29.11.2012 19:27 Uhr, Zeitgeschehen

Standpunkt: Nur Google bezahlt nicht

Diesen Kommentar gibt es nicht umsonst. Unsere Leser bezahlen am Kiosk oder im Abonnement für ihre Zeitung – und unser Verlag bezahlt davor bereits den Autor, das Papier, die Druckmaschinen und den Fahrer und den Zusteller, die die Zeitungen in aller Frühe ausliefern. Im Idealfall haben am Ende alle fünf etwas von diesem Kommentar: der Leser, der Verlag, der Journalist, der Fahrer und die Zustellerin. Nur Google bezahlt nicht. Der amerikanische Internetriese sammelt Texte wie diesen ohne Rücksicht auf Urheber- und Verlagsrechte in speziellen Nachrichtenportalen.

Diesen Kommentar gibt es nicht umsonst. Unsere Leser bezahlen am Kiosk oder im Abonnement für ihre Zeitung – und unser Verlag bezahlt davor bereits den Autor, das Papier, die Druckmaschinen und den Fahrer und den Zusteller, die die Zeitungen in aller Frühe ausliefern. Im Idealfall haben am Ende alle fünf etwas von diesem Kommentar: der Leser, der Verlag, der Journalist, der Fahrer und die Zustellerin. Nur Google bezahlt nicht. Der amerikanische Internetriese sammelt Texte wie diesen ohne Rücksicht auf Urheber- und Verlagsrechte in speziellen Nachrichtenportalen.

Das sogenannte Leistungsschutzrecht, nach dem Unternehmen wie Google Zeitungen und Zeitschriften dafür in Zukunft entschädigen müssen, bedroht daher auch nicht die Freiheit des Internets, sondern allenfalls die Geschäftsinteressen von Google. Schon die Behauptung des Konzerns, das Suchen und Finden im Netz werde nun quasi per Gesetz erschwert, ist eine Unverfrorenheit: Weder die Regierung noch die Verlage wollen Inhalte aus dem Internet nehmen – das Leistungsschutzrecht soll nur verhindern, dass sich Anbieter wie Google kostenlos bei anderen Unternehmen bedienen.

Quelle: mainpost.de
Autor: Von Rudi Wais red.politik@mainpost.de
Artikel: http://www.mainpost.de/ueberregional/politik/zeitgeschehen/Standpunkt-Nur-Google-bezahlt-nicht;art16698,7165135
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