Main-Post Wirtschaft

    
    

DÜSSELDORF
Beratung gegen Bares

Am Ende stand Verbitterung. „Wir sind es satt“, schrieb der Fotohändler Wolfgang Lennertz im Februar mit roten Lettern auf einen Zettel im Schaufenster und kündigte die Schließung seines Geschäfts an. Er wolle sich nicht länger von Kunden, die er oft stundenlang beraten habe, die Online-Preise für Kameras unter die Nase halten lassen. Seit Ende März ist der Laden zu. Lennertz steht mit seinem Problem nicht allein da. Viele Händler in Deutschland klagen seit Jahren über „Beratungsdiebstahl“. »mehr
    
    
Aktien: Gegen den Trend oder mit dem Strom

MÜNCHEN
Finanzrichter prüfen dubiose Aktiengeschäfte

Waren dubiose „Cum-Ex“-Aktiengeschäfte eine illegale Steuergestaltung oder nicht? Der Bundesfinanzhof wird seine Entscheidung darüber hinter verschlossenen Türen fällen. Nachdem der Anwalt einer Verfahrensbeteiligten, nämlich der Hamburger DWH Beteiligungsgesellschaft, am Mittwoch einen entsprechenden Antrag bekräftigte, schloss der Vorsitzende Richter die Öffentlichkeit wegen des Steuergeheimnisses von der mündlichen Verhandlung aus. »mehr
    
    
DAX

FRANKFURT
Dax-Konzerne wachsen im Ausland

Die Industrieschwergewichte im Dax haben ihre Umsätze in den vergangenen sechs Jahren vor allem dank guter Geschäfte im Ausland gesteigert. Die Erlöse der 25 Industriekonzerne, die außerhalb Deutschlands erzielt wurden, kletterten von 641 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf 855 Milliarden Ende 2013. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor. Im vergangenen Jahr kamen demnach gut drei Viertel (77 Prozent) des Gesamtumsatzes dieser Unternehmen aus dem Ausland. 2008 waren es 71 Prozent. »mehr
    
    
Gefährliche Produkte auf dem EU-Markt

PEKING
Ende des Turbo-Wachstums

Hat der Abschwung der chinesischen Wirtschaft die Talsohle erreicht? Seit Ende des vergangenen Jahres ging es mit der zweitgrößten Volkswirtschaft nur noch abwärts, doch jetzt keimt Hoffnung auf. Die letzte Hiobsbotschaft war der unerwartete Einbruch der Exporte und Importe der größten Handelsnation im März. Aber dafür fiel das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal mit 7,4 Prozent besser als erwartet aus. „Wir glauben, dass sich der Wachstumsschwung im März stabilisiert hat“, meint Liu Ligang, China-Chefökonom der australischen ANZ-Bank. Auch der Außenhandel dürfte seinen Tiefpunkt erreicht haben und künftig „widerstandsfähiger“ werden. Es ist das langsamste Wachstum seit 18 Monaten in China, doch für die deutsche Exportwirtschaft gibt es zwei gute Nachrichten: Es hätte schlimmer kommen können - und es besteht Aussicht auf Besserung. »mehr
    
    

SHENZEN
Der Denza lächelt

„Es ist Neuland für Daimler“, sagt Arno Röhringer. „Erstmals haben wir außerhalb von Sindelfingen ein Fahrzeug entwickelt.“ Herausgekommen ist der Denza, das erste Elektroauto des Gemeinschaftsunternehmens der Stuttgarter Traditionsmarke und des jungen chinesischen Autobauers und Batterieherstellers BYD (Build Your Dreams). »mehr
    
    

BERLIN
Wie Nintendo Videospiele mobil machte

Vor 25 Jahren startete ein kleines graues Kästchen eine Revolution: Nintendo brachte seinen Game Boy auf den Markt. Das Gerät mit pixeliger Grafik auf einem Grün-Schwarz-Display war damals ein Bestseller. Nintendo baute auf dem Erfolg des Game Boy ein milliardenschweres Imperium auf. Heute wird das Geschäft vom Vormarsch der Smartphones und Tablet-Computer bedrängt. »mehr
    
    

