Meinung
Leitartikel: Jugend lässt sich nicht einschüchtern
Das Phänomen ist weltweit zu beobachten. Ob in Chile, Spanien, Schweden, Frankreich, Großbritannien, Griechenland – oder aktuell in der Türkei und Brasilien: Aus meist nichtigem Anlass entwickeln sich urplötzlich gewaltige Proteststürme. Mal entlädt sich die Wut der Bürger wegen zehn Cent mehr für einen Busfahrschein, mal platzt ihnen der Kragen wegen eines geplanten Bauprojekts auf dem Gelände eines kleinen Stadtparks. Fast überall sind es mehrheitlich junge Menschen, die ihren Unmut auf die Straße tragen. Was die Demonstranten bei aller Unterschiedlichkeit eint: Sie fürchten, von der Politik um eine vernünftige Lebensperspektive betrogen zu werden. Und: Ihr wichtigster Verbündeter ist das Internet. »mehrStandpunkt: Sie wollen Jobs
Das schlimme Wort von der „verlorenen Generation“ steht längst im Raum. Die Jugendarbeitslosigkeit ist zu der großen Herausforderung für die EU geworden, die ihren Bürgerinnen und Bürgern doch so oft versprochen hat, sie sei das Gegenmittel gegen die Globalisierung samt Jobverlust. Doch das Gerede über ein Sechs-Milliarden-Programm bleibt Augenwischerei. »mehr
DEUTSCHLAND
Telekom: Daten zählen, sonst droht die Internetbremse
Welche Auswirkungen hat die geplante Drosselung der Telekom bei ihren Internetzugängen? Wer ist davon betroffen? »mehr
Leitartikel: Perspektive für die Linkspartei
Die Linke zeigt sich auf ihrem Dresdner Parteitag kämpferisch – wenn auch nach innen nicht ganz geschlossen.“ Solch ein Satz im konservativen Springer-Blatt „Die Welt“ ist ein klares Indiz, dass die Partei mit sich ins Reine kommt und ihre Führung den Blick aus den Gräben interner Kämpfe nach vorne richten kann. Das grenzt schon fast an ein Wunder, wenn man sich das Erscheinungsbild der Linken von vor einem Jahr in Erinnerung ruft, als der Parteitag in Göttingen an den Rand der Spaltung führte. »mehrDer Welterklärer
Wenn das politische Deutschland ein Körper wäre, wäre dann nicht Helmut Schmidt sein Gehirn? Sicher doch. Auch am Abend seines langen Lebens besticht der Altbundeskanzler mit klaren Analysen des politischen Betriebs, mit Pointen, mit Fakten. Helmut Schmidt erklärt die Welt, und die Welt hört zu. Wie an diesem Nachmittag in einem Atrium in der Frankfurter Innenstadt, in dem er einen klugen wie scharfen Blick auf die Politik und vor allem die Finanzwirtschaft wirft und seine Thesen wieder einmal so seltsam alternativlos klingen. Die Gäste in ihren dunklen Anzügen trinken mit Strohhalmen Limonade aus dünnen Dosen, Häppchen werden auf Steinfliesen serviert, und dann ist da dieser Basketball-Star, der ein Autogramm nach dem anderen schreibt: Dirk Nowitzki. Das auf Bitten der Fotografen gemeinsam gestellte Foto absolviert Schmidt, und vielleicht liegt es an dem Trubel, dass der 94-Jährige vor dem Gespräch mit „Handelsblatt“-Herausgeber Gabor Steingart etwas teilnahmslos wirkt. Der Rollstuhl, der Stock, der müde Blick. Doch kaum auf die Bühne geschoben, blüht Helmut Schmidt auf. Seine Worte machen selbst aus dieser Eröffnung einer Bankenzentrale ein großes Staatstheater. »mehr(4) Leitartikel: Ein Schicksalstag der Deutschen
Ein staatlicher Feiertag ist der 17. Juni schon lange nicht mehr. 1990, im Jahr der friedlichen Wiedervereinigung Deutschlands, wurde er zum letzten Male begangen, damals erstmals gemeinsam in West und Ost. Doch schon im Jahr darauf gab es den Feiertag nicht mehr, er wurde durch den 3. Oktober – den Tag des Beitritts der fünf neuen Bundesländer zur Bundesrepublik – ersetzt. »mehr(10) Überwachung auf Schritt und Tritt?
