publiziert: 12.03.2010 22:04 Uhr
aktualisiert: 19.03.2013 16:02 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Hamburg (dpa)
Hintergrund: Entschädigungszahlungen

Immer mehr Opfer von sexuellem Missbrauch melden sich zu Worte. Wie in anderen Ländern drohen der katholischen Kirche auch in Deutschland Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe.

USA: Die Kirche entschloss sich 2006 zu Zahlungen von mehr als 1,5 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) an die Opfer. Viele Diözesen gerieten an den Rand des Ruins. Sie mussten ihre Ausgaben drastisch reduzieren, schlossen Kirchen und Schulen. Seit 1950 kosteten die Verfehlungen von Priestern die Kirche insgesamt mehr als 2,6 Milliarden Dollar (derzeit fast 1,9 Milliarden Euro). Mindestens 4400 Priester hatten sich an nahezu 11 000 Kindern vergangen.

IRLAND: Die Regierung vereinbarte 2009 mit kirchlichen Orden einen Entschädigungsfonds von 2,1 Milliarden Euro. Ein Großteil des Geldes brachte die Kirche durch den Verkauf von Gebäuden und Ländereien auf. Bis in die 1990er Jahre wurden tausende Kinder in kirchlichen Heimen gequält und missbraucht. Einige Bischöfe traten zurück, weil sie zulange geschwiegen hatten.

Über Entschädigungen in anderen Ländern gibt es nur bruchstückhafte Berichte. Aus Kanada wurde 2009 bekannt, dass die Diözese des Bistums London (Ontario) einer heute 51-Jährigen zwei Millionen kanadische Dollar (1,3 Millionen Euro) gezahlt hat. Sie war als Kind wie Dutzende andere Mädchen von einem Priester geschändet worden.

    
    

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Die neuesten Kommentare

Debuetant (661 Kommentare) am 26.01.2011 08:59

Liebe Traumfrau ...

... Es heißt: "Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein." Das bedeutet, dass keiner werfen darf, weil die einzigen Menschen, die nie eine Sünde begangen haben, Jesus und seine Mutter Maria waren. Und dieser Jesus hat gesagt: "Auch ich verurteile dich nicht. Gehe hin und sündige nicht mehr."

Unabhängig davon schaudert mir auch vor dieser Sünde. Allerdings, wenn man sich ansieht, dass vor ca. 20/30 Jahren deutsche Politiker versucht haben die Pädophilie als Ausdruck einer normal gelebten Sexualität und unschädlich für Kinder darzustellen, wundert einen diese Entwicklung in Gesellschaft und Kirche nicht. In der berüchtigten Kommune I der 68er wurden Kinder gehalten. Warum werden die Bewohner dieser WG nicht befragt und zur Rechenschaft gezogen?

Wie ist es mit Lehrern, die sich an Kindern vergriffen haben? Zahlt da die Schule Entschädigungszahlungen? Oder der Staat, also wir?
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toto (820 Kommentare) am 04.04.2010 02:08

Ach feuerlein

Es geht langsam auf den senkel, wie Sie versuchen "Ihre" lieben Priesterlein zu schützen. Die Täter wären in den USA für 50 Jahre in den Knast und hätten dort XXXL mal die Seife aufheben dürfen!
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traumfrau (268 Kommentare) am 30.03.2010 20:18

Amerikanische Verhältnisse

In Amerika haben die Jesuiten ja schon mal "in weiser Voraussicht" Gäubigerschutz nach Chapter 11 beantragt... Glücklicherweise ist das nicht in allen Ländern möglich!!! Wer (sowieso nicht wiedergut zu machenden) Schaden in Kinderseelen und Menschenleben anrichtet, sollte wenigstens aus seinem Überfluß, den die Kath. Kirche ja unbestitten hat, ZAHLEN müssen! Hätte ich zu entscheiden, ICH würde den ersten Steein werfen, denn DIESE Sünde habe ich nie begangen, sie wäre mir nicht einmal in den Sinn gekommen! Welch menschenverachtende Täter müssen das sein, die kleinen Kinder solches antun!?
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fam. feuerstein (2510 Kommentare) am 30.03.2010 17:23

Keine amerikanischen "Verhältnisse" !!!

Denn dass XXXXL in USA echt G R O S S geschrieben wird, das dokumentieren ja nicht nur die Mega-Fress-Portionen, die dort angeboten und von den unglücklich FETTSÜCHTIGEN auch noch gern angenommen werden (suchtartig müssen...).
Ebenso maßlos sind die Forderungen in finanz. Sicht...

DAGEGEN hat Bischof Friedrich Hoffmann von Würzburg sehr klug entschieden:
Höchstens Therapie- oder Nachsorgemassnahmen werden (nach genauer Prüfung !!!) gezahlt.
Sonst bedienen sich zuviele Trittbrettfahrerer/innen am fetten Kuchen "Entschädigungsfonds"....
DAS verhüte der kluge Menschenverstand und die Bischofskonferenz... und zwar mit allen auch zur Verfügung stehenden juristischen Mitteln !!!

Es gibt schon genug Missbrauch mit gutgemeinten Sozialleistungen - die Kirche wäre völlig unverantwortlich jetzt auch noch solche "Einladungen zum fin. Missbrauch" der Kirchensteuern anzubieten...

Wehret den Anfängen - kein XXXXL in deutschen Landen !!!
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