publiziert: 02.04.2009 19:37 Uhr
aktualisiert: 02.04.2009 19:42 Uhr
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Aktion für Verbot von Genmais

Druck auf Horst Seehofer und Ilse Aigner wächst

(dpa/tito) Ilse Aigner und Horst Seehofer müssen noch vor der Aussaat für ein Verbot von Genmais sorgen. Das fordert ein Bündnis aus dem Online-Netzwerk Campact, dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und dem Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND). Das Bündnis will am Freitagvormittag anlässlich der CSU-Vorstandsklausur mit einer Aktion vor dem oberfränkischen Kloster Banz den Druck auf die Bundeslandwirtschaftsministerin und den Ministerpräsidenten erhöhen.

Mit einer großen, im Sekundentakt rückwärts laufenden Digitaluhr ruft das Bündnis die Politiker zum Handeln noch vor der Aussaat Mitte April auf. Es will ihnen anlässlich der CSU-Vorstandsklausur eine Studie zu den Risiken von Genmais und der rechtlichen Machbarkeit eines nationalen Anbauverbots überreichen.

Der BUND und andere Verbände berufen sich seit Langem auf Studien zu auffälligen Reaktionen des Immunsystems bei Mäusen, höherer Sterblichkeit von Marienkäferlarven und Orientierungsproblemen von Bienen. „Das Gift wirkt an Organismen, für die es nicht gedacht ist“, sagt der Tiermediziner Christoph Then. Der US-Konzern Monsanto, Hersteller von MON 810, sieht dagegen keine negativen Folgen für Tiere und Umwelt.

Stichwort

MON 810 Derzeit ist MON 810 die einzige genveränderte Pflanze, die in der EU kommerziell angebaut werden darf. Ein künstliches Gen produziert ein Gift gegen den Schädling Maiszünsler. In Deutschland ist der Genmais-Anbau für rund 3600 Hektar beantragt, in Bayern für 65 Hektar, der überwiegende Teil der Flächen im Landkreis Kitzingen.

    
    

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