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Meinung

    
    

Helmut Schmidts kleine Geheimnisse

Helmut Schmidt hat sich stets gescheut, dem Privaten allzu viel Raum zu geben. Jetzt, mit über 96 Jahren, hat der SPD-Altkanzler aber noch ein Buch geschrieben, das schon vor Veröffentlichung für Wirbel gesorgt hat. Am Rande räumt er einen Seitensprung Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre ein, seine Frau Loki bot ihm die Trennung an. „,Was ich noch sagen wollte' ist ein sehr persönliches Buch“, sagt er selbst. Es geht um prägende Vorbilder, um das Töten im Krieg – und um ein paar Geheimnisse. »mehr
    
    
Leitartikel: Mietpreisbremse wird wenig bewirken

Leitartikel: Mietpreisbremse wird wenig bewirken

Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. Mit der Mietpreisbremse will der Bundestag den Immobilienmarkt beruhigen. Das Gesetz ist nicht als Instrument gedacht, um die Mieten zu senken. Jedoch will die Politik wenigstens einen weiteren enormen Preisanstieg für Wohnungen in Ballungsräumen verhindern. So darf künftig bei einem Mieterwechsel die neue Miete maximal zehn Prozent über dem ortsüblichen Niveau liegen. Dass die Mietpreisbremse wirklich etwas bewirkt, ist allerdings unwahrscheinlich. »mehr
    
    
Leitartikel: Der seltsame Herr Edathy

 
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Leitartikel: Der seltsame Herr Edathy

Auch nach der Einstellung des Verfahrens gegen Sebastian Edathy geht die Diskussion über die Kinderporno-Vorwürfe gegen den Ex-Politiker weiter. Die SPD fordert ihren einstigen Hoffnungsträger vehement zum Parteiaustritt auf. Die gegen Edathy verhängte Geldauflage von 5000 Euro, ohne deren Zahlung der Fall nicht rechtskräftig abgeschlossen ist, will der als Begünstigter vorgesehene Kinderschutzbund nicht annehmen. Und Edathy selbst? Der lebt in seiner eigenen Welt. So jedenfalls lassen sich die Einträge auf seiner Facebook-Seite interpretieren, die er nach Prozessende schrieb. »mehr
    
    
Leitartikel: Offensive für den Umweltschutz nötig

Leitartikel: Offensive für den Umweltschutz nötig

Die dramatischen Überlebensappelle der Umweltexperten erschüttern seit vielen Jahren. Doch dieselben, die morgens Parolen wie „Lebe gut – innerhalb der Grenzen, die der Planet uns lässt“ rufen, wehren sich am Nachmittag gegen die Abschaffung der Glühbirne oder einen Zuschlag von ein paar Hundert Euro, weil der Neuwagen niedrigere CO2-Grenzwerte einhält. In Brüssel wurden zahlreiche „ehrgeizige Klimaschutzziele“ vereinbart, deren Einhaltung wenigstens eine Kehrtwende einläuten sollte, ohne die wirklich notwendigen Vorgaben erreichen zu können. Weil man Politik eben nicht gegen, sondern nur mit den Menschen machen kann. Und deren Bereitschaft oder Fähigkeit, den Lebensstil zu ändern, ist begrenzt. »mehr
    
    
Leitartikel: Lücken in der politischen Moral

 (2) Leitartikel: Lücken in der politischen Moral

Fast war sie schon vergessen: die Verwandtenaffäre, die Bayerns Politik vor knapp zwei Jahren ins Wanken brachte. Dabei sind noch viel zu viele unangenehme Fragen zu Politik und Moral im Freistaat, die der Skandal einst an die Oberfläche beförderte, nach wie vor offen. »mehr
    
    

Es geht um Krieg und Frieden

Die Jüngeren lachten nur noch und nahmen es nicht mehr ernst. Wenn der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl einst sein leidenschaftliches Engagement für Europa mit den Worten begründete, Europa sei eine „Frage von Krieg und Frieden“, dann wollten dies die Nachgeborenen, die nichts anderes mehr kannten als Freiheit und Frieden, nicht glauben, weil diese Zeiten endgültig überwunden schienen. »mehr
    
