publiziert: 19.12.2008 19:55 Uhr
aktualisiert: 23.12.2008 17:34 Uhr
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Brüssel gibt Schaeffler grünes Licht

Familienkonzern kann Conti übernehmen

    
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(ddp) Die Europäische Kommission hat dem fränkischen Familienkonzern Schaeffler grünes Licht für die Übernahme des dreimal so großen Automobilzulieferers Continental gegeben. Die Übernahme behindere den freien Wettbewerb nicht erheblich, teilten die Wettbewerbshüter am Freitagabend mit. Schaeffler habe nun acht Bankarbeitstage Zeit, den Aktionären das Geld für ihre angedienten Conti-Papiere zu überweisen.

„Gerade die aktuell schwierige Marktsituation zeigt, wie richtig unsere Entscheidung ist, zwei international führende Automobilzulieferer zusammenzubringen“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Schaeffler Gruppe, Jürgen M. Geißinger. Schaeffler werde das Angebot jetzt zügig vollziehen. Voraussichtlich am 8. Januar werde den Depotbanken der Aktionäre, die ihre Aktien Schaeffler angedient hätten, 75 Euro je Aktie bezahlt. Nach dem Vollzug der Übernahme würden umgehend gemeinsame Teams gebildet, um die Zusammenarbeit zu gestalten.

Zuvor gab es immer wieder Spekulationen, dass sich Schaeffler angesichts der Finanzmarktkrise mit der zwölf Milliarden Euro schweren Übernahme übernommen haben könnte. Zudem hatte ein offener Machtkampf das Verhältnis zwischen den beiden hoch verschuldeten Firmen belastet. Die Franken hatten den Conti-Anteilseignern im Sommer 75 Euro pro Aktie geboten. Als der Kurs des fünftgrößten Automobilzulieferers im Sog der Finanzkrise einbrach, bekam Schaeffler statt der angestrebten knapp 50 Prozent mehr als 82 Prozent der Aktien angedient. Zusammen mit den Aktien, die bereits gekauft waren, hat der Wälzlagerhersteller damit Zugriff auf gut 90 Prozent der Conti-Aktien.

    
    

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