ethik verletzt.   »mehr
    
    
Leseranwalt

 (3) Nach einem „inneren Reichsparteitag“ vor Millionenpublikum gehen wir nicht gleich zur Tagesordnung über

Der „innere Reichsparteitag“, bei der WM-Übertragung von ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein unbedacht ausgesprochen, wird diskutiert. Ich greife die interessante Ansicht eines Lesers heraus. Ihn betrübt, dass wir Nazis bis heute erlauben, unseren Sprachschatz, vielleicht für immer, so zu beeinflussen, wie es kaum ein anderes Land zulassen würde. Wörtlich: „Wenn wir nicht mehr erwähnen dürfen, was einst durch die Nazis in den Dreck gezogen wurde, dann sind wir ein armes Volk!“  »mehr
    
    
Leseranwalt

 
(1)
Auch sündige Journalisten müssen in einer Demokratie gelegentlich den ersten Stein werfen

Mitunter glauben Leser nicht, dass mich neben Kritik auch Lob erreicht. Besonders ungläubig war einer, welcher „die Banalitäten“ des Leseranwalts „für überflüssig“ hält und über dessen Existenz abstimmen lassen will.   »mehr
    
    

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