    
Leitartikel: Profilierung an falscher Stelle

Leitartikel: Profilierung an falscher Stelle

Der Zeitpunkt der Debatte überrascht nicht, wohl aber die Schärfe der Auseinandersetzung. Zwischen der Bundesregierung und der katholischen Kirche hängt der Haussegen schief – in einer fundamentalen gesellschaftspolitischen Frage geht der Innenminister, der der Partei mit dem „C“ im Namen angehört, auf Konfrontationskurs zur Kirche und wirft ihr Rechtsbruch vor. Und die Kirche? Sie nimmt den Fehdehandschuh auf und erklärt demonstrativ, sich nicht dem Staat beugen zu wollen, weil sie sich höheren Werten verpflichtet fühlt. »mehr
    
    
Olympiakandidat

WÜRZBURG
Olympia muss für Werte stehen

Deutschland bewirbt sich für die Austragung der Olympischen Spiele. Dabei ist besonders die Herangehensweise gefragt. »mehr
    
    
Public Viewing WM Deutschland gegen USA

 (14) WÜRZBURG
Das Problem mit Schwarz-Rot-Gold

Zwischen Sommermärchen und Pegida-Winter: Verliert die deutsche Fahne nach den Fußballweltmeisterschaften durch Pegida wieder ihre Unschuld? »mehr
    
    

Masern-Impfpflicht überfällig

In Berlin grassieren die Masern, die Zahl der Infizierten ist auf über 600 gestiegen und offenbart ein großes Dilemma: viel zu viele Menschen, Kinder und Erwachsene gleichermaßen, haben keinen Schutz gegen eine Krankheit, die laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) als weltweit gefährlichste Kinderkrankheit gilt, weil sie vor allem in den Entwicklungsländern die meisten Kinderleben fordert. Dort stirbt bis zu einem Viertel aller Masern-Infizierten vor allem an typischen Folgeerkrankungen wie Lungenentzündung und Hirnentzündung. »mehr
    
    
Leitartikel: Nicht alle Schleuser sind üble Gesellen

Leitartikel: Nicht alle Schleuser sind üble Gesellen

Sind Menschen, die Landsleuten in Not gegen Bezahlung „Schleuserdienste“ anbieten, gewissenlose Straftäter? Oder handelt es sich bei ihnen um moralisch motivierte Fluchthelfer, die Gutes im Sinn haben? Eine eindeutige Antwort auf diese Fragen ist schwierig. Einerseits ist es unbestritten, dass skrupellose Schlepperbanden weltweit Milliardensummen verdienen, indem sie die Not von Menschen gnadenlos ausnutzen. Erst am Mittwoch hatte die Polizei wieder fünf syrische Staatsangehörige in Unterspiesheim (Landkreis Schweinfurt) aufgegriffen. Sie gaben zu Protokoll, einen fünfstelligen Eurobetrag für die Fahrt von Istanbul nach Deutschland an einen Schleuser in der Türkei bezahlt zu haben. »mehr
    
    
Leitartikel: Profilierung an falscher Stelle

Leitartikel: Stillstand statt Fortschritt

Groß ist die Große Koalition in Berlin nur deshalb, weil sie vier Fünftel der Sitze im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes belegt und die beiden kleinen Oppositionsparteien mit ihrer Masse erdrückt. Wer Großes von den Regierungsparteien CDU, CSU und SPD erwartet, wartet vergebens, im Augenblick backt die Große Koalition kleine Brötchen und verheddert sich im Klein-Klein des Parteiengezänks. »mehr
    
    
Leitartikel: Katar ist die falsche Wahl

Leitartikel: Katar ist die falsche Wahl

Deutschland gegen Italien beim Glühwein auf dem Würzburger Weihnachtsmarkt? Ein WM-Finale kurz vor der Christmette? Die Empfehlung der Taskforce des Fußball-Weltverbandes Fifa, die Weltmeisterschaft im Jahre 2022 in Katar auf die Monate November/Dezember zu verlegen, besitzt auf den ersten Blick Charme. Öfter mal was Neues. Warum nicht? Zwar fällt die Entscheidung erst die Fifa-Exekutive Mitte März, doch dass alles so kommen wird, daran besteht kein Zweifel mehr. Die Fifa wird sich vielmehr selbst feiern für ihre Weitsicht und Flexibilität. »mehr
    
    

