publiziert: 17.07.2006 18:17 Uhr
aktualisiert: 03.12.2006 22:29 Uhr
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Swinger und Schwinger

Seit ein paar Tagen sorgt eine kleine Zeitungs-Anzeige für große Erregung: Da gab das Amtsgericht Würzburg offiziell die Gründung eines neuen Vereins bekannt. Zufällig stand jene Anzeige neben der Annonce vom Kitzinger "Swinger-Club Rubin", darunter inserierte eine "rothaarige Ramona, heiß & hemmungslos". Gleich wurde in Würzburg gerätselt, was in dem neuen Verein namens "Schwinger-Club 2006" geboten wird, der immerhin in bester Wohnlage Würzburgs seinen Sitz nahm. Dabei weiß doch jeder von uns - natürlich nur aus der Zeitung - dass Swinger in Clubs zur gemeinsamen Freizeit-Gestaltung (nicht nur finanziell) die Hosen runter lassen. Als es nun hieß, im neuen Schwinger-Club werde eine Übung namens "Hosenlupf" praktiziert, kannte die Fantasie kaum noch Grenzen. Dass der Verein im Bayerischen Landessportverband Mitglied ist, konnte man sich kaum vorstellen - oder ist Sex-Akrobatik in Großgruppen jetzt Sport? Zum Glück sorgte dann Roland Stockmann, Direktor des Amtsgerichts, für Aufklärung: Schwingen ist die Schweizer Version des Ringens auf einem Boden aus Sägemehl. Man versucht, per "Hosenlupf" den Gegner am Beinkleid anzuheben und ins Sägemehl zu schwingen. Seit 1992 dürfen sich sogar weibliche Lupfer gegenseitig ans (Hosen-)Leder. Zwar sind traditionsbewusste Schwingerfreunde davon nicht begeistert. Aber die Akzeptanz des "Wyberschwingets" nimmt unter Schwingern zu. Ob das bei den Swingern genauso ist, bleibt zu prüfen - aber nicht heute.
    
    

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