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publiziert: 08.08.2011 19:48 Uhr
aktualisiert: 15.01.2012 19:58 Uhr
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Warum sind Ratingagenturen so mächtig?

Fragen und Antworten

Was machen Ratingagenturen eigentlich?

Ratingagenturen bewerten vor allem, ob ein Unternehmen oder ein Staat geliehenes Geld zurückzahlen kann – und zwar pünktlich und vollständig. Davon hängt die Bonität des Schuldners ab, also gewissermaßen sein Ansehen bei Gläubigern. In die Bewertungen fließen veröffentlichte Daten ebenso ein wie Brancheneinschätzungen. Je schlechter die Agenturen die Bonität eines Marktteilnehmers beurteilen, desto teurer und schwieriger wird es für diesen, sich am Markt Geld zu besorgen, schlimmstenfalls ziehen die Geldgeber ihr Kapital ab.

    
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Die drei großen Ratingagenturen
Die Notengeber stehen in der Kritik
Ratingagenturen
11.07.2011
    
Wie benoten die Agenturen?

Für ihre Einstufungen verwenden die Agenturen Buchstabencodes. Die Skala beginnt beispielsweise bei Standard & Poor's und Fitch mit der Bestnote AAA (englisch: „Triple A“). Es folgen AA, A, BBB, BB, B, CCC, CC, C. Die meisten Stufen können mit Plus- und Minuszeichen noch feiner unterteilt werden, so etwa bei den USA von AAA auf AA+. Ab der Note BB+ beginnt dann bereits der spekulative Bereich, der umgangssprachlich auch „Ramsch“ (englisch: „Junk“) genannt wird. Die Skala reicht bis D wie „default“ („Zahlungsausfall“) – das bedeutet, dass ein Ausfall des Schuldners eingetreten ist.

Warum sind Ratingagenturen so mächtig?

Die Arbeit der Agenturen wurde 1975 mächtig aufgewertet: Die US-Börsenaufsicht SEC ernannte Moody's, S&P und Fitch zu „Nationally Recognized Statistical Rating Organizations“. Die Aufnahme in den erlauchten Kreis der Bonitätsprüfer auf US-Boden gab den Agenturen einen Schub. Heute orientieren sich weltweit nicht nur Banken, sondern auch institutionelle Investoren sowie Aufsichtsbehörden und Notenbanken wie die Europäische Zentralbank (EZB) an den Analysen der Agenturen.

Wie finanzieren sich die Agenturen?

Die großen drei Agenturen beziehen ihre Einkünfte fast ausschließlich von den Emittenten von Wertpapieren. Sie werden also von Unternehmen oder Staaten, die etwa Anleihen auf den Markt bringen, dafür bezahlt, dass sie diese bewerten. Kritiker sehen hier die Gefahr von Interessenkonflikten.

Was werfen Kritiker den Ratingagenturen vor?

Die Tatsache, dass die drei Topratingagenturen in den USA verwurzelt sind, stößt in Europa auf Vorbehalte. Immer wieder gibt es deshalb Versuche, eine europäische Ratingagentur zu gründen. Fitch versteht sich als europäische Agentur, weil das Unternehmen eine Zentrale in London und einen französischen Eigentümer hat. Für Kritik sorgt auch das Quasi-Monopol der großen drei.

Liegen die Agenturen mit ihren Bewertungen immer richtig?

In der Finanzkrise wurden Ratingagenturen an den Pranger gestellt: Weil sie Ramschpapiere mit Bestnoten versahen, wurde ihnen eine Mitschuld an der Krise gegeben. In der Euro-Schuldenkrise gerieten die Bewerter erneut schwer in die Kritik. Politiker warfen den Ratingagenturen vor, die Bonität kriselnder Euro-Länder wie Griechenland trotz milliardenschwerer Hilfspakete auf Ramschstatus abgewertet und damit die Krise verschärft zu haben. Die Agenturen verteidigen sich damit, sie äußerten nur Meinungen. Es sei jedem Marktteilnehmer selbst überlassen, ob er diesen folge oder nicht. Text: dpa

    
    

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Die neuesten Kommentare

schonda (1146 Kommentare) am 16.01.2012 16:59

Wessen Brot ich ess...

