publiziert: 24.11.2011 20:42 Uhr
aktualisiert: 24.11.2011 20:44 Uhr
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Die Gegner: „Ja zum Ausstieg“

Ein Bündnis, das „Wahlkampf“ betreibt
  • Eines der bekanntesten Anti-S21-Bilder: ein später erblindeter Demonstrant.
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Die Gegner

Die Kritiker von S 21 haben sich zum Bündnis „Ja zum Ausstieg“ formiert. Dahinter stecken der Landesverband des BUND, die Stuttgarter Grünen, der Verkehrsclub Deutschland, die Linke, die Gruppierung „Parkschützer“, der Verband Pro Bahn oder die Öko-Aktivisten von „Robin Wood“. Auch die ÖDP, die Piratenpartei oder einzelne SPD-Ortsvereine finden sich im Pulk der Gegner. 300 000 Euro hat das Bündnis bislang eingesammelt. Die Kritiker eines unterirdischen Bahnprojektes schicken Prominente ins Land, um „Wahlkampftermine“ zu absolvieren, etwa den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne), aber auch der Schauspieler Walter Sittler, Romanautoren wie Wolfgang Schorlau oder Regisseure wie Volker Lösch und jede Menge Kabarettisten und Künstler wie Georg Schramm oder Konstantin Wecker lassen sich für den Zweck einspannen. Der Schlachtruf der Gegner lautet „Oben bleiben“. Am Montag kamen über 10 000 Gegner zur inzwischen 100. „Montagsdemonstration“.

Die wichtigsten Gegen-Argumente:

Stuttgart 21 „kannibalisiert“

andere Verkehrsprojekte, weil es mit weit mehr als 4,5 Milliarden Euro Baukosten Geld andernorts, etwa im Regionalverkehr, abzieht.

kein entsprechender Nutzen

gegenüber, Fahrzeiten können auch durch Schienenmodernisierung verkürzt werden.

Es gibt wichtigere Bahnprojekte

in BW wie die auch für Güterzüge wesentliche Rheintalbahn mit Anschluss an den Gotthard-Tunnel in der Schweiz. Das Projekt ist

nicht gut durchgeplant

,

Schäden am Stuttgarter Mineralwasser sind zu befürchten oder unkalkulierbare Folgen beim Bohren der vielen Tunnel.

Es gibt Alternativen

zu S 21: Einen ertüchtigten Kopfbahnhof oder den von Heiner Geißler vorgeschlagenen Kombibahnhof, bei dem Schnellzüge unterirdisch fahren, Regionalzüge aber oberirdisch bleiben.

Die Kosten

bleiben nicht bei 4,5 Milliarden Euro, alle Risiken inklusive komme das Projekt auf rund sechs Milliarden Euro.

Ausstiegskosten

liegen bei maximal 400 Millionen Euro, weil die Grundstücke, die die Stadt von der Bahn gekauft hat, zurückgegeben werden können: Wert gegen Wert. gar

    
    

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