publiziert: 20.01.2012 17:57 Uhr
aktualisiert: 20.01.2012 19:30 Uhr
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Bischöfe dürfen Zahlen erst im Sommer nennen

Würzburgs Bischof Hofmann verweist auf neuen Beschluss der Bischofskonferenz
  • Der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann
    Foto: Thomas Obermeier
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Der ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat beschlossen, dass keine der 27 deutschen Diözesen ihre Kirchenaustrittszahlen vom Vorjahr mehr bekannt geben darf, bevor nicht die Daten aus allen Bistümern vorliegen. Dies bestätigte auf Anfrage dieser Zeitung die stellvertretende Sprecherin der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn, Nina Schmedding. Der Beschluss sei im November gefallen, sagte Würzburgs Bischof Friedhelm Hofmann bei der Haushaltspressekonferenz der Diözese Würzburg am Freitag. Er glaube, dass die Austrittszahlen von 2011 nun „voraussichtlich im Juli oder August 2012“ veröffentlicht werden könnten, so Hofmann. „Voraussichtlich im Frühsommer“, so Schmedding.

Mit Verweis auf diesen Beschluss der Bischofskonferenz verweigerte Hofmann am Freitag unterfränkischen Journalisten die Bekanntgabe der Kirchenaustrittszahlen der Diözese Würzburg von 2011. Dies ist ein auffälliger Bruch mit der Tradition. Üblicherweise werden spätestens bei der Haushaltspressekonferenz der Diözese zu Jahresbeginn die Austrittszahlen kommuniziert; gemeinsam mit einem Überblick über den Personalstand, den Etat und die Kirchensteuereinnahmen.

Dass die Austrittszahlen nicht genannt wurden, sorgte unter den Journalisten auch deshalb für Erstaunen, weil einige Medien, darunter auch diese Zeitung, die Zahlen schon vor Wochen angefragt hatten und jeweils auf den Termin der Pressekonferenz am 20. Januar vertröstet worden waren.

Wie in vielen anderen deutschen Bistümern auch waren in Würzburg im Jahr 2010 die Kirchenaustrittszahlen extrem angestiegen – als Reaktion auf das Bekanntwerden von Missbrauchsfällen innerhalb der katholischen Kirche. Im Bistum Würzburg zählte man 2008 genau 3342 Austritte. 2009 waren es 3788 – und im Jahr 2010 ist die Zahl auf 6310 explodiert. 2011 scheint das Jahr gewesen zu sein, in dem die Austrittszahlen wieder deutlich zurückgingen; über den Daumen gepeilt seien sie etwa um ein Drittel niedriger als im Vorjahr. So war es den Ausführungen des Bischöflichen Finanzdirektors Albrecht Siedler zu entnehmen. Klare Zahlen nannte auch er nicht.

Umso genauer waren die Zahlen, die die Kirchensteuereinnahmen betreffen. Sie wuchsen laut Finanzdirektor Siedler 2011 „in den Himmel“, lagen allein in der Diözese Würzburg bei 139 Millionen Euro. Dies sei, sagte Siedler, der niedrigen Arbeitslosenquote, dem intakten Konsumklima und den hohen Auftragsbeständen in Industrie und Handwerk in Unterfranken geschuldet. Das Gesamthaushaltsvolumen der Diözese beträgt 2012 knapp 153 Millionen Euro. Dies ist das höchste Etatvolumen, das die Diözese je verzeichnete. Der größte Teil der Ausgaben fließt in den Personalbereich. Einem Vergleich mit Vorjahreszahlen ist zu entnehmen, dass die Zahl der katholischen Priester in der Diözese Würzburg im Jahr 2011 weiter gesunken ist: Betrieben 2010 noch 367 Priester in Unterfranken Seelsorge, werden es laut Haushaltsplan 2012 nur noch 337 sein – 30 Priester weniger. „Die Nachwuchszahlen sind nicht so, wie wir sie uns wünschen“, sagte der Bischof.

