aktualisiert: 10.01.2012 19:44 Uhr
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WÜRZBURG
Heubisch: Studiengebühren bleiben
Bayerns Wissenschaftsminister hält Beiträge für unverzichtbar – Wahlkampfthema 2013
Weg mit den Studiengebühren in Bayern – das ist Ziel des designierten SPD-Spitzenkandidaten Christian Ude. „Es wird die erste Handlung einer von mir geführten Landesregierung sein, dass die Studiengebühren wie in allen anderen sozialdemokratischen Bundesländern auch wieder abgeschafft werden“, kündigte Münchens Oberbürgermeister, der 2013 die Staatskanzlei erobern will, jetzt an.
Studiengebühren als Wahlkampfthema? „Gerne!“, kommentierte Bayerns liberaler Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch am Dienstag bei einem Besuch in Würzburg die SPD-Forderung. „Ich bin da sehr sicher: Alle guten Argumente liegen auf Seiten der sozial ausgewogenen Studienbeiträge“, sagt der FDP-Politiker. Udes Ankündigung fände er „toll“, schließlich habe der OB im gleichen Atemzug auch die Universitäten in Bayern gelobt. Hervorragende Unis und Studiengebühren – „das eine gehört zum anderen mit dazu“, meint Heubisch.
Sieben Bundesländer hatten ehemals bis zu 500 Euro pro Semester erhoben, inzwischen ruderten einige Landesregierungen zurück, auch das grün-rot regierte Baden-Württemberg schafft die Beiträge gerade ab. Nur in Niedersachsen und im Freistaat ist das Studium künftig nicht gebührenfrei. Auch noch nach der nächsten Landtagswahl? „Natürlich“, sagt Heubisch, „weil die alte bürgerliche Regierung bleiben und Studienbeiträge weiter erheben wird.“ Er verweist auf eine Stellungnahme der deutschen Bischöfe: Statt einem völlig gebührenfreien Studium sei Gebührenfreiheit im Kindergarten anzustreben. „Genau das, den Einstieg ins kostenlose Kindergartenjahr, haben wir jetzt bei den Nachtragsverhandlungen durchgesetzt“, sagt der FDP-Minister.
Und maximal 500 Euro pro Semester seien wenig im internationalen Vergleich. „Der Studierende kann entscheiden, zahle ich gleich, oder zahle ich nach dem Studium zurück, wenn ich einen Arbeitsplatz und ein gewisses Einkommen habe.“ Die Beitragsdarlehen seien so gestaltet, dass die Studiengebühren „de facto nachgelagert sind für diejenigen, die das wollen“. Allerdings, räumt Heubisch ein: „Wir haben das zu wenig bekannt gemacht.“ Nur fünf Prozent der Studierenden würden die Beitragsdarlehen in Anspruch nehmen. Dabei gebe es keine Bonitätsprüfung, alle Studierenden könnten Darlehen bekommen. Was den Aspekt soziale Chancengleichheit betrifft, verweist der Wissenschaftsminister auf eine Untersuchung des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), das „der bürgerlichen Nähe nicht verdächtig“ sei. Die habe zur großen Überraschung gezeigt, dass die sozial Schwächeren „tendenziell sogar dorthin gehen, wo das Studium etwas kostet, weil es etwas wert ist“.
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perseus (49 Kommentare) am 11.01.2012 13:38
Weiter so Herr MinisterWir wissen ja mittlerweile zu gut, wo die FDP steht, nämlich im Abseits! Was ist denn mit den 61 Mio € an bisher eingenommenen - nein eingetriebenen - Studiengebühren, die noch irgendwo liegen, u.z. unverwendet? Was ist mit Ihrem "Brandbrief" aus dem vergangenen Jahr an die bayer. Universitäten, wo sie diese auffordern, das eingetriebene Geld doch bitteschön schnellstmöglich auzugeben? Sie sollten vielleicht doch Ihre Energie dafür einsetzen sich einen neuen Job zu besorgen, denn Ihre Partei wird Gott sei Dank bald verschwunden sein! |
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mppthi (347 Kommentare) am 11.01.2012 00:49
Ude istdoch eine Lachnummer!!Ich denke der blödeste in Bayern weiß wo Aschaffeburg ist.. Wird wohl von asozialen gewählt |
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