Sind Internetnutzer mittlerweile einer Totalüberwachung durch den amerikanischen Staat ausgesetzt? Wir befragten Peter Schaar, den Bundesbeauftragten für Datenschutz. »mehr„Erdogan handelt verantwortungslos“
Fast zwei Wochen dauern die Proteste auf dem Istanbuler Taksim-Platz bereits an. Nun hat die türkische Polizei den Platz gewaltsam geräumt. Wir sprachen mit dem Grünenchef Cem Özdemir über die aktuelle Situation in der Türkei. »mehrLeitartikel: Das Grundvertrauen schwindet
Er wolle eine Debatte anstoßen, hat Edward Snowden gesagt, nachdem er die Überwachungspraxis der US-Geheimdienste öffentlich gemacht hatte. Präsident Barack Obama verurteilte seine Tat, sagte aber, eine Diskussion sei „gesund für unsere Demokratie“. Und nun? Dem Gespräch fehlt es an Substanz, so lange wesentliche Züge der Programme geheim bleiben. Wer allerdings vorschnell Sündenböcke sucht, erweist der Gesellschaft einen Bärendienst. »mehr„Kommen mit blauem Auge davon“
Er gilt als Deutschlands Auto-Papst. Am Dienstag, just als die Stellenabbaupläne von Schaeffler in Schweinfurt bekannt wurden, legte Ferdinand Dudenhöffer eine Studie zum Automarkt vor. Das Ergebnis: 2013 wird für Westeuropa das schlechteste Autojahr der vergangenen 30 Jahre. Wir sprachen mit Dudenhöffer über die Gründe – und die Folgen für die deutschen Zulieferer. »mehr
SCHWEINFURT
Leitartikel: Schaeffler zum Erfolg verdammt
Das ist ein schwerer Schlag für Schweinfurt, für die Stadt, die schon einmal in den 1990er Jahren Tausende von Arbeitsplätzen verloren hat. Ganz so schlimm wie damals wird es zwar jetzt nicht werden. Rund 600 Arbeitsplätze weniger bei Schaeffler, zusätzlich zu den 570 bei SKF, die in den nächsten Jahren abgebaut werden sollen, treffen den Standort hart, der sich nach wie vor vor allem über seine metallverarbeitende Industrie definiert. »mehr
Wirbel um Allensbach-Gründerin
Jedes Unternehmen, das etwas auf sich hält und die Jahre schadlos übersteht, richtet bald sein eigenes Museum ein. Es wirbt für die Marke, zeigt Kuriositäten aus der Geschichte (die alte Adler-Schreibmaschine zum Beispiel), und es treibt ein wenig Ahnenkult um die Gründergeneration. Auch das Institut für Demoskopie (IfD) arbeitet auf ein solches Museum hin. 2014 soll es der Öffentlichkeit zugänglich sein. Es breitet die Historie der Demoskopen am Bodensee seit den Anfängen im Jahr 1947 aus. Und die Geschichte ihrer Gründerin, der legendären Elisabeth Noelle-Neumann. »mehrLeitartikel: Freibrief fürs Schuldenmachen?
