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Main-Post Wirtschaft

    
    

 
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FRANKFURT
Ein preußischer Italiener

Es geht ihm nicht um Liebe. Mehr Verständnis und irgendwann Anerkennung seiner Arbeit reichen Mario Draghi. Doch die Deutschen sind für den Chef der Europäischen Zentralbank ein harter Brocken, deren Herzen er wohl nie erobern wird. Auch nach der Entscheidung der EZB, massenhaft Staatspapiere zu kaufen, schlug ihm die geballte germanische Empörung entgegen. Dabei hatte er monatelang versucht, die Ängste der Bürger des wirtschaftlich stärksten Euro-Landes zu zerstreuen. Draghi gab ausführliche Interviews und sprach, was für auf Zurückhaltung bedachte Notenbanker ungewöhnlich ist, eingehend über sein Privatleben. Es kommt ein Mensch zum Vorschein, der Sympathie verdient, selbst wenn man mit guten Gründen seine Politik des billigen Geldes und der exzessiven Aufblähung der Notenbank-Bilanz ablehnt. So fleht der schlanke Italiener, dessen Augen immer ein wenig melancholisch aus der runden, randlosen Brille hervorscheinen, Journalisten an, seine Politik besser zu erklären. Bestimmt sagt er: „Die öffentliche Meinung in Deutschland ist uns sehr wichtig.“ In solchen Momenten kann Draghi einnehmend lächeln und wirkt trotz des akkuraten Seitenscheitels gar nicht mehr so streng wie oft. Der 67-Jährige unterschlägt natürlich, dass seine Euro-Politik eine Komplexität angenommen hat, wie sie vielleicht noch der Kernphysik und anderen wundersamen Dingen eigen sind. Nur wenige Fachleute sind in der Lage, diesen Geld-Voodoo in all seinen esoterischen Winkeln auszuleuchten. »mehr
    
    

FRANKFURT
EZB-Geldschwemme schickt Euro auf Talfahrt

Die neue Geldflut der Europäischen Zentralbank setzt den Euro unter Druck. Am Freitag fiel die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich auf 1,1184 Dollar – und damit auf den niedrigsten Stand seit 2003. Wer profitiert von der Euro-Schwäche und wem tut sie weh? »mehr
    
    
Firmen & Fakten: Betriebsrat droht Amtsenthebung wegen „Charlie Hebdo“-Kritik

Firmen & Fakten: Betriebsrat droht Amtsenthebung wegen „Charlie Hebdo“-Kritik

Einem Betriebsrat im Rastatter Daimler-Werk droht ein Amtsenthebungsverfahren wegen Äußerungen über den Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“. Betriebsrat, IG Metall und Daimler wollen beim Arbeitsgericht Karlsruhe die Amtsenthebung des Betriebsrats beantragen. Das bestätigten alle drei Seiten am Freitag. Der Mann habe mit Äußerungen auf seiner privaten Facebook-Seite wie „Jeder Mensch zahlt für seine Taten! Die einen früher, die anderen später . . . Fuck Charlie Hebdo“ für Aufruhr in der Belegschaft gesorgt, hieß es. »mehr
    
    

WIEN/ESSEN
Karstadt teilt Immobilien auf

Karstadt-Eigentümer René Benko und sein Partner bei dem Warenhaus-Deal, Benny Steinmetz, gehen getrennte Wege und teilen die Karstadt-Immobilien in ihrem Besitz untereinander auf. Der Sprecher von Benkos Gesellschaft Signa, Robert Leingruber, bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht des österreichischen Magazins „Format“. Demnach übernimmt Benkos Firma die drei Karstadt-Nobelkaufhäuser – das KaDeWe in Berlin, das Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München –, das Haus in der Stuttgarter Fußgängerzone und die Filiale am Kurfürstendamm in Berlin. Auch das operative Handelsgeschäft betreibe die Signa Retail künftig alleine, berichtete „Format“. Steinmetz erhält die übrigen 20 Karstadt-Immobilien in verschiedenen Städten, die bislang im gemeinsamen Besitz waren. Mit Steinmetz sei ein langfristiger Mietvertrag für diese Häuser abgeschlossen worden. Benko hatte vor fünf Monaten das angeschlagene Traditionsunternehmen vom deutsch-amerikanischen Investor Nicolas Berggruen zum symbolischen Preis von einem Euro übernommen und versucht seitdem die Warenhauskette wieder auf Kurs zu bringen – allerdings bislang ohne durchgreifenden Erfolg. »mehr
    
    

Firmen & Fakten: Karriere-Netzwerk Xing kauft Suchmaschine Jobbörse.com

Das Karriere-Netzwerk Xing hat sich eine Job-Suchmaschine zugelegt. Das Hamburger Unternehmen aus dem Burda-Medienkonzern zahlt für den Betreiber von Jobbörse.com zunächst rund 6,3 Millionen Euro. Beim Erreichen bestimmter Ziele können bis zu 2,4 Millionen Euro im Jahr 2017 zum Kaufpreis dazukommen, wie Xing mitteilte. »mehr
    
