aktualisiert: 07.08.2009 17:01 Uhr
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HANNOVER
Schaeffler droht weitere Niederlage
Anwälte von Ex-Kanzler Schröder prüfen
Conti-Großaktionär Schaeffler droht eine weitere Niederlage. Dabei geht es darum, ob die Franken beim versuchten Sturz von Conti-Chef Karl-Thomas Neumann die Investorenvereinbarung mit Continental gebrochen haben.
Altkanzler Gerhard Schröder als Garant der Vereinbarung lässt dies derzeit rechtlich prüfen. Das „Handelsblatt“ berichtete am Freitag, komme der von Schröder eingeschaltete Anwalt zum Ergebnis, dass Schaeffler gegen die Vereinbarung verstoßen habe, könnte Schröder vor Gericht kurzfristig eine einstweilige Verfügung gegen eine Abberufung Neumanns erwirken. Schröders Büro wollte das nicht kommentieren.
Schaeffler hatte in der Investorenvereinbarung unter anderem zugesagt, keine Änderungen in der Zusammensetzung des Conti-Vorstands vorzunehmen oder zu veranlassen. Dies war auf der Hauptversammlung im April dieses Jahres auf eine Aktionärsfrage hin deutlich geworden. Aus Sicht Schaefflers hat das Familienunternehmen aus Herzogenaurach die Vereinbarung trotz des Eklats im Aufsichtsrat nicht gebrochen. Schröder ist als Garant der im vergangenen Sommer geschlossenen Vereinbarung zur Wahrung der Conti-Interessen berechtigt, die Erfüllung der Verpflichtungen von Schaeffler jederzeit gerichtlich und außergerichtlich geltend zu machen.

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