Er betonte, dass die Diözese Würzburg – anders als andere Diözesen – an der Zahl der Pastoralreferenten nicht sparen wolle. Im Bistum werde es in diesem Jahr 140 Pastoralreferenten und 126 Gemeindereferenten geben; außerdem 151 Diakone. Gespart werde aber trotzdem beim Personal, sagte Albrecht Siedler: „Etwa bei Mitarbeitern von Archiven. Der Computer erleichtert ja da die Arbeit; in solchen Bereichen werden frei werdende Stellen nicht mehr besetzt.“ Dem Rekordhaushalt 2012 zum Trotz werden die Kirchensteuereinnahmen langfristig abnehmen – allein aufgrund der demographischen Entwicklung. „Wir haben mehr Särge als Wiegen“, so der Bischof. Binnen eines Jahres ist die Zahl der Katholiken im Bistum um 10 000 gesunken.

Von unserem Redaktionsmitglied Gisela Rauch
    
    

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»Alle 329 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

morestradamus (4 Kommentare) am 28.01.2012 22:06

Dem ist nicht´s mehr hinzuzufügen...

KIRCHE

Du bezahlst für ihren Segen, für die Angst vor dem Tod,
dein Geld hält sie am Leben, gibt ihnen ihr täglich Brot.
Du hängst an ihren Lippen und Du glaubst, daß Du sie brauchst;
dann klammer Dich an sie, bis Du verfaulst!

Ich scheisse auf die Kirche, ihren Papst und seinen Segen,
ich brauch ihn nicht als Krücke, ich kann alleine leben!
Falls Du das nicht kannst, ja falls Du ihn brauchst;
Werde mit ihm glücklich, doch zwing mir nicht Deinen Glauben auf!

Zensur und Moralismus, ist alles was sie bringt,
eine halbe Erlösung, der Himmel stinkt!
Und Du willst für sie sterben, in ihrem Namen,
Für die Kirche, für ein Amen?
...für ein Amen!

Ich pisse auf den Papst und seine römische Zentrale,
auf den Vatikan und seine Sklaven!
Ich glaube nicht an Eure Worte, ich bin doch nicht bekloppt!
Denn wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott!
...braucht auch keinen Gott!
(0)
Berge (552 Kommentare) am 26.01.2012 22:31

Irrtum

wastlein, ich kann dir hier nicht die ganze abendländische Philosophie erklären,aber Gott
ist eben per se nicht Glied der Kausalitätskette, sonst wäre es nicht Gott. Sicher ist dies
der Glaube, den ich dir nicht naturwissenschaftlich beweisen kann, von der Offenbarung
Gottes, die freilich für einen Ungläubigen wirkungslos ist, ergibt sich für einen Gläubigen
die Glaubenssicherheit. Aber du kannst meinem immerhin durch den Erfahrungsbeweis
vernünftigen Dogma der Existenz Gottes nur das unbeweisbare Dogma , dass es keinen
Gott gibt, entgegensetzen und du kannst dich nicht entziehen mit der Behauptung, was es nicht gibt, ist auch nicht zu beweisen. Beweise mir , dass es Gott nicht gibt, außer
ich glaube ,dass es Gott nicht gibt. Hätte der Mensch nicht diese Freiheit, gäbe es auch
keinen Glauben. Mit diesen Gedanken kannst du dich mit namhaften Wissenschaftlern
von Einstein bis Heisenberg beschäftigen. Trotz aller menschlichen Erfahrung der Natur-
gesetzlichkeit bleibt immer noch die Freiheit zum Nichtglauben. Gott, sonst wäre es nicht
Gott, ist nicht Glied der Kausalität, sondern erste Ursache und Ursprung universaler
Ordnung.Vergleiche dazu Einstein!.All die philosophischen Gedankengänge zeigen
die Vernünftigkeit des Glaubens an Gott, ersetzen ihn aber nicht, der sich allein in
der persönlichen Glaubenserfahrung und im Glauben an seine Offenbarung in Jesus
Christus entfaltet. Es gibt keinen Gott ist ist ein unbeweisbares Glaubensdogma, das
sich allein auf das beschränkte Denkvermögen des wissenschaftlichen Beweises
beschränkt, ein sehr kleiner Horizont, Augustinus trf auf einen Jungen am Meer, der
mit einer Muschel das Meerwasser in eine Sandgrube schüttete. Letztlich gab er nach einem Disput ihm die Antwort, so wie es unmöglich ist, das Meer in die Grube umzu-
füllen, so unmöglich ist es ,Gott mit deinem kleinen menschlichen Verstand zu erfassen.
(1)
fam. feuerstein (2510 Kommentare) am 26.01.2012 09:41

Wer demütig ist, kommt mit dem Beschluss

der deutschen Bischofs-Konferenz die Zahlen erst später zu veröffentlichen ganz gut klar... Wer keine Demut hat muss sie halt noch lernen. zwinkern
Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.
Menschen von heute müssen mal wieder Demut buchstabieren lernen und das tut manchmal weh... zwinkern
Wer ihnen jedoch diesen Schmerz ersparen will gleicht dem Zahnarzt, der vor der Wurzelbehandlung an einem vereiterten Zahn sagt: tut nicht viel weh...