    

DÜSSELDORF
Siegeszug der Handelsmarken

Die Deutschen greifen im Supermarkt immer häufiger zu Eigenmarken von Edeka, Rewe, Aldi und Co. statt zu den klassischen Markenartikeln. Nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen ist der Marktanteil der Händlermarken wie „Ja“, „Gut und Günstig“ oder „Rewe Feine Welt“ seit 2009 um zwei Prozentpunkte auf 34 Prozent gestiegen. Weltweit belegen die Bundesbürger damit beim Kauf von Eigenmarken laut Nielsen den 4. Platz. Beliebter sind die preiswerten Alternativen zu den etablieren Markenartikeln nur noch in der Schweiz, in Spanien und Großbritannien. Und die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sieht die Handelsmarken weiter im Aufwind. „Das ist ein langfristiger Trend“, ist GfK-Experte Wolfgang Adlwarth sicher. Auch in diesem Jahr werde die Bedeutung der Eigenmarken weiter zunehmen. »mehr
    
    

SCHWEINFURT
IHK Würzburg-Schweinfurt hat neuen Präsidenten

Otto Kirchner, Chef der Fränkischen Rohrwerke in Königsberg (Kreis Haßberge), ist neuer Präsident der IHK Würzburg-Schweinfurt. »mehr
    
    

BRÜSSEL
Ein Riss geht durch die Gemeinschaft

Es geht ein Riss durch die Gemeinschaft der wackeren 19 Euroländer. Denn die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, ihr umstrittenes QE-Programm zu starten, entzweit die Union mehrfach. Da sind auf der einen Seite jene Länder wie Deutschland und die Niederlande, die durchaus ihre Hausaufgaben gemacht haben und nun – wie es in einem Beschluss des Parlamentes in Den Haag heißt – befürchten, den „Steuerzahler für Risiken aufkommen zu lassen, die zum Beispiel der italienische Staat eingeht“. »mehr
    
    

 (3) HAMBURG
Ölförderer in der Nordsee schlagen Alarm

Die Ölförderer in der Nordsee schlagen Alarm. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte Brent pendelt sich offenbar nachhaltig unterhalb der Marke von 50 Dollar ein. Das ist ungefähr das Niveau von 2009 – und für die Ölindustrie eine Katastrophe. „Wir stehen kurz vor dem Kollaps“, sagt Robin Allan, Chef des britischen Branchenverbandes Brindex, der vor allem kleinere Ölfirmen vertritt. „Beim derzeitigen Ölpreis ist es fast unmöglich, Geld zu verdienen.“ »mehr
    
    

MÜNCHEN
Arbeitgeber erhöhen Druck

Gewerkschaften und Arbeitgeber in Bayern liegen vor der zweiten Runde der Metall-Tarifverhandlungen weit auseinander. Während die IG Metall bereits Warnstreiks plant, warnen die Arbeitgeber erneut vor aus ihrer Sicht überzogenen Geldforderungen. Am kommenden Mittwoch wollen sich beide Seiten in München wieder zusammensetzen. Am gleichen Tag läuft die Friedenspflicht aus, danach dürfte die IG Metall zu Warnstreiks aufrufen. »mehr
    
    

REDMOND
Windows 10 ist da!

Microsoft-Chef Satya Nadella will mit Windows 10 das Unternehmen wieder auf die Gewinnerstraße führen. Der Softwarekonzern stellte sein neues Betriebssystem als einheitliche Basis für alle Geräteklassen vom PC bis zum Smartphone vor. Ob Kacheloptik oder klassisches Startmenü, ob mit Maus, Tastatur, Sprache oder Finger – Windows 10 soll sich mit einer übersichtlichen Oberfläche den jeweiligen Geräten und individuellen Bedürfnissen der Nutzer anpassen. Für Staunen sorgte in der Konzernzentrale die überraschende Präsentation einer Entwicklung aus den Microsoft-Labors: die Computer-Brille „HoloLense“, die virtuelle Welten in eine reale Umgebung einblendet. So könne die Wirklichkeit zur Bühne etwa für ein Spielelevel werden. Die Brille verfügt über eigene Prozessoren für die Rechenleistung und die Grafik, so dass sie auch ohne Verbindung mit einem Computer eingesetzt werden kann. Die rund 1,5 Milliarden Windows-Nutzer weltweit sollten diesmal nicht zögern beim Umstieg auf das neue System. Im ersten Jahr nach der Veröffentlichung von Windows 10 gibt es das Upgrade für Geräte, auf denen Windows 7, Windows 8.1 oder Windows Phone 8.1 läuft, gratis. »mehr
    
    

BRÜSSEL
Draghi zieht die Notbremse

Es ist eine gewaltige Summe von rund 1,1 Billionen Euro, mit der die Europäische Zentralbank ab März wertlos gewordene Staatsanleihen aufkaufen wird. Doch was bringt das? »mehr
    
