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Meinung

    
    
Leitartikel: Ein grauenhafter Verdacht

 (2) Leitartikel: Ein grauenhafter Verdacht

Als der französische Staatsanwalt Brice Robin am Donnerstag die mutmaßliche Absturzursache von Flug 4U9525 bekannt gab, herrschten zwei Tage nach dem Unglück weltweit erneut Entsetzen und Fassungslosigkeit: Der 27-jährige Co-Pilot soll nach ersten Erkenntnissen der Ermittler die Katastrophe offenkundig vorsätzlich verursacht haben. Das ist ein so ungeheuerlicher Vorwurf, dass es eine Weile dauert, bis man begriffen hat, was da über den französischen Alpen geschehen sein soll – ein junger Kapitän begeht Suizid und nimmt 149 unschuldige Passagiere mit in den Tod. Unfassbar! »mehr
    
    
Leitartikel: Dem Schicksal ausgeliefert

Leitartikel: Dem Schicksal ausgeliefert

Fassungslos lesen und sehen wir die Berichte vom Flugzeugabsturz in den Alpen. Trauer und Entsetzen sind groß. Sie sind größer als bei vielen vergleichbaren Unglücken. Wenn, wie erst im Dezember, vor Indonesien ein Airbus mit 162 Passagieren verunglückt, fühlt sich das merkwürdig weit weg an. Wenn drei Monate später das Gleiche in den französischen Bergen passiert, berührt es uns tief, da fühlen wir mit den Angehörigen der 150 Opfer. »mehr
    
    
Leitartikel: Karrierestrategie mit Söder

Leitartikel: Karrierestrategie mit Söder

Schon wieder ein Geschenk: Markus Söder, Minister für Finanzen und Heimat, will Bayerns Bürger mit einem neuen Digitalisierungsgesetz beglücken. Es soll jedem Bürger „digitale Rechte“ verschaffen – etwa das Recht, jede Verwaltungsleistung digital und rund um die Uhr zu bekommen. So hat es Söder zumindest einer großen überregionalen Zeitung gegenüber gesagt. Umsetzungszeitplan? Unklar. Datensicherheit? Soll mit neuen, ebenfalls noch nicht existierenden Gesetzen gewährleistet werden. Zustimmung des Kabinetts? Steht noch aus. Die Vermutung drängt sich auf, dass Markus Söder sein Digitalisierungsgesetz, unfertig wie es ist, nur deswegen öffentlich gemacht hat, um Ilse Aigner zu toppen. »mehr
    
    
Leitartikel: Dobrindts Maut-Konzept ist veraltet

Leitartikel: Dobrindts Maut-Konzept ist veraltet

Die Latte lag hoch. „Ein Alexander Dobrindt scheitert nicht“, gab CSU-Chef Horst Seehofer als Devise aus, als er im Dezember 2013 den bisherigen Verkehrsminister Peter Ramsauer unsanft aus dem Amt beförderte und ihn durch seinen ihm treu ergebenen Generalsekretär ersetzte. Der Auftrag, den der ebenso ehrgeizige wie robuste Dobrindt im Marschgepäck mitbekam, war klar: Er sollte den Wahlkampfschlager der CSU, die umstrittene Maut für Ausländer, gegen alle Widerstände durch das Parlament durchbringen. »mehr
    
    

Von Schuld und Schulden

Die Frage wird für die Kanzlerin unangenehm. Beim ersten Besuch von Griechenlands Premier Alexis Tsipras dürfte Angela Merkel (CDU) auch die dunkle Vergangenheit der Nationalsozialisten einholen. Es gab Massaker der SS, zum Beispiel 1944 im Ort Distomo, und Tausende jüdische Opfer. Seit den 1990er Jahren verweist Athen darauf, dass noch historische Rechnungen offen sind. Zu Recht? »mehr
    
    
Leitartikel: Als wär's eine zerrüttete Ehe

Leitartikel: Als wär's eine zerrüttete Ehe

Die Deutschen kannten keine Gnade. Aus Rache für den Tod eines Offiziers, der von Partisanen in einen Hinterhalt gelockt worden war, fielen Soldaten der Wehrmacht am 3. Oktober 1943 in Lyngiades ein, trieben alle Bewohner, die sie finden konnten, auf dem Dorfplatz zusammen und erschossen mehr als 80 Menschen – fast ausnahmslos Frauen, Greise und Kinder. Noch in 30 Kilometern Entfernung waren die Rauchfahnen des brennenden Ortes zu sehen – ein Menetekel des Schreckens. »mehr
    