Verstanden ???
(0)
werntal (70 Kommentare) am 25.01.2012 14:30

Mainpost

Liebe Mainpost, kann man diesen Kommentarenzirkus nicht endlich mal beenden? Viele Kommentatoren diskutieren inzwischen über Gott und die Welt, nur mit dem eigentlichen Zeitungsbericht hat das nicht mehr viel zu tun.
(0)
freierchrist (252 Kommentare) am 24.01.2012 14:36

Kein Vorwurf trifft zu.

Wir werden hier als Katholikenhasser, als Zeugen Jehovas, UL, als Copy und Paste bezeichnet.

Wir können hier wahrheitsgemäß versichern !

NICHTS TRIFFT ZU.

Wir haben nach dem schlimmen Mord an unserer Tochter die Bibel, "unter vielen Tränen" gelesen, um eine Antwort zu finden, wo jetzt unsere Tochter ist, nachdem sie uns auf so furchtbar schlimme Weise genommen wurde.

Barmherzigkeit und Nächstenliebe haben wir von unserer Kirche nicht erfahren.

Wir sind keine Katholikenhasser, denn für uns sind "beide Amtskirchen"
"GLEICH SCHLECHT".
Luther würde heute seine eigene Kirche genauso anklagen, wie damals die Katholische.

Wir sind keine Zeugen Jehovas, denn diese sind keine Christen. Sie verdrehen das Wort Gottes, haben ein eigenes Buch, das in keinster Weise dem Wort Gottes - DER BIBEL - entspricht.

Siehe Text-Info (klick an - "Mehr anzeigen" zum Video:
Jesus sagt: \"Heute\" wirst du mit mir im Paradies sein

Als UL wurden wir beschimpft. Da mussten wir uns erst durchgooglen, denn wir konnten damit nichts anfangen. Heute wissen wir, dass dies mit dem Universalen Leben zusammenhängt.

Nochmals und das ganz ehrlich.
Wir sind einsame, einfache Christen. Leben unseren Glauben "ganz alleine" - ohne Sekte, ohne Glaubensgemeinschaft und auch ohne Kirche, von der wir uns getrennt haben und wofür wir damals auch noch 50 DM für den Kirchenaustritt bezahlen mussten.

Ja, wir kopieren Worte der Bibel in unseren Text. Was aber ist schlimm daran.
Unser Ziel ist es nicht, Doktor, oder Professor werden.
Wir können und wollen uns nicht auf die Höhe von Martin Luther stellen.
Aber auch Luther hat doch mit den Worten der Bibel geantwortet.
Sagt uns das Gegenteil, von dem, was in der Bibel steht.
Genauso handeln auch wir.

Ist dies verwerflich ?

In der Bibel - 2.Tim. 3, Vers 16 ist zu lesen:
"Denn alle Schrift, von Gott eingegeben,
ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung,
zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit."


Wir haben hier in den Kommentaren viele hochgestochene Worte gelesen, mit denen wir nicht das Geringste anfangen können, denn wir sind, wie gesagt - einfache Menschen - keine hochstudierten Theologen. Aber diese Selbstgerechtigkeit, dieser geistige und geistliche Hochmut ist uns begegnetet auf der Suche nach Gott und Glauben, im schlimmsten Leid, von "studierten Theologen", welche die Bibel mit dem Verstand lesen, nicht aber mit dem Herzen.

Wir haben ganz einfach einen "kindlichen Glauben". Glauben an eine sichtbare und unsichtbare Welt und haben keine Zweifel mehr, dass wir unsere Tochter wiedersehen.

Jesus sagte in Matthäus 18, 3:
"Wahrlich, ich sage euch:
Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder,
so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen."


Siehe Video: - klick an -:
werdet wie die Kinder
(0)
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