publiziert: 17.09.2010 16:44 Uhr
aktualisiert: 13.10.2010 12:52 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Santiago de Chile (dpa)
Erste Rettungsbohrung erreicht Kumpel

Rechtzeitig zu den Feiern des 200. Jahrestages der Unabhängigkeit Chiles hat die erste Rettungsbohrung die in einer Mine eingeschlossen Kumpel erreicht.

  • Rettungsbohrung Die erste Rettungsbohrung hat die in einer chilenischen Mine eingeschlossen 33 Bergmänner erreicht.
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Eine erste Vorbohrung sei am Freitag bis in einen Werkstattraum in 630 Meter Tiefe vorgedrungen, berichtete Radio Cooperativa von der Mine San José in der Atacama-Wüste. Die Bergarbeiter, die seit mehr als einem Monat in einem Stollen in 700 Meter Tiefe verschüttet sind, haben zu der Werkstatt Zugang.

Das Bohrgerät vom Typ Schramm T-130 war schneller als erhofft vorangekommen. Stündlich stieß es 18 Meter weiter in die Tiefe vor. Nun muss die Röhre in einem zweiten Arbeitsschritt von 30 auf etwa 70 Zentimeter erweitert werden. Dies kann noch einige Wochen dauern.

Die seit dem 5. August verschütteten Bergleute müssen eventuell zunächst Geröll beseitigen, das aus dem Bohrloch in den Raum gefallen ist. Danach können sie sich auf ein Jahrestags-Festmahl freuen: Auf dem Speiseplan steht das traditionelle chilenische Essen zum Nationalfeiertag: Empanadas, Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen, sowie das als Asado bekannte Fleisch vom Holzkohlegrill.

Am Samstag und Sonntag wollten die Bergleute ihr Verlies in der Tiefe sogar mit Girlanden schmücken, eine Flagge hissen und die Nationalhymne singen. Nur der normalerweise dazugehörende Rotwein wird den Eingeschlossenen vorenthalten - es gilt Alkoholverbot.

Wesentlich sichtbarer als der Bohrerfolg in der Tiefe war für die Angehörigen, die seit Wochen bei der Mine im harschen Wüstenklima campieren, der Aufbau eines 45 Meter hohen Gitterturmes für eine dritte Bohrung. Dieses Gerät, das normalerweise für die Suche nach Erdöl und Erdgas eingesetzt wird, werde eventuell Anfang kommender Woche in Betrieb gehen, sagte Bergbauminister Laurence Golborne.

Der dritte Bohrer vom Typ Strata 950, mit dem die Bohrarbeiten begonnen worden waren, musste unterdessen in etwas mehr als 300 Meter Tiefe für Reparaturen gestoppt werden.

    
    

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Die neuesten Kommentare

thales (104 Kommentare) am 17.09.2010 18:08

Gute Nachricht!!!

Ich wünsche den armen Bergarbeitern, dass sie alle bald wieder Tageslicht sehen können! Es ist eine Horrorvorstellung in 600 m Tiefe eingeschlossen zu sein und nicht zu wissen, ob man lebend wieder haerauskommt.
(0)
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