publiziert: 18.09.2011 19:17 Uhr
aktualisiert: 18.09.2011 19:19 Uhr
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Mann stirbt nach Attacke in U-Bahnhof

Debatte um Sicherheit

Schon wieder hat es einen Angriff in einem Berliner U-Bahnhof gegeben – dieses Mal mit tödlichem Ausgang: Ein junger Mann ist auf der Flucht vor Schlägern aus einem U-Bahnhof in Berlin gestorben.

Der 23-Jährige lief nach ersten Erkenntnissen am Samstagmorgen aus dem Bahnhof Kaiserdamm panisch auf die mehrspurige Straße. Dort wurde er von einem Auto erfasst und getötet. Zwei der drei mutmaßlichen Täter stellten sich noch am Samstagabend der Polizei, wie ein Sprecher am Sonntag mitteilte.

Damit erreichte die Debatte um die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr der Hauptstadt eine neue Dimension. Diesen Montag steht in Berlin ein Urteil gegen einen Schläger vom U-Bahnhof Friedrichstraße an.

Laut Polizei meldeten sich am Samstag ein 21-Jähriger und ein 22-Jähriger gegen 20.30 Uhr auf einer Polizeiwache. „Sie gaben an, etwas mit der Sache zu tun zu haben und wurden festgenommen“, fügte er hinzu. Weitere Einzelheiten konnte der Sprecher noch nicht nennen und verwies auf die Ermittlungen der Mordkommission. Die Verdächtigen würden nun vernommen. Der dritte Angreifer ist noch unbekannt.

Nach den bisherigen Erkenntnissen waren am Samstagmorgen ein 23-jähriger Mann und sein Begleiter gegen 4.50 Uhr von drei Unbekannten im U-Bahnhof Kaiserdamm im Westen der Stadt attackiert worden. Beide flüchteten, wobei der 23-Jährige auf den viel befahrenen Kaiserdamm lief und dort von einem Auto erfasst wurde.

Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass es sich um einen tragischen Unfall handelte. Rettungskräfte versuchten vergeblich, den Verletzten wiederzubeleben. Der Mann starb noch am Unfallort.

In den vergangenen Monaten ist es in Berlin immer wieder zu brutalen Angriffen auf Passanten in den U-Bahnhöfen gekommen. So verletzte ein 18-Jähriger zu Ostern am U-Bahnhof Friedrichstraße einen 29-jährigen Berliner schwer. In dem Prozess soll an diesem Montag das Urteil gesprochen werden. Erst im Juli eskalierte am Bahnhof Zoologischer Garten ein Streit zwischen zwei Männergruppen. Ein Angreifer zog dabei ein Messer und stach mehrfach auf seinen Gegner ein.

Im Februar wurden zudem zwei Handwerker im U-Bahnhof Lichtenberg scheinbar grundlos von vier Jugendlichen zusammengeschlagen. Die Debatte um Sicherheit und Zivilcourage erreichte im September 2009 ihren Höhepunkt, als am Münchner S-Bahnhof Solln der Geschäftsmann Dominik Brunner zusammengeschlagen wurde. Er starb wenig später. Brunner hatte sich damals schützend vor Kinder gestellt.

Von dpa-Korrespondent Stefan Engelbrecht
    
    

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Die neuesten Kommentare

Hingucker (1481 Kommentare) am 20.09.2011 08:34

U-Bahnhöfe

Warum werden diese Srationen nicht mehr kontrolliert? Das kann man nicht verstehen. Es muß immer erst was passieren , bevor man vielleicht reagiert. Wer zieht sich dafür den Schuh an? Wohl keiner. Da wird der Schwarze Peter wieder rumgereicht. Oder so. Gott sei Dank haben wir in Wü noch keine U-Bahn.
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