    
Leitartikel: Die EU ist zum Erfolg verdammt

Leitartikel: Die EU ist zum Erfolg verdammt

Europa hätte zweifellos etwas anderes gebraucht als die unausgesprochene Beschlagnahme dieses EU-Gipfels durch Griechenland. Dann wäre vielleicht die überraschende Botschaft noch deutlicher geworden, die zwischen den übrigen Themen nur ansatzweise durchsickern konnte: Die Union hat eine gemeinsame Linie gefunden, die noch vor wenigen Monaten undenkbar gewesen war. »mehr
    
    
Jan Böhmermann

 
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BERLIN
Leitartikel: Böhmermann zeigt den Stinkefinger - was Satire darf und was nicht

TV-Unterhalter Jan Böhmermann hat der Erregungskultur in Deutschland den Spiegel der Satire vorgehalten und bewiesen: Manchmal ist die Wirklichkeit der allerbeste Witz. »mehr
    
    

Täter aus der Anonymität holen

Seit Jahren ist sie ein Zankapfel, bisherige Anläufe wurden von Gerichten verworfen: die Vorratsdatenspeicherung. Der unterfränkische Bundestagsabgeordnete Alexander Hoffmann ist für das Speichern von Telefon- und Internetverbindungsdaten – nicht nur zur Terrorbekämpfung. »mehr
    
    
Leitartikel: Protest nicht pauschal kriminalisieren

 (2) Leitartikel: Protest nicht pauschal kriminalisieren

Alle Aufrufe zur Deeskalation, zur Gelassenheit, zur Vernunft haben nicht gefruchtet. Die Proteste anlässlich der Eröffnung des neuen Glasturmes der Europäischen Zentralbank (EZB) im Osten Frankfurts sind eskaliert. Schon vor dem Festakt nahmen die Krawalle in der Mainmetropole bürgerkriegsähnlichen Charakter an. Das ungeheure Ausmaß der Gewalt macht fassungslos. Was, so fragt man sich, geht in den Köpfen derer vor, die auch Feuerwehrleute attackieren, die gerade brennende Autos löschen wollen? »mehr
    
    
Leitartikel: Dobrindts Maut-Konzept ist veraltet

Leitartikel: Teure Kehrtwende

Auf einmal musste alles schnell gehen, vielleicht sogar zu schnell. Vor vier Jahren, im März 2011, kam es nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima zu einem spektakulären Salto rückwärts in der deutschen Energiepolitik. Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre damalige schwarz-gelbe Koalition, die kurz zuvor noch den von der rot-grünen Regierung mit den Atomkonzernen ausgehandelten Ausstieg aus der Atomenergie rückgängig gemacht und die Laufzeiten für alle 17 Meiler verlängert hatten, wollten plötzlich davon nichts mehr wissen. »mehr
    
    

 (17) WÜRZBURG
Wider die Meinungsfreiheit

Polemik und Intoleranz bei einer Gesprächsrunde auf dem Kongress Weltkirche »mehr
    
    
Leitartikel: Als wär's eine zerrüttete Ehe

 (2) Leitartikel: Ja zur Vorratsdatenspeicherung

Wenn es sein muss, fackelt Sigmar Gabriel nicht lange. Der SPD-Chef, bekannt für seine etwas sprunghafte Art, war erst für die Vermögenssteuer und dann dagegen. Er hat den Abbau der kalten Progression lange torpediert, um ihn später umso vehementer zu fordern. Und auch von einem deutschen Alleingang bei der Vorratsdatenspeicherung, für den er jetzt wirbt, wollte der Vizekanzler vor zwei Monaten noch nichts wissen. Wie Horst Seehofer, sein Alter Ego von der CSU, steht Gabriel daher im Ruf, seine Positionen ähnlich häufig zu wechseln wie Angela Merkel ihre bunten Blazer. Man könnte allerdings auch sagen: Er lernt dazu. »mehr
    
    

