publiziert: 17.08.2012 15:06 Uhr
aktualisiert: 17.08.2012 18:47 Uhr
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Ryanair wehrt sich gegen Spar-Vorwürfe

Airline-Chef O'Leary: Kerosinmenge nicht zu knapp
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    Michael O'Leary
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Ryanair-Chef Michael O'Leary hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, die jüngsten Notlandungen der Billigfluglinie in Spanien könnten auf Sicherheitsprobleme wegen zu wenig Kerosin im Tank hindeuten. Es habe sich um ein „außergewöhnliches Ereignis“ gehandelt, sagte O'Leary der „Financial Times Deutschland“.

Im Auftrag des Verkehrsministeriums untersucht die spanische Flugsicherheitsbehörde (AESA) derzeit drei Vorfälle, die sich am 26. Juli ereigneten. Wegen eines Gewitters mussten an dem Tag zahlreiche Flugzeuge mit Ziel Madrid nach Valencia umgeleitet werden. Drei Ryanair-Maschinen mussten den Notruf Mayday ausgeben, da die Kerosinmenge ein vorgeschriebenes Minimum erreicht hatte.

Die Behörde will nun prüfen, ob die Maschinen zu knapp betankt waren. Notlandungen sind nach Angaben des Ryanair-Chefs Teil des Sicherheitssystems der irischen Fluggesellschaft. „Wenn eine Airline Mayday ausruft, dann handelt es sich nicht um eine Notsituation. Sondern das ist ein vorgeschriebenes Verfahren für eine bevorzugte Landung“, sagte er der „FT“. In einem Telefoninterview mit der Madrider Zeitung „El Mundo“ (Freitag) betonte O'Leary, Ryanair habe in Spanien nie Probleme mit der Sicherheit gehabt. „Wenn es Sanktionen gab, dann auf lokaler Ebene und aufgrund von Beschwerden von Verbraucherverbänden. Weder die spanische Regierung noch das Verkehrsministerium sind befugt, sie uns abzuerkennen.“

Die spanische Pilotengewerkschaft Sepla forderte das Verkehrsministerium auf, den Dingen auf den Grund zu gehen. „Ryanair ist dafür bekannt, dass es seine Piloten ständig unter Druck setzt, beim Treibstoff zu sparen“, betonte die Organisation. Am Donnerstag hatte die deutsche Pilotenvereinigung Cockpit Ryanair ähnlich kritisiert. Ryanair hatte betont, dass zum Zeitpunkt der Landung im Juli noch Treibstoff für 30 Minuten Flugzeit oder 300 Flugmeilen im Tank gewesen sei. Dies entspreche den Sicherheitsvorschriften des Flugzeugbauers Boeing und der europäischen Sicherheitsbehörde EASA.

dpa
    
    

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