publiziert: 05.02.2012 19:07 Uhr
aktualisiert: 05.02.2012 19:33 Uhr
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Standpunkt: Der Willkür ausgeliefert

Das Veto Russlands und Chinas gegen eine Verurteilung Syriens im Weltsicherheitsrat hat eines klargemacht: Die Demonstranten bleiben weiter auf sich selbst angewiesen. Im Gegensatz zu den Rebellen in Libyen, die von der NATO Deckung aus der Luft erhielten, werden die Syrer vorerst keinen militärischen Schutz aus dem Ausland erhalten. Sie bleiben der Willkür ihres Herrschers ausgeliefert. Was das bedeutet, zeigte das blutige Massaker in Homs. Die Opferzahlen werden noch lange unbekannt bleiben, es ist aber bereits deutlich, dass Hunderte Zivilisten im wahllosen Artilleriebeschuss der Armee ums Leben kamen. Vieles deutet darauf hin, dass dies nur der Startschuss für den Beginn einer noch blutigeren Phase in Syriens Freiheitskampf war. Die Vertreter Russlands und Chinas, die mit ihrem Votum Assad Rückendeckung gaben, tragen potenziell auch die Verantwortung für den Tod Zehntausender weiterer Menschen.

Von gil Yaron red.politik@mainpost.de
    
    

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