WÜRZBURG/GERBRUNN
Auf Linie

Für die Entwicklung eines Roboters zur Markierung von Fahrbahnen, Schwimmbädern oder Fabrikhallen hat das Gerbrunner Zentrum für Telematik einen Innovationspreis erhalten. Damit gehört der Linienbeschichtungsroboter aus Mainfranken zur Spitzengruppe aus über 5000 Bewerbern für den im elften Jahr verliehenen Innovationspreis-IT des Bundesverbandes IT-Mittelstand. Das Zentrum für Telematik ist ein unabhängiger Verein, der aus dem Lehrstuhl für Informatik von Professor Klaus Schilling hervorgegangen ist und eng mit der Universität Würzburg kooperiert. Einsatzorte für den Linienbeschichtungsroboter gibt es viele. „Überall wo Linien gebraucht werden“ könne der Roboter Anwendung finden, erklärt der Technische Betreuer des Projekts Daniel Eck. Bisher können zum Beispiel bei Schwimmbädern viele Teile nicht vor Ort präzise beschichtet werden. Der Roboter könne das ändern. »mehr
    
    

FRANKFURT
Aufseher lassen sich gut bezahlen

Die Vergütungszahlungen an deutsche Aufsichtsräte haben sich einem Bericht zufolge binnen zehn Jahren fast verdoppelt. Erhielten die Aufseher der 30 Dax-Konzerne 2004 noch 41,9 Millionen Euro, waren es im vergangenen Jahr 78,4 Millionen Euro und somit knapp 90 Prozent mehr, wie das „Handelsblatt“ am Dienstag berichtete. Topverdiener sei 2013 der VW-Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piëch mit Einkünften von rund 1,2 Millionen Euro gewesen, schrieb das Blatt unter Berufung auf eine Studie des Vergütungsexperten Heinz Evers. Für fast alle der 30 Konzerne seien die Kontrollgremien seit 2004 um zwei- oder dreistellige Prozentraten teurer geworden, berichtete die Zeitung. Den Rekord halte Volkswagen, wo die Zahlungen an die Aufsichtsräte um 365 Prozent zugelegt hätten. Vergleichsweise kleine Zuwächse habe es bei ThyssenKrupp und E.ON gegeben. Bei den Topverdienern 2013 rangierten hinter Piëch der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, Paul Achleitner, mit 646 000 Euro und der Siemens-Aufseher Gerhard Cromme mit 617 000 Euro. Mit den geringsten Einkünften musste sich Wolfgang Mayrhuber bei Infineon begnügen – er erhielt dem Bericht zufolge lediglich 128 000 Euro. Als Grund für die Steigerungen nennt das „Handelsblatt“, dass die Aufsichtsräte der Dax-Konzerne ihren Einfluss ausgeweitet hätten. »mehr
    
    

FRANKFURT
Schwere Zeiten für Dividendenjäger

Die Zeiten sind hart für vorsichtige Sparer. Die Zinsen sind extrem niedrig, und daran wird sich so schnell nichts ändern. Und vom Boom an den Börsen profitieren hierzulande immer weniger Menschen. Allein im vergangenen Jahr trennten sich nach Zahlen des Deutschen Aktieninstituts (DAI) 600 000 Menschen in Deutschland von Aktien oder Aktienfonds, seit 2001 kehrten 3,9 Millionen Menschen der Börse den Rücken. Kursstürze wie nach dem 11. September oder der Lehman-Pleite haben das Vertrauen beschädigt. »mehr
    
    
Geld überweisen bei Facebook?

DUBLIN
Facebook wird immer mehr zur Bank

Facebook will einem Zeitungsbericht zufolge Geldüberweisungen zwischen seinen Mitgliedern ermöglichen. Das Internetunternehmen stehe kurz vor dem Erhalt einer entsprechenden Lizenz in Irland, schrieb die „Financial Times“. Sie berief sich auf mehrere an dem Vorgang beteiligte Personen. »mehr
    
    
Lkw

BRÜSSEL
Ein Fünftel aller Lastwagen fährt in Europa leer über die Straßen

In Europa fährt etwa ein Fünftel aller Lastwagen leer über die Straßen. Wird nur der Verkehr innerhalb eines einzelnen Landes betrachtet, steigt der Anteil der leeren Lkw sogar auf ein Viertel, wie eine Studie der EU-Kommission ergab. Als Grund führte die Behörde vor allem die Vorschriften zur sogenannten Kabotage an. »mehr
    
    

BERLIN
Deutschland hinkt bei Elektroautos hinterher: Markt könnte 2014 in Schwung kommen