    

MOUNTAIN VIEW
WhatsApp kommt auch auf den PC

Gerüchte gab es schon seit Monaten. Nun ist sie da, die Desktop-Version von WhatsApp. Nutzer des internetbasierten und plattformübergreifenden Instand-Messaging-Dienstes können ihre Textnachrichten, Bild- Video- und Tondateien damit auch bequem am Computer erstellen und verschicken. Es gibt derzeit allerdings eine große Einschränkung: Nutzer von Apple-Geräten können den Webclient noch nicht nutzen. Wer WhatsApp unter Android, Windows-Phone oder BlackBerry nutzt, kann die neue Desktop-Version schon mal testen. Auf dem PC muss allerdings zwingend der Google-Browser „Chrome“ verwendet werden, das Handy muss ins Internet eingeloggt sein und es muss die aktuellste WhatsApp-App installiert sein. »mehr
    
    

Firmen & Fakten: Apple kauft Spezialisten für Musikdaten

Apple hat vor dem erwarteten internationalen Start seines Streaming-Musikdienstes Beats einen Spezialisten für die Auswertung von Musikdaten gekauft. Das britische Startup Semetric analysiert unter anderem Songverkäufe sowie die Popularität von Künstlern bei illegalen Downloads sowie in Online-Netzwerken. Nach Informationen der „Financial Times“ soll der Preis bei rund 50 Millionen Dollar gelegen haben. »mehr
    
    

FRANKFURT
Renaissance des Goldes

Comeback fürs Gold: Politische Risiken und Niedrigzinsen lassen die Anleger zu dem prestigeträchtigen Edelmetall greifen. Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis um zehn Prozent gestiegen. Erstmals seit August lag er am Mittwoch wieder über der Marke von 1300 Dollar je Feinunze, das sind etwa 31 Gramm. »mehr
    
    

FRANKFURT
Europas heimliche Regierung

Seine Worte bewegen die Kurse von Aktien und Währungen, seine Entscheidungen bewegen Milliarden. Viele halten EZB-Präsident Mario Draghi für den de facto mächtigsten Mann Europas. Notenbanken wie die Europäische Zentralbank (EZB), die US-Fed oder die Bank of England bewiesen in der Dauerkrise der vergangenen Jahre Entschlossenheit. Sie handelten – und kauften so wertvolle Zeit. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, adelte Zentralbanker als „Helden der Krise“. Doch es gibt auch Kritik – schließlich brachen die Währungshüter, die nicht demokratisch gewählt und von Parlamenten kontrolliert werden, in der Not einige Tabus. »mehr
    
    
Symbolbild Geld

BERLIN
Wohin mit dem Geld?

Keine Frage: Die Stimmung ist bei vielen Anlegern schlecht. Zwei Drittel (66 Prozent) der Verbraucher, die 2014 Geld angelegt haben, sind unzufrieden mit der Wertentwicklung ihrer Anlage, wie eine repräsentative GfK-Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken ergab. »mehr
    
    
Range Rover

BERGISCH GLADBACH
Geländewagen kontra Umwelt

Die sinkenden Spritpreise und der Ansturm auf Geländelimousinen erschweren laut einer Studie die Bemühungen der Autobauer für sparsamere Flotten. »mehr
    
    

DAVOS
Ein Dorf empfängt die Welt

Im Schweizer Alpenkurort Davos sind am Mittwoch Hunderte Topmanager und Spitzenpolitiker zum diesjährigen Weltwirtschaftsforum (WEF) zusammengekommen. Kriege, Krisen, radikaler Islamismus. Schwaches Wachstum und eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich. An Problemen mangelt es nicht beim WEF – nur an Lösungen. Weit oben auf der Tagesordnung stehen Themen wie die Gefahr einer erneuten Verschärfung der Euro-Schuldenkrise, die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich in vielen Ländern sowie die Bedrohung der Weltwirtschaft durch den Terrorismus. Rund 40 Staats- und Regierungschefs werden erwartet. »mehr
    
    
Firmen & Fakten: Taxibranche kritisiert Kooperation von Daimler und Uber

Firmen & Fakten: Taxibranche kritisiert Kooperation von Daimler und Uber

Die Taxibranche hat die indirekte Kooperation des Flottenlieferanten Daimler mit dem Fahrdienstvermittler Uber kritisiert. „Als Autobauer sollte sich Daimler für die Fahrer ihrer Limousinen engagieren, statt eine unheilige Allianz gegen die Taxibranche zu knüpfen“, sagte Hermann Waldner, Geschäftsführer der Plattform Taxi.eu. Wie jetzt bekannt wurde, will der Mitfahrspezialist Carpooling, zu dessen Investoren Daimler gehört, in Deutschland mit Uber zusammenarbeiten. »mehr
    
    
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