„Das zeigt den europaweiten Klüngel“

Steuerskandal folgt Steuerskandal – und Europa schaut zu? Ein Gespräch mit EU-Grünen-Abgeordnetem Sven Giegold über schwere Geburten, europaweite Klüngeleien und alltäglich gewordene Paradiesvögel. »mehr
    
    
Leitartikel: Dem Schicksal ausgeliefert

 (2) Leitartikel: Die Lehre aus dem 16. März 1945

Es ist ein klares, ein ermutigendes Zeichen, das die Zivilgesellschaft am Samstag in der Würzburger Innenstadt gesetzt hat. Trotz kühler Temperaturen waren zwischen 5000, wie die Polizei geschätzt hat, und 7000 Menschen, wie die Veranstalter gezählt haben, auf der Straße, um Flagge zu zeigen wider Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, für ein weltoffenes Würzburg, für ein buntes Mainfranken. Die Botschaft, die von demokratischen Parteien aller Couleur, von den Religionsgemeinschaften, von den Gewerkschaften, von über 130 Vereinen und Verbänden, vom FC-St.-Pauli-Fanclub bis zum Eine-Welt-Laden, ausgeht, ist eindeutig: Alte und neue Nazis haben hier nichts zu suchen. »mehr
    
    

WÜRZBURG
Inszenierung als Teil der Politik

Die Bundeskanzlerin in der DFB-Kabine bei der Fußballweltmeisterschaft. Ein Verteidigungsminister, der mit seiner Frau nach Afghanistan fliegt. Ein griechischer Finanzminister, der mit dem Motorrad statt mit der Limousine anreist. Politiker inszenieren sich ganz bewusst, sagt der Würzburger Historiker Peter Hoeres. »mehr
    
    
Leitartikel: Der Weg zur europäischen Armee ist weit

Leitartikel: Der Weg zur europäischen Armee ist weit

Die Idee einer europäischen Armee ist fast so alt wie die Europäische Union. Schon in den 1950er Jahren wollten Frankreich, Deutschland, Italien und die Benelux-Staaten eine Verteidigungsgemeinschaft schaffen. Sie scheiterte an der französischen Nationalversammlung. Das Thema hat die Vertreter der Gemeinschaft seither nicht losgelassen – nach dem Kalten Krieg und während des Konflikts im ehemaligen Jugoslawien rückte die Vision wieder in den Vordergrund. Genau wie im momentan schwelenden Ukraine-Konflikt, der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker dazu veranlasst hat, eine gemeinsame Armee erneut auf die Agenda zu setzen. »mehr
    
    
Zentralrat der Juden wählt neuen Präsidenten

WÜRZBURG
Josef Schuster: Mahner wider Willen

Nicht immer nur als Mahner wahrgenommen zu werden, war der Wunsch von Josef Schuster, bevor er zum Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland gewählt wurde. »mehr
    
    
Leitartikel: Böhmermann zeigt den Stinkefinger

 
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Leitartikel: Wenn Demokratie eine Zumutung ist

Das Jahr 2015 wird ein Jahr des Erinnerns. Vor 70 Jahren ging der Zweite Weltkrieg zu Ende. Noch gibt es die Chance, Zeitzeugen berichten zu lassen, ihren Geschichten und Eindrücken zuzuhören. Wir sollten sie nutzen. Aber es gibt auch andere, die diesen Jahrestag und die Geschehnisse drum herum für ihr menschenverachtendes Weltbild missbrauchen wollen. Da gilt es dagegenzuhalten, aber aushalten müssen wir es! »mehr
    
    
Leitartikel: Als wär's eine zerrüttete Ehe

Leitartikel: Knausern beim Kindergeld

Mit sechs Euro mehr Kindergeld im Monat kann keine Familie große Sprünge machen. Sechs Euro: Das kostet eine kleine Packung Windeln, das kostet ein billiges T-Shirt oder eine Schülerkarte fürs Kino. Eine Koalition, die so kleinkrämerisch denkt, kann das Familienministerium auch gleich als Unterabteilung des Finanzministeriums weiterführen – vor allem, wenn sie die Erhöhung auch noch auf zwei Jahre verteilen will. Vier Euro in diesem, zwei im nächsten Jahr: Wolfgang Schäuble, selbst Vater von vier Kindern, hat für alles Geld. Für neue Straßen. Für klamme Kommunen. Für Griechenland. Nur für die Familien nicht. »mehr
    
    
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