Eigentlich klingt es verlockend. Bei Staus auf der Busspur fahren, spezielle Parkplätze – das gehört zu den Plänen der Bundesregierung, um Käufern umweltfreundliche Elektroautos schmackhafter zu machen. Mögliches Erkennungszeichen: ein neues „E“ auf dem Nummernschild. Aber ob das hilft? Bisher kommt die Elektromobilität im Autofahrerland Deutschland nur langsam voran. Von einer Elektroeuphorie ist derzeit wenig zu spüren. Elektroautos sind vergleichsweise teuer, die Reichweite geringer, es gibt noch kein flächendeckendes Netz von Ladestationen. Immerhin: deren Zahl nimmt stetig zu, und die EU hat sich vor kurzem auf einen einheitlichen Ladestecker für Elektroautos geeinigt. Weltweit hat sich im vergangenen Jahr die Zahl elektrisch angetriebener Autos verdoppelt – auf rund 400 000, wie eine kürzlich veröffentlichte Analyse des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung in Stuttgart ergab. »mehr
    
    

MÜNCHEN
Wüstenstrom-Projekt Desertec rutscht immer tiefer in die Krise

Die Euphorie um die ehrgeizigen Wüstenstrom-Pläne deutscher Konzerne ist schon lange verflogen. Nach heftigem Streit mit den Ideengebern im vergangenen Jahr kommen die Hiobsbotschaften jetzt in Serie: Gleich drei deutsche Unterstützer haben der Desertec-Industrieinitiative Dii den Rücken gekehrt oder ihren Abschied angekündigt. Das Milliarden-Projekt steht damit wieder einmal vor der Zerreißprobe, auch wenn sich die Verantwortlichen derzeit noch in Zuversicht üben. Dabei klang die Vision bei der Vorstellung vor rund fünf Jahren verlockend: Mit sauberem Strom aus Wüstensonne und Wind sollten Nordafrika und der Mittlere Osten versorgt und auch ein Teil der Energieprobleme Europas gelöst werden. »mehr
    
    
Kaffeemaschinen

Frankfurt/Main (dpa)
EU will Kaffeemaschinen regulieren

Die EU-Kommission will stromfressende Kaffeemaschinen aus den Verkaufsregalen verbannen und sorgt damit wenige Wochen vor der Europawahl für Diskussionen. »mehr
    
    
    
    

AUGSBURG
Riesen-Sicherheitslücke war nur ein Schreibfehler

S.* hatte es nur gut gemeint. Es war im Jahr 2011, als der deutsche Programmierer sich wieder einmal hinsetzte und mitarbeitete an OpenSSL, einem Verschlüsselungsprogramm, das von Millionen Internetrechnern auf der ganzen Welt verwendet wird. Eine kleine Funktion nur fügte S. dem Programm an – und verursachte damit eine der größten Sicherheitslücken, die das Internet je gesehen hat. Die fatale Folge: Über eine Milliarde Internetnutzer sollten schnell ihre Passwörter wechseln. »mehr
    
    

WÜRZBURG
vbw-Chef gegen Rente mit 63

Ein Jahr ist Alfred Gaffal Präsident des Verbands der bayerischen Wirtschaft (vbw). Für einen Besuch in Würzburg war es daher höchste Zeit. Auf dem 11. Medientreff der Wirtschaft am Donnerstag in Würzburg präsentierte er den unterfränkischen Unternehmern, was er sich für die kommenden Jahre auf die Fahnen geschrieben hat. »mehr
    
    

„Versicherung gegen steigende Zinsen“

Wohnen in Bayern wird immer teurer, die Immobilienpreise in den Großstädten klettern und klettern. Wir sprachen mit Franz Wirnhier, Vorstandssprecher der LBS Bayern, über die Gefahr einer Immobilienblase – und den Reiz des Bausparens. »mehr
    
    

 (2) KÖLN
Etappensieg für Lindt

Etappensieg für Lindt im Goldbären-Markenstreit: Der Schweizer Schokoladenhersteller darf seine in Goldfolie verpackten Schokoladen-Teddys trotz Protests von Haribo weiterverkaufen. Das Oberlandesgericht Köln entschied am Freitag, dass die Rechte des Gummibärchenherstellers an der Marke „Goldbären“ durch den Schoko-Teddy nicht verletzt werden – der Edelmetalloptik zum Trotz. Das letzte Wort in dem Rechtsstreit ist damit allerdings noch nicht gesprochen. »mehr
    
    

WIESBADEN
Mini-Inflation entlastet Verbraucher

Seit Monaten sinkt die Inflation in Deutschland. Im März wurde nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit 1,0 Prozent der niedrigste Stand seit August 2010 erreicht. Was Verbraucher freut, könnte Gift sein für die Konjunktur. »mehr
    
    
bereits am Anfang 1 2 weiter
    
Anzeige
    

Börsendaten

    

Main-Post-Riester-Tipp 

Riester-Rente
Bis zu 50% staatliche Förderung! Jetzt Angebot anfordern »mehr