aktualisiert: 01.02.2012 21:40 Uhr
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OFFENBACH/WÜRZBURG
Investor für Manroland
Offenbacher Werk: KBA wohl nicht mehr im Rennen
Ein neuer Geldgeber bietet sich als Retter des Offenbacher Manroland-Werks an. Für die Produktion der Bogendruckmaschinen in Offenbach sei ein Investor gewonnen worden, der ein langfristiges Engagement zugesagt habe, teilte die Insolvenzverwaltung des Druckmaschinenherstellers Manroland am Mittwochabend in Augsburg mit. Ein Name wurde nicht genannt. Nach Medieninformationen soll es sich um die britische Langley Holdings handeln.
Der Verkaufsprozess der insolventen Manroland AG sei für zwei der drei Standorte voraussichtlich abgeschlossen, hieß es von der Insolvenzverwaltung weiter. Es fehle noch die Zustimmung des Gläubigerausschusses. Näheres wollte Insolvenzverwalter Werner Schneider am Donnerstag in Augsburg bekannt geben.
Im vorläufigen Insolvenzverfahren hatte Schneider nur das Werk Augsburg an die Lübecker Firmengruppe Possehl abgeben können, während Offenbach und Plauen in Sachsen noch auf langfristige Lösungen warten mussten. Das Amtsgericht Augsburg hat am Mittwoch das Insolvenzverfahren für Manroland eröffnet. Das Unternehmen hatte Ende November Insolvenz angemeldet. Nach Medieninformationen wollte Schneider in Augsburg dem Gläubigerausschuss ein Angebot der Briten für das Offenbacher Werk empfehlen. Dem Vernehmen nach soll der gesamte Standort mit sämtlichen 824 noch verbliebenen Beschäftigten übernommen werden.
Der britische Konzern Langley Holdings wird von Gründer Anthony Langley geführt. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von knapp 495 Millionen Euro einen Reingewinn von 56,4 Millionen Euro erzielt. Wesentliche Beteiligungen sind die norddeutschen Technologie-Unternehmen Piller Power Systems und Claudius Peters sowie der Augsburger Schweißtechnikspezialist ARO. Langley hatte am Jahresende 2225 Mitarbeiter.
Mit der Briten-Offerte für das gesamte Werk dürfte der Konkurrent Koenig & Bauer (KBA) aus dem Rennen sein. Der Würzburger Druckmaschinenhersteller hatte erneut Interesse an Teilen des Unternehmens in Offenbach signalisiert. Dabei soll es vor allem um den Service für die Tausenden Manroland-Maschinen gehen, die weltweit bei den Kunden stehen. Unternehmenssprecher Klaus Schmidt bestätigte auf Anfrage dieser Zeitung, dass KBA Interesse „an ausgewählten Bereichen und Aktivitäten“ des Offenbacher Werks bekundet habe und dies „dem Insolvenzverwalter Werner Schneider noch einmal mitgeteilt“ habe. „Wir werden mit Sicherheit versuchen, noch einmal über noch offene Positionen zu sprechen“, zitierte das „Handelsblatt“ KBA-Vorstandschef Claus Bolza-Schünemann. Die Branche kämpft seit 2008 gegen die Krise an. KBA-Manager Bolza-Schünemann sieht aber Raum für Wachstum: „Wir haben eine Planung für die Jahre 2013 und 2014, die sieht jeweils ein jährliches Wachstum vor.“
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Die neuesten Kommentare
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laukemedia (402 Kommentare) am 02.02.2012 17:25
Offenbacher Manroland-WerkGenau dort sassen die FLASCHEN - die die Firma in den RUIN getrieben haben...natürlich in der GESCHÄFTS-LEITUNG! |
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