... dessen Lied ich pfeiff ! Rating-Agenturen werden von den Finanz-Betrügern (Hedge-Fonds, Wallstreet-Ganoven u.a.) bezahlt. Die Finanz-Haie (GoldMorgs ! ) wollen weltweit das Geld u. Wohlstand stehlen ! Jetzt wollen sie die Euro-Zone zerstören u. ausnehmen. Für die GoldMorg Betrüger ist jedes Mittel recht. Für die Weisen von Zion war der Lehmann Finanzbetrug nur der Anfang. Kämpft gegen GoldMorgs :
Zitat von John Adams : Es gibt zwei Möglichkeiten eine Gesellschaft zu besiegen und zu versklaven: Mit dem Schwert oder mit Verschuldung. Die Hauptfrage ist doch : Die Bürger haben gearbeitet, sehr viele Steuern gezahlt. Unsere Rentenkasse war übervoll ! Jetzt ist sie leer u. wird Umlage finanziert ! Wo ist das viele Geld der Staaten geblieben, die nun alle Schulden haben. Das Geld hat sich ja nicht in Luft aufgelöst. Welche Verbrecher welcher Nationalität haben das viele Geld gestohlen ? Monatlich werden weltweit an Börsen 960 Billionen Dollar (!) ohne Gegenwert rumgeschoben. Wer leitet hauptsächlich den weltweiten Geldfluss. Welcher Zweck steckt dahinter. Nur einer : Geld aus dem Kreislauf rauszuziehen - zu stehlen. Verlierer zu generieren damit z.B. Goldmann-Sachs, JP Morgan, Rothschilds u. a. gewinnen können. in jeder Regierung sitzen Goldmänner die den Wallstreet-Verbrechern hörig sind. Man trifft immer auf die Gleichen, die nach Geld schreien u. es weltweit stehlen. An den Namen kann man sie erkennen und wer ihnen den Einfluss nehmen will wird umgebracht (Kennedy, Lincoln). Jetzt werden die fremdgesteuerten Amis ("Wir, das jüdische Volk, kontrollieren Amerika, und die Amerikaner wissen das.” > sagte Ariel Sharon) den Krieg mit Iran anfangen wollen. Ein Vorwand wurde gefunden. Ähnlich dümmliche Anfangslügen wie beim Irak-Krieg. Und Obama, der Hausneger der Finanzgeschwüre, macht schon mit. Die Wutbürger in USA haben es begriffen - gehen auf die Strasse u. wollen die Wallstreet - die Wurzel des Üblen/Bösen endlich entmachten. Ich glaube, dass der Krieg gegen die Wallstreet-Verbrecher noch viel grösser wird. Solange sich die Welt nicht vom Einfluss dieser Leute/Nation befreit, die sich gegenseitig durch ihr Netzwerk, überall wo gut verdient wird, immer in Führungspositionen (Schon mal aufgefallen ? Geht mal weltweit die Namen
von Vorständen, Aufsichtsräten der grossen Firmen durch !) hieven, solange wird sich nichts zum Besseren wenden.
Die GoldMorgs müssen unbedingt entmachtet werden. Zitat von Henry Ford : Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nation unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution vor morgen früh....
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wgr (579 Kommentare) am 16.01.2012 03:30

Macht und Blödsinn

Ratingagenturen sind nicht mächtig, nur die Politik ist unfähig.

Im alten Griechenland hießen die Ratingagenturen Orakel. Im alten Rom waren es die Auguren und heute sind es eben Ratingagenturen. grinsen

Aber besser müssen die deshalb nicht sein und sind sie wohl auch nicht, denn es sind immer nur Menschen am Werke und keine Götter. zwinkern

Nur die Politik versteht es wegen ihres mangelnden Verständnises für Volkswirtschaften, Währungen, etc. einfach nicht. traurig traurig traurig

Die meisten Politiker glauben heute, wenn sie täglich in eine Gastwirtschaft gehen, haben sie auch Ahnung von einer Volkswirtschaft. grinsen grinsen grinsen

Aber leider gibt es da eben doch einige Unterschiede, selbst wenn beide Worte auf "wirtschaft" zwinkern enden. grinsen grinsen grinsen
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