Peter Gauweiler ist ein Mann mit Ecken und Kanten. Und einer, der weiß, wie man sich medial in Szene setzt. Dem „Handelsblatt“ sagte er nun im Interview den perfekt zur aktuellen Hochwasserkatastrophe passenden Satz: „Karlsruhe ist die letzte Sicherung gegen die Schuldenflut.“ »mehrAbsage für Claudia Roth
Iran, Kuba – und jetzt auch Saudi-Arabien. Es gibt nicht viele Länder, die Claudia Roth bisher die Einreise verweigert haben. Diesmal allerdings, sagt die Grünen-Chefin, empfinde sie die Absage als besondere Provokation. »mehr(2) Leitartikel: Politikerkrankheit Populismus
Der Duden klärt auf: Unter Populismus hat man eine opportunistische Politik zu verstehen, die die Gunst der Massen zu gewinnen sucht. „Opportunismus“ ist ein Anpassen an die jeweilige Lage, also wenn man sein Fähnchen immer schön nach dem Wind dreht. Populismus als Politikerkrankheit tritt überwiegend in Zeiten des Wahlkampfes auf. Böse Zungen behaupten, da in Deutschland mit seinen 16 Bundesländern praktisch immer eine Wahl ansteht, dass es sich um eine chronische Dauererkrankung handelt. »mehr(2) Gastbeitrag: Das Märchen vom teuren Ökostrom
Lieber Peter Altmaier, subjektiv wollen Sie sicherlich die Energiewende, aber objektiv tun Sie zurzeit wenig dafür. Mit Ihrer Politik der „Strompreisbremse“ schaden Sie diesem Ziel sogar. Das wurde in Ihrem Interview mit der „Frankfurter Rundschau“ (FR) am 31. Mai sehr deutlich. »mehrLeitartikel: Heimlicher Anti-Terror-Kampf der USA
Bei der Bekämpfung von Terrorangriffen waren die USA in den vergangenen Jahren extrem erfolgreich. Man hat sich daran gewöhnt, und wenn die Sicherheitskräfte nach dem Bombenattentat auf den Bostoner Marathonlauf nicht bald mit Informationen zu den Tatverdächtigen aufgewartet hätten, wäre ihnen wohl Dilettantismus vorgeworfen worden. Nun dringen Details zu den Gründen für solche Erfolge ans Licht, und da wird es vielen ungemütlich: Telefondaten, E-Mails, Chat-Protokolle, Fotos, Videos, Kreditkarten-Transaktionen – es scheint kaum etwas zu geben, das nicht irgendwo gespeichert ist und bei Bedarf eingesehen werden kann. »mehrLeitartikel: Ehegattensplitting abschaffen
Einmal mehr macht das Bundesverfassungsgericht der Politik Beine. Die Karlsruher Richter haben entschieden: Auch eingetragene Lebenspartnerschaften, die sogenannten Homo-Ehen, müssen vom Ehegattensplitting profitieren können. Der bisherigen Position der Bundesregierung, allein die klassische Ehe steuerrechtlich zu privilegieren, hat das höchste deutsche Gericht eine deutliche Absage erteilt. Es gebe keine „gewichtigen Sachgründe für eine Ungleichbehandlung“, heißt es. »mehr
(1)
Standpunkt: Fehlende Selbsterkenntnis
Gesetzwidrig war es nicht, was Hans Gerhard Stockinger als Landtagsabgeordneter gemacht hat: in letzter Minute zwei Töchter anzustellen, bevor es verboten wurde. Oder den Steuerzahler dafür aufkommen zu lassen, dass er seinen Parteifreunden zum Geburtstag gratulieren wollte. Aber war es auch richtig? Nein. Es war wohl noch rechtens, aber nicht richtig. »mehr
Leitartikel: Steinbrück agiert ungeschickt
Nach der Designforscherin Gesche Joost hat Peer Steinbrück eine zweite Frau in sein Team geholt, die mit der großen Politik bisher allenfalls am Rande zu tun hatte. Die Deutsch-Türkin Yasemin Karakasoglu ist eine kluge, eloquente und sehr selbstbewusste Professorin. Aber hat der Kandidat sie tatsächlich nur deshalb engagiert – oder auch um des Aha-Effektes willen? Schließlich sind es Seiteneinsteigerinnen wie sie, die einem Schattenkabinett das Genossig-Graue nehmen. Die Aufmerksamkeit erzeugen, neugierig machen und auch die biederste Partei plötzlich erfrischend unkonventionell aussehen lassen. »mehrZeichen setzen
Förderpreis für
engagierte Bürger Lesen Sie alles über den Preis und machen Sie Vorschläge, wer ihn bekommen soll. »mehr
engagierte Bürger Lesen Sie alles über den Preis und machen Sie Vorschläge, wer ihn bekommen soll. »mehr
Leserbriefe
Schreiben Sie uns
Wenn Sie uns einen Leserbrief schreiben wollen, dann können Sie das direkt hier tun. »mehr
Anzeige

Wetter