„Seehofer fährt Kamikazekurs“

Neun Prozent Zustimmung ergab die jüngste Umfrage des Bayerischen Fernsehens für die bayerischen Grünen – nicht viel mehr als die enttäuschenden 8,6 Prozent bei der Landtagswahl 2013. Eike Hallitzky, seit Oktober einer der beiden Landesvorsitzenden, lässt sich davon nicht beirren. Der 55-Jährige setzt auf urgrüne Themen wie die Energiepolitik und hofft, dass die CSU 2017 wieder einen Koalitionspartner braucht. »mehr
    
    
Leitartikel: Mautpflicht für Fernbusse

 
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Leitartikel: Mautpflicht für Fernbusse

Konkurrenz belebt das Geschäft. Wo sonst wird die Sinnhaftigkeit des Spruchs deutlicher als anlässlich des Erfolgs der Fernbusse. MeinFernbus und FlixBus rollen nach ihrem Zusammenschluss zu Beginn des Jahres kraftstrotzend durch die Republik. Sie wollen ihr Angebot 2015 nahezu verdoppeln. »mehr
    
    
Leitartikel: Von der Öffentlichkeit schon verurteilt

Leitartikel: Von der Öffentlichkeit schon verurteilt

Wenn an diesem Montag um 10 Uhr vor dem Landgericht in Verden an der Aller der Prozess beginnt gegen den ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy, dann kommt hoffentlich endlich etwas mehr Licht in eine Affäre, deren Folgen auch ein Jahr nach Bekanntwerden den Politbetrieb in Berlin immer noch erschüttern. Auch das Vertrauen in die Justiz hat gelitten, wurden doch in den letzten Wochen und Monaten offensichtlich jede Menge unappetitlicher Informationen durchgestochen an Politik und Medien. »mehr
    
    
Standpunkt: Ein Kompromiss für alle

Standpunkt: Ein Kompromiss für alle

Um jeder Legendenbildung vorzubeugen: Dieser Kompromiss von Brüssel kennt keinen Verlierer, aber jede Menge Gewinner. Die neue Regierung in Athen darf überleben – dank ihrer Freunde aus der Währungsunion, die zahlreiche Ungeschicklichkeiten und Pannen der ersten Wochen wegzustecken bereit waren. Und die dennoch wieder tief in die eigene Tasche griffen. Das sollten diejenigen wissen, die mit unflätigen Angriffen nicht zuletzt auf die deutsche Kanzlerin auf den Athener Straßen Stimmung zu machen versuchten. »mehr
    
    

Gastbeitrag: „Denn sie wissen nicht, was sie tun“

Vor wenigen Wochen starb der bekannte Soziologe Ulrich Beck. Bereits in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts prägte er die Vision einer Risikogesellschaft und beschrieb diese so eindringlich, wie wir sie heute tatsächlich vorfinden. In seiner „Logik der Risikoverteilung“ beschreibt er Risikoszenarien, die klassenlos sind und aufgrund ihrer Pluralität jedes Individuum treffen können. Die weltweite Globalisierung hat als Begleiter zur Entwicklung ökonomischer Wohlfahrt auch eine weltweite Risikoverteilung mit sich gebracht. In der nun uns treffenden Logik der Risikoverteilung ist die Zahl der uns täglich bedrohenden Brandherde selten so groß gewesen wie in diesen Tagen. »mehr
    
    
Leitartikel: Wahl als geheime Kommandosache

 (4) WÜRZBURG
Wahl als geheime Kommandosache

Dass an der Universität Würzburg am Montag ein neuer Präsident gewählt wird, sollte im Vorfeld der Abstimmung im Hochschulrat niemand erfahren. »mehr
    
    
Leitartikel: Die EU muss auf die Griechen zugehen

Leitartikel: Die EU muss auf die Griechen zugehen

Stünde nicht so viel auf dem Spiel, könnte man versucht sein, von einer Komödie zu sprechen. Dabei ist es bestenfalls eine Tragikomödie, aus der allerdings schnell ein Trauerspiel werden könnte. Während die Akteure um Worte feilschen – Hilfsprogramm, Kreditprogramm, Brückenprogramm –, gerät aus dem Blick, worum es in Wirklichkeit geht: die Stabilität des Euro, die Zukunft der Währungsunion und, was meist völlig ausgeblendet wird, das Schicksal der Griechen. »mehr
    
    
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