aktualisiert: 08.02.2012 19:05 Uhr
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HEIDELBERG
Heideldruck steckt fest
Unternehmen kommt nicht aus den roten Zahlen
Der angeschlagene Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck kommt nicht aus den roten Zahlen. Unter dem Strich schrieb das Unternehmen im dritten Geschäftsquartal einen Verlust von 14 Millionen Euro nach einem Gewinn von zehn Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die Kunden hätten sich seit der Jahresmitte wegen der unsicheren Konjunkturaussichten mit Investitionen zurückgehalten, sagte Vorstandschef Bernhard Schreier am Mittwoch bei der Vorlage der endgültigen Zahlen für den Zeitraum von Oktober bis Dezember. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2011/12 (31. März) belief sich das Minus auf 79 Millionen Euro (Vorjahr: minus 78 Millionen Euro). Die deutsche Druckmaschinenbranche steckt seit Jahren in der Krise, zuletzt schreckte die Insolvenz von Manroland die Branche auf. Zwar steigt der Bedarf an Gedrucktem in den Schwellenländern, und auch der Verpackungsdruck gilt als Wachstumsmarkt. Aber die zunehmende Digitalisierung in den Medien nagt an den Umsätzen der Kunden, den Druckereien. Die Heidelberger hatten sich erst kürzlich eine weitere Sparrunde verordnet, bei der bis zu 2000 der rund 15 660 Stellen weltweit gestrichen werden sollen. In Deutschland sollen etwa 1200 Arbeitsplätze entfallen. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat laufen. Insgesamt will das Unternehmen 180 Millionen Euro einsparen.

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