aktualisiert: 08.02.2012 19:18 Uhr
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BERLIN
Neuer Wirbel um Sylt-Urlaub von Wulff
Bundespräsident wehrt sich gegen Vorwürfe in Zusammenhang mit einem privaten Hotelaufenthalt
Bundespräsident Christian Wulff gerät wegen seiner Urlaube als niedersächsischer Ministerpräsident erneut in die Schlagzeilen. Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, hat der Filmunternehmer David Groenewold für Wulff und dessen spätere Ehefrau Bettina im Herbst 2007 einen dreitägigen Hotelaufenthalt auf Sylt gebucht und zunächst bezahlt. Groenewold selbst war zu diesem Zeitpunkt im „Hotel Stadt Hamburg“ (HSH) abgestiegen.
Wulffs Anwalt Gernot Lehr sagte dazu der „Bild“-Zeitung, Groenewold habe die Übernachtungskosten von 258 Euro pro Nacht lediglich bei der Buchung verauslagt. Wulff habe sie später bar zurückbezahlt.
Anwälte Groenewolds wiesen am Mittwoch die Darstellung der „Bild“-Zeitung zurück, wonach der Unternehmer im Verdacht stehe, er habe im Januar 2012 versucht, die Angelegenheit zu vertuschen. Anwalt Christian-Oliver Moser sagte der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch: „Es gab nicht mal ansatzweise den Versuch meines Mandanten, etwas zu vertuschen.“
„Bild“ berichtete, Groenewold habe in dem Hotel angerufen und die Hotelangestellten zu Stillschweigen über den Vorgang verpflichtet. In Notizen des Hotel-Personals, die das Boulevardblatt veröffentlichte, heißt es: „Herr David Groenewold hat gestern angerufen, wir sollen keine Infos über ihn rausgeben! Er war 2007 mit Herrn Wulff im HSH und hat den gesamten Aufenthalt übernommen. Falls also Bild oder Spiegel anruft, wir wissen von nichts.“
Groenewold hat nach „Bild“-Angaben für zwei Produktionsgesellschaften eine Millionen-Bürgschaft des Landes Niedersachsen erhalten. Nach früheren Berichten hat der Filmunternehmer auch 2008 beim Münchner Oktoberfest ein 400-Euro-Upgrade für eine Luxussuite im Fünf-Sterne-Hotel „Bayerischer Hof“ für das Ehepaar Wulff bezahlt. Von der Übernahme der Kosten habe Wulff allerdings nichts gewusst, sagt Groenewolds Anwalt.
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Die neuesten Kommentare
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Lorenz4u (132 Kommentare) am 09.02.2012 15:16
Die Bild zählt 50 Euro Scheineund vernichtet unseren Bundespräsidenten. Im gleichen Moment verklagt die LBS ehemalige Aufsichtsräte und greift vor unser aller Augen in die Kassen der Versicherungen. Armes